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Personal-Schock bei Netflix: Was ist los beim Streaming-Marktführer?

Netflix streicht rund 1000 Arbeitsplätze. Der Streaming-Dienst will Kosten sparen. Doch wie blickt der Marktführer jetzt in die Zukunft?
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Netflix streicht rund 1.000 Arbeitsplätze. Bild: Dima Solomin via Unsplash

Netflix hat bestätigt, dass 1000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Der Streaming-Dienst will seine Belegschaft dadurch um rund sechs Prozent verkleinern. In einem Schreiben an die Mitarbeiter:innen begründen die Geschäftsführer Ted Sarandos und Greg Peters diesen Schritt vage mit einem sich veränderten Marktumfeld, in dem man dynamisch bleiben müsse. In den vergangenen Monaten hatten auch schon Amazon und Disney Stellen abgebaut.

Erst im September 2026 hatte Netflix in Deutschland die Preise erhöht. Offenbar ist man also gut dabei, seine Margen zu steigern. Das kann man eben einerseits über Preiserhöhungen und andererseits über die Senkung laufender Kosten erreichen. Beim Streaming-Dienst gab es die letzte größere Entlassungswelle 2022. Offenbar sah man da nun in der Chefetage den Zeitpunkt gekommen, wieder den Rotstift anzusetzen.

So ist Netflix an der Börse unter Druck geraten. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate ist der Aktienkurs des Streaming-Anbieters um satte 40 Prozent eingebrochen. So musste man zugeben, dass es der Plattform schwerfällt, die Zuschauer:innen bei Laune zu halten. Etwa brechen die meisten Abonnent:innen die Serien der Plattform schon wieder nach nur einer Staffel ab. Generell nimmt der Konsum der Haushalte nicht mehr signifikant zu. Doch die aktive Nutzung der Inhalte ist für Netflix wichtig – gerade im Hinblick auf das Ausspielen von Werbung.

Netflix will schneller wachsen

Der CO-CEO Sarandos gibt zu, dass Netflix nicht mehr so schnell wachse, wie man sich das erhofft habe. Zu einem Flop entwickelte sich da etwa auch die angestrebte Übernahme von Warner Bros. Obwohl der Streaming-Dienst sogar schon in einer E-Mail seine Kundschaft über den Deal informierte und Inhalte von Warner Bros., HBO, DC und Co. in Aussicht gestellt hatte, fiel das Ganze am Ende ins Wasser. Bekanntermaßen erhielt letzten Endes Paramount Skydance den Zuschlag.

Auch sucht Netflix immer noch nach einem neuen Serienhit wie einst „Stranger Things“, „Squid Game“ oder „Wednesday“. An deren Erfolge konnte man mit neuen Formaten zuletzt nicht mehr anknüpfen. Und auch bei den Emmys musste man sich hinter Apple TV und HBO anstellen. Auf viele Beobachter:innen wirkt es aktuell also so, als würde die Streaming-Plattform sich auf dem absteigenden Ast befinden – auch wenn das in finanzieller Hinsicht nicht gänzlich zutrifft (via Deadline).

So konnte Netflix etwa im 2. Quartal 2026 seine Einnahmen um 13 Prozent steigern – die Gewinne sogar um 33 Prozent. Finanziell läuft es also durchaus gut für den Streaming-Dienst. Doch das Gefühl am Markt ist derzeit eben ein anderes. Nun muss man also nachlegen. Ob die Entlassungen dabei wirklich helfen werden, bleibt abzuwarten.

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