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Sennheiser HDB 630 im Test: Ist er besser als der Momentum 4?

Sennheiser schickt mit dem HDB 630 einen neuen Premium-Kopfhörer ins Rennen. Wir testen, ob er sich gegen die Konkurrenz behaupten kann.
Sennheiser HDB 630 im Test – Titelbild
Preis
499 Euro
Kopfhörertyp
Ohrumschließend
Akku-Laufzeit
bis 60 Std.
Akku-Ladezeit
k. A.
Schnellladefunktion
10 Min. Ladezeit = 7 Std. Spielzeit
Bluetooth-Standard
5.2
Audio-Codecs
SBC, AAC, aptX Adaptive
Gewicht
310 g
In Kürze
Mit dem HDB 630 wendet sich Sennheiser vom Mainstream-Klang ab: Der HDB 630 dürfte mit seinem feinen, neutralen Klang vor allem audiophile Hörer:innen ansprechen. Auch seine lange Akkulaufzeit und sein sehr gutes Noise Cancelling überzeugen. In mancher Hinsicht gibt es aber bessere Empfehlungen – vor allem preislich.
Vorteile
  • Schöner, tendenziell neutraler Klang
  • Sehr gutes Noise Cancelling
  • Viele Möglichkeiten zur Klanganpassung inkl. Crossfeed
  • Dongle wertet Bluetooth-Verbindungen zu bestimmten Abspielgeräten (z. B. iPhones) auf
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kabelgebundene Wiedergabe per USB-C und Klinke
Nachteile
  • Kopfhörer nutzt nicht alle Funktionen des Dongles
  • Zurückhaltender Bass
  • Teuer
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Sennheiser hat sich für seinen neuen Premium-Kopfhörer ordentlich Zeit gelassen. Aber jetzt ist es endlich so weit: Rund vier Jahre nach unserem Test des Momentum 4 Wireless können wir mit dem HDB 630 endlich den nächsten Spitzen-Kopfhörer von Sennheiser unter die Lupe nehmen.

Den Sennheiser HDB 630 kannst du bei HiFi-Klubben kaufen:

Sennheiser HDB 630 im Klang-Check

Um es nicht unnötig spannend zu machen: Der Sennheiser HDB 630 kann an den Erfolg des Momentum 4 Wireless anknüpfen. Der ist nicht ohne Grund auch noch Jahre später einer unserer Lieblingskopfhörer. Ihm gelang das Kunststück, Sennheisers typischen Klang mit dem beliebten Sound-Charakter von Boses oder Sonys Flaggschiff-Kopfhörern zu verbinden: punchiger Bass, leicht überzeichnete Höhen.

Der Neue geht einen anderen Weg. Statt sich bei der Konkurrenz umzusehen, besinnt er sich ganz auf Sennheisers Sounderbe. Das macht ihn zu einem wirklich gut klingenden Kopfhörer: Tendenziell neutral abgestimmt und ohne aufzutragen, spielt er authentisch, detailreich und präzise.

Sennheiser HDB 630 im Test – Klang
Der HDB 630 klingt, wie du es von einem Sennheiser-Kopfhörer erwartest: detailorientiert und tendenziell neutral.

In Trinidad, Opener des Geese-Albums Getting Killed, kann der Sennheiser ab dem ersten Ton seine Stärken ausspielen. Er positioniert die Instrumente mit Leichtigkeit und Präzision auf der imaginären Bühne, alle fein definiert und klar voneinander getrennt. Selbst, wenn das Stück im Chorus in gequälte Gitarren und Sänger Cameron Winters Klagerufe explodiert, kleckert der HDB 630 keinmal. Alles bleibt an Ort und Stelle, nichts verwischt oder verzerrt.

Weiter geht’s mit unserem zweiten Testsong: Janelle Monáes I Like That. Der Song lebt vom Zusammenspiel klirrender Hochtöne und einem fetten, tief sitzenden Beat. Die Tiefen, die bei vielen anderen Kopfhörern gern matschig klingen oder übersteuern, platziert der HDB 630 astrein. Darüber baut er kristallklar und vielschichtig das Instrumental aus Hi-Hats und hellen Frauenchören auf.

Trotzdem kommen wir nicht umhin, uns etwas „Mehr“ zu wünschen. Gerade im Bass: Hier spielt der HDB 630 zwar eindrucksvoll knackig und präzise, den tiefsten Tönen fehlt aber für unseren Geschmack etwas Körper, etwas Punch, um wirklich mitzureißen. Und auch im Höhenbereich vermissen wir den letzten Rest Brillanz. Der HDB 630 tritt betont neutral auf – im Guten wie im Schlechten. Als Gegenbeispiel dient uns nicht nur der Bowers & Wilkins Px7 S3, der sich etwas mehr in den Bass lehnt und die Spitzen stärker aufpoliert: Auch der Sennheiser Momentum 4 Wireless weist im Vergleich mehr Charakter auf.

Sennheiser HDB 630 im Test – Klang
Der HDB 630 hält sich eher zurück, als auf die Pauke zu hauen.

Wir würden den HDB 630 dabei keinesfalls als langweilig bezeichnen – er ist nur eben kein Showman. Er tritt zurück und überlässt die Bühne deiner Musik, ohne mit aufregenden Effekten die Blicke auf sich ziehen zu wollen. Das ist am Ende auch ein Stück weit Geschmackssache. Uns persönlich gefällt der – in Ermangelung eines besseren Wortes – gefälligere Sound des Px7 besser. Der Florence-and-the-Machine-Track Music by Men z. B. gewinnt über ihn eine Weichheit und Wärme, die Gänsehaut verursacht. Das mag nicht exakt der Aufnahme entsprechen, klingt für uns aber emotionaler und interessanter. Vielleicht gefällt dir persönlich allerdings der Ansatz des HDB 630 viel besser, als die betonte Wärme des Px7 S3 oder Momentum 4 Wireless?

Sennheiser HDB 630 im Test – Klang
Egal, ob aufdringlicher Rock-Song oder zartes Akustik-Stück: Der Sennheiser HDB 630 leistet sich keinerlei Patzer.

Am Ende ist der Sennheiser HDB 630, Geschmack hin oder her, ein sehr gut klingender Kopfhörer. Mit seiner tendenziell ausgeglichenen Spielweise wird er dich vor allem dann glücklich machen, wenn du audiophil veranlagt bist und einen möglichst neutralen Sound bevorzugst. Unabhängig von der Abstimmung überzeugt er mit hohem Detailreichtum sowie einer fein aufgedröselten Bühne und legt eine fast schon beiläufige, selbstverständliche Kontrolle an den Tag, die uns genreübergreifend ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Highres per Kabel und EQ-Optionen

Möchtest du deine Highres-Sammlung verlustfrei wiedergeben, kannst du den Sennheiser HDB 630 auch kabelgebunden nutzen: entweder per USB-C- oder Klinkenanschluss. Und falls dir die Abstimmung ab Werk nicht ganz zusagt, gibt es immer noch die App. Hier findest du ausführliche Anpassungsoptionen: einen grafischen 5-Band- sowie einen parametrischen Equalizer sowie die Option, die App ein ganz persönliches EQ-Profil erstellen zu lassen.

Sennheiser HDB 630 im Test – Equalizer
Über die Sennheiser-App kannst du auf verschiedene Equalizer zugreifen. Einer davon ist ein 5-Band-EQ. | Screenshot: Sennheiser

Unüblich für Bluetooth-Kopfhörer: Der HDB 630 verfügt sogar über eine Crossfeed-Funktion. Sie lässt den ohnehin schon weiten Klang noch etwas über die Kopfgrenzen hinweg anwachsen. Der Effekt ist subtil und erinnert uns ein wenig an den Effekt, den andere Premium-Kopfhörer mit ihren Spatial-Audio-Funktionen erzielen. Spatial Audio glänzt beim Sennheiser HDB 630 mit Abwesenheit.

Dich interessiert, wie andere Over-Ear-Kopfhörer in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:

Noise Cancelling: Ruhe im Alltag

In den vergangenen Monaten konnten wir so einige ANC-Kopfhörer von klassischen HiFi-Herstellern testen. Während der Beyerdynamic Aventho 300 oder Cambridge Audio Melomania P100 SE durchaus ihre Umgebung dämpfen konnten, lag ihr Fokus aber klar auf dem Klang. Wie stets um den Sennheiser HDB 630?

Ähnlich wie beim Klang: richtig gut. Der Kopfhörer nimmt klar die Spitzenmodelle AirPods Max und Sony WH-1000XM6 ins Visier – und trifft. Ganz so leise wie der AirPods Max wird er vielleicht nicht, aber er schirmt dich definitiv besser ab als die allermeisten Konkurrenten. Mit lauten Stimmen tut er sich prinzipiell schwerer, dafür fängt er Tastaturklappern oder lautes Rauschen effektiv ab.

Sennheiser HDB 630 im Test – Anschluesse
Der HDB 630 lässt dich Musik kabelgebunden per USB-C-Schnittstelle oder Klinkenkabel abspielen.

Der ANC-Modus des Sennheiser HDB 630 lässt sich in verschiedenen Stufen anpassen. So hast du die Wahl, ob du den vollen Lärmschutz oder nur leichte Dämpfung erhalten möchtest. Wahlweise kannst du auch einen adaptiven Modus wählen, in dem der Kopfhörer selbst über die Intensität des Noise Cancellings bestimmt. Du hast sogar die Option, Windgeräusche zusätzlich zu reduzieren. Paradoxerweise entsteht dabei aber in unserem Test ein leises Hintergrundrauschen, weshalb wir die Option schnell wieder ausschalten.

Sennheiser HDB 630 im Test – ANC
Das ANC-Level kannst du ganz individuell anpassen. | Screenshot: Sennheiser

Möchtest du unterwegs doch einmal deine Umwelt verstehen – etwa an der Supermarktkasse –, kannst du in den Transparenzmodus wechseln. Auch er lässt sich in mehreren Stufen anpassen. Die verstärkten Umgebungsgeräusche hören sich weitestgehend natürlich an, uns stört aber auch hier ein leises Hintergrundrauschen.

Was uns noch positiv auffällt: Weder der ANC- noch der Transparenzmodus verändern den Klang hörbar.

Praxis: Akkulaufzeit und Anrufe

Der HDB 630 steht dir unterwegs zuverlässig zur Seite. Seine Akkulaufzeit beträgt rund 60 Stunden. Sennheiser gibt zwar nicht konkret an, unter welchen Umständen dieser Wert ermittelt wurde, wir gehen aber davon aus, dass er bei aktiviertem ANC gilt. Denn diese Akkulaufzeit erreichte auch schon der Momentum 4 Wireless. 60 Stunden Spielzeit sollten für die meisten Reisen ausreichen und gehören zu den besseren Werten am Markt. Unseres Wissens nach wird der HDB 630 nur noch vom Marshall Monitor III A.N.C. übertroffen, der es bei aktiviertem ANC auf 70 Stunden Laufzeit bringt.

Sennheiser HDB 630 im Test – Unterwegs
Der HDB 630 wird in einem Hartschalencase geliefert. Seine Ohrmuscheln lassen sich eindrehen, aber nicht einfalten.

Auch die Anrufqualität des HDB 630 stimmt. Auch ihm hängt der leicht blecherne Klang an, der typisch für Anrufe mit Bluetooth-Kopfhörern ist. Trotzdem gibt er deine Stimme vergleichsweise natürlich wieder. In lauten Umgebungen gelingt es ihm außerdem besser als vielen Konkurrenten, deine Stimme zu isolieren.

Bluetooth: Multitalent HDB 630

Mit Blick auf die Bluetooth-Verbindung ist der Sennheiser HDB 630 relativ modern aufgestellt. Die Funktechnologie liegt in der Version 5.2 vor: nicht die allerneueste Version, aber modern genug, dass du keinerlei Verbindungs- oder Reichweitenprobleme haben solltest. Neben den Standard-Codecs SBC und AAC unterstützt der HDB 630 aptX, aptX HD und aptX Adaptive.

aptX Adaptive am iPhone? Möglich dank Dongle

Als besonderes Extra legt Sennheiser dem Kopfhörer noch einen USB-C-Dongle bei: den Sennheiser BTD 700. Er erlaubt es dir, höherwertige Bluetooth-Codecs mit Abspielgeräten zu nutzen, die diese nicht bereits ab Werk unterstützen. So unterstützen z. B. Apples iPhones nur AAC, niemals aptX-Codecs. Mit dem Dongle kein Problem: Schließ ihn einfach ans iPhone an, und schon streamst du mit aptX. Pass nur auf, dass der kleine Stecker dir nicht aus Versehen in der Hosentasche abbricht.

Sennheiser HDB 630 im Test – Dongle und Flugzeugadapter
Neben dem Dongle wird der HDB 630 auch noch mit einem Flugzeugadapter geliefert.

Lass dich allerdings nicht (wie wir anfangs) von der langen Featureliste des Dongles blenden. Denn der BTD 700, der auch separat erhältlich ist und dann ca. 50 Euro kostet, verfügt über eine Reihe Fähigkeiten, die der HDB 630 gar nicht nutzen kann. So unterstützt der Dongle theoretisch auch die Bluetooth-Codecs aptX Lossless und LC3 sowie die neue Bluetooth-Broadcast-Technologie Auracast. Da der Kopfhörer selbst diese Technologien allerdings nicht unterstützt, kannst du sie auch nicht nutzen.

Der Dongle verfügt außerdem über einen Spielemodus, der die Latenzzeit senken soll. Wir fanden die Verzögerung zwischen Audio und Video durchaus tauglich für Spiele, das Gaming-Headset ersetzt der HDB 630 aber nicht: Sobald du die Mikrofone nutzt, sinkt die Audioqualität dramatisch.

Sennheiser HDB 630 im Test – Funktionen
Dein Handy unterstützt kein aptX Adaptive? Kein Problem – dank mitgeliefertem Dongle.

Ein Kopfhörer mit Dongle – die Idee findest du interessant? Dann schau dir auch unsere Tests des AKG N9 Hybrid und JBL Tour M3 an. Beide haben das Konzept unserer Meinung nach stimmiger umgesetzt. Dennoch: Auch der HDB 630 bietet mit seinem Dongle ein nettes Extra, das vor allem audiophile Hörer:innen ansprechen dürfte.

Die Bedienung des Sennheiser HDB 630

Viele Over-Ear-Kopfhörer haben ihre Touchfelder mittlerweile wieder gegen klassische Knöpfe und Rädchen eingetauscht. Der HDB 630 setzt für die Steuerung hingegen fast ausschließlich auf Touch. Er hat nur einen physischen Knopf, der den Kopfhörer ein- und ausschaltet sowie den Kopplungsmodus aktiviert. Alle anderen Befehle erteilst du über das Touchfeld auf der rechten Ohrmuschel. In unserem Test hat es stets zuverlässig reagiert, ob dir die Touchbedienung gefällt, ist aber Geschmackssache.

Sennheiser HDB 630 im Test – Bedienung
Den HDB 630 steuerst du primär über ein Touchfeld auf der rechten Ohrmuschel.

App

Weitere praktische Steuerungs-Optionen findest du in der Sennheiser-App „Smart Control Plus“: etwa eine visuelle Steuerung der ANC-Modi, den Crossfeed-Modus oder die verschiedenen Equalizer.

Sennheiser HDB 630 im Test – App
Sennheisers Steuerungs-App ist verständlich und übersichtlich gestaltet. | Screenshot: Sennheiser

Die App hält noch eine Reihe weiterer Funktionen parat, etwa die „Soundzonen“. Dabei nutzt der Kopfhörer deinen per GPS erfassten Standort, um zwischen von dir festgelegten Einstellungen zu wechseln. So kannst du z. B. festlegen, dass der Kopfhörer im Büro automatisch das ANC auf die höchste Stufe fährt und beim Verlassen in den Transparenzmodus wechselt.

Design: simpel und schlicht

Wie die meisten Sennheiser-Kopfhörer ist auch der HDB 630 optisch schlicht. Er besteht vollständig aus schwarzem Kunststoff und Kunstleder. Nur die silbernen Scharniere zwischen Muscheln und Bügel setzen Akzente. Verarbeitungstechnisch haben wir nichts auszusetzen. Nur etwas mehr Luxus hätten wir uns gewünscht: Neben anderen Kopfhörern in der Preisklasse, z. B. dem Sonos Ace oder Bowers & Wilkins Px7 S3, wirkt der HDB 630 doch eher lieblos.

Sennheiser HDB 630 im Test – Design
Der HDB 630 ist zwar sauber verarbeitet, aber nicht so luxuriös, wie das Preisschild hoffen lässt.

Die Ohrmuscheln des HDB 630 drehen sich sehr geschmeidig um die eigene Achse, um sich der individuellen Kopfform anzupassen. Allerdings ist der Kopfhörer auch vergleichsweise schwer, bei rund 310 Gramm Gewicht. Auf dem Kopf vergessen können wir ihn daher nie, wir empfinden ihn aber auch nach mehreren Stunden nicht als wirklich unangenehm. Dazu tragen auch die dicken Polster um Muscheln und Bügel bei. Platz für deine Ohren lassen die Muscheln allerdings nicht allzu viel. Wir empfehlen wie immer ein Probetragen.

Sennheiser HDB 630 vs. Momentum 4 Wireless

Auf den ersten Blick sieht es zwar nicht danach aus, aber: Der Sennheiser HDB 630 und Momentum 4 Wireless haben einiges gemeinsam. Beide verwenden Bluetooth 5.2 und beide unterstützen die Bluetooth-Codecs aptX und aptX Adaptive, wobei der HDB 630 zusätzlich auch noch aptX HD unterstützt. Beide Kopfhörer weisen eine Akkulaufzeit von 60 Stunden auf und können Audio sowohl per Klinke als auch per USB-C abspielen. Und beiden konnten wir im Test hervorragendes ANC bescheinigen.

Sennheiser HDB 630 im Test – vs. Momentum 4 Wireless
Der HDB 630 ist ein sehr guter Kopfhörer – aber mit dem Momentum 4 Wireless hat Sennheiser immer noch einen zweiten, deutlich günstigeren Kopfhörer im Angebot, der ihm sehr ähnlich ist.

Die größten Unterschiede finden sich dann bei Klang, Design und Preis. Klanglich setzt der Momentum 4 Wireless auf eine ähnliche Abstimmung wie die Premium-Kopfhörer von Sony, Apple und Co., mit leicht angehobenen Bässen und Höhen. Der HDB 630 klingt neutraler, dadurch aber auch nicht ganz so aufregend. Welcher Kopfhörer dir klanglich besser gefällt, dürfte Geschmackssache sein. Designtechnisch ist der Momentum 4 Wireless hingegen mit seiner Stoffbespannung definitiv hochwertiger verarbeitet.

Am Ende solltest du dann noch einen Blick auf den Preis werfen. Der HDB 630 ist mit seiner UVP von knapp 500 Euro sehr teuer, während du den Momentum 4 Wireless oft schon für unter 200 Euro erhältst. Der HDB 630 bringt zwar als nettes Extra noch den Bluetooth-Dongle mit, ob das den Aufpreis rechtfertigt, musst du aber mit dir selbst ausmachen.

Unser Fazit zum Sennheiser HDB 630

Keine Frage: Der Sennheiser HDB 630 ist ein wirklich guter Kopfhörer. Sowohl klanglich als auch mit Blick aufs Noise Cancelling liefert er eine hervorragende Leistung ab. Vor allem, wenn du deinen Sound gern audiophil-ausgeglichen magst, liegst du bei ihm richtig. Mit Kabelwiedergabe per USB-C- und Klinkenanschluss steht dem guten Ton auch nichts mehr im Wege. Dazu kommt der Dongle, der dem Sennheiser HDB 630 standardmäßig beiliegt. Auch wenn wir uns vom Zusammenspiel zwischen Dongle und Kopfhörer etwas mehr erwünscht hätten: Allein die Möglichkeit, jedem Laptop oder Smartphone mit USB-C-Schnittstelle den Bluetooth-Codec aptX Adaptive beizubringen, macht ihn zu einem willkommenen Extra.

Eins steht allerdings noch im Raum: der hohe Preis. Während der Sennheiser HDB 630 in vielerlei Hinsicht ein hervorragender Kopfhörer ist, ist er im Vergleich zu ähnlich guten Konkurrenzmodellen sehr teuer. Hoffentlich gleicht der Kopfhörer sich im Laufe seines Lebens preislich an.

HIFI.DE-Testsiegel-Over-Ear-Kopfhoerer-Sennheiser-HDB-630-9.1

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Preis 499 Euro
Kopfhörertyp Ohrumschließend
Akku-Laufzeit bis 60 Std.
Akku-Ladezeit k. A.
Schnellladefunktion 10 Min. Ladezeit = 7 Std. Spielzeit
Bluetooth-Standard 5.2
Audio-Codecs SBC, AAC, aptX Adaptive
Gleichzeitige Verbindungen Ja
Steuerungs-App Ja
Faltbar Nein
Mitgeliefertes Zubehör Hartschalencase, Flugzeugadapter, Bluetooth USB-C-Dongle, USB-C-Kabel, 3,5-mm-Klinkenkabel
Gewicht 310 g

Du suchst aktuell nach einem Kopfhörer mit Noise Cancelling, es muss aber nicht unbedingt ein Over-Ear sein? Hier findest du eine Übersicht aller ANC-Kopfhörer, die wir getestet haben:

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