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Netflix und die Preiserhöhungen: Jetzt gibt es Gegenwind

Netflix hat in den vergangenen Jahren die Preise mehrfach erhöht. Dafür bekommt der Streaming-Dienst in Italien jetzt massiven Gegenwind.
Netflix bekommt Gegenwind für seine Preiserhöhungen der letzten Jahre. Bild: Symbolbild, KI-generiert

Netflix hat in den vergangenen Jahren die Preise deutlich erhöht – zuletzt erst vor wenigen Wochen in den USA. Somit liegt nahe, dass der Streaming-Dienst auch in Deutschland innerhalb dieses Jahres wieder teurer werden dürfte. Doch es gibt auch Gegenwind. In Italien hat die Verbraucherschutzorganisation ein brisantes Gerichtsurteil erreicht. Demnach muss die Plattform Preiserhöhungen aus den Jahren 2017 bis 2024 zurückzahlen – plus möglichen Schadensersatz.

Diesen Erfolg feiert die Verbraucherschutzorganisation Movimento Consumatori (MC) in einer Pressemeldung. Allerdings ist das entsprechende Urteil gegen Netflix noch nicht rechtskräftig. So kannst du als gesichert betrachten, dass der Streaming-Dienst in Berufung gehen wird. Denn für die Plattform geht es um eine durchaus enorme Geldsumme. Zumal betroffene Abonnent:innen nicht nur Anspruch auf Rückerstattungen haben sollen, sondern auch auf eine Preisreduzierung noch laufender Abos.

Stein des Anstoßes sind die Preiserhöhungen von Netflix aus den Jahren 2017, 2019, 2021 und November 2024. Diese habe der Streaming-Dienst ohne Angaben von klaren Gründen vorgenommen, daher seien sie rechtlich unwirksam. Laut dem Gerichtsurteil muss Netflix den Inhalt des Urteils sogar auf der eigenen Website sowie in bedeutenden italienischen Zeitungen veröffentlichen. Denn so sollen bestehende und ehemalige Kund:innen über ihre Rückerstattungsmöglichkeiten Informationen erhalten.

Netflix soll pro Kunde bis zu 500 Euro erstatten

Je nachdem, was für ein Abo die italienischen Kund:innen abgeschlossen haben und wie lange es läuft bzw. lief, können sich Erstattungen von bis zu 500 Euro ergeben. Diese Gerichtsentscheidung betrifft Millionen von Menschen in Italien. Die Verbraucherschützer:innen in Italien sehen das Urteil gegen Netflix als Meilenstein an. Sie drohen allerdings schon mit einer Sammelklage, sollte der Streaming-Dienst die Geprellten nicht umgehend entschädigen und seine Preise für Betroffene senken.

Man kann daran zweifeln, dass der US-Streaming-Dienst sich davon wird beeindrucken lassen. Netflix dürfte wohl vielmehr durch alle Instanzen gehen und Geduld beweisen. Schließlich geht es hier für die Plattform nicht nur um eine hohe Geldsumme, sondern auch um einen möglichen Imageschaden. Allein ist die Plattform mit solchen Rechtsstreitigkeiten keinesfalls.

So laufen in Deutschland etwa Klagen von Verbraucherschützer:innen gegen Amazon bzw. Prime Video. Da geht es allerdings nicht um Preiserhöhungen, sondern um die Einführung der Werbung. Auch in diesem Fall ist das Ziel jedoch, Entschädigungen für die Abonnent:innen zu erreichen.

Falls ihr Geld aus den Sammelklagen erhaltet, könnt ihr es ja reinvestieren – vielleicht in Fernseher bis 2000 Euro:

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