Kurz vor Milliarden-Deal: Netflix-CEO mit gewagter Aussage wegen HBO-Übernahme
Bild: Symbolbild, KI-generiertNetflix übernimmt nach aktuellem Stand der Dinge bald das traditionsreiche Hollywood-Studio Warner Bros. Discovery. Letzteres ist für Blockbuster wie „Superman“, „Dune“ oder auch „Sinners“ verantwortlich. Es zählen aber auch Filmklassiker wie „Citizen Kane“, „Casablanca“ oder „Inception“ zum Katalog des Studios. Pikant ist an dem kommenden Milliarden-Deal: Auch der gerade erst in Deutschland gestartete Streaming-Dienst HBO Max würde damit in Netflix-Besitz übergehen. Die Marktmacht der ohnehin dominierenden Plattform würde also weiterwachsen. Doch der Co-CEO Ted Sarandos sieht darin kein Problem.
So musste der Manager sich nämlich der Befragung eines Komitees stellen. Dabei ging es auch um wettbewerbsrechtliche Bedenken. Denn wenn sich zwei mächtige Streaming-Dienste zusammenschließen, liegt es auf der Hand, dass es auch zu Missbrauch der Marktmacht kommen könnte. Für dich würde das bedeuten: Preiserhöhungen. Denn schließlich müsste sich Netflix aufgrund schwindender Alternativen weniger Sorgen darum machen, dass die Abonnent:innen abwandern. Der Chef des Streaming-Dienstes hat jedoch abgewunken. Schließlich könne jeder Haushalt mit nur einem Klick kündigen.

Zudem verwies der Manager darauf, dass Netflix und HBO weiter als separate Plattformen bestehen bleiben sollen. Die Dienste würden sich bestens ergänzen. 80 Prozent der Abonnent:innen von HBO Max hätten laut Sarandos ohnehin auch Netflix abonniert. Selbst wenn die Streaming-Angebote also verschmelzen würden, würde es eher zu Ersparnissen für die Bestandsnutzer:innen kommen, die jetzt für beide Angebote zahlen.
Netflix spricht von Mehrwerten für alle
Folgt man der Linie von Sarandos, hätte die Übernahme für die Kunden von Netflix und HBO Max also nur Mehrwerte (via Ars Technica). Du solltest dem Manager da allerdings nicht blind vertrauen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Unternehmen, nachdem so eine Übernahme dann in trockenen Tüchern ist, oft nicht an vorher getätigte Versprechen halten. Am Ende geht es eben um die Zahlen unterm Strich. So argumentiert im Übrigen auch ein anderes Studio. Paramount Skydance versucht nämlich aktuell weiterhin beharrlich, Warner Bros. Discovery und Netflix in die Parade zu fahren.
Sarandos bleibt anderer Ansicht und verweist darauf, dass Netflix nicht nur mit anderen Streaming-Diensten wie Amazon Prime Video, Disney+ oder Paramount+ konkurriere, sondern auch mit Tech-Giganten wie Google. Am Ende sei YouTube deswegen wohl der größte Rivale von Netflix und genau genommen aktuell auch der erfolgreichste Streaming-Dienst. Auch das spreche dagegen, dass eine Machtstellung auf dem Streaming-Markt entstehen bzw. missbraucht werden könne.
Letzten Endes geht es hier um ein politisches, rechtliches und wirtschaftliches Tauziehen. Sollte sich Netflix tatsächlich am Ende Warner Bros. Discovery und damit eben auch HBO Max einverleiben, rechnen wir jedenfalls eher mit steigenden Streaming-Kosten. Schließlich muss das für die Übernahme auf den Tisch gelegte Geld auch wieder hereingeholt werden. Und die Zeche zahlen am Ende die Kund:innen – wie du.
Die besten Fernseher mit Dolby Vision findest du in unserer Bestenliste: