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Marshall Acton IV im Test: Die Alternative zum Kilburn III?

Wer nach einem kompakten Bluetooth-Lautsprecher sucht, der nicht unbedingt über einen Akku verfügen muss, wird beim Acton IV fündig. Wir haben ihn getestet.
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Marshall Acton IV Titelbild | HIFI.DE Test
Gewicht
2,65 kg
Akku-Kapazität / Laufzeit
–
Wasser- und Staubschutz
Nein
Anschlüsse / Schnittstellen
Bluetooth 5.3, 3,5-mm-Klinke
Steuerungs-App
Marshall Bluetooth-App
Abmessungen (BxHxT)
325 mm x 250 mm x 214 mm
Preis
299 Euro
In Kürze
Der Marshall Acton IV überflügelt seinen Vorgänger in fast jeder Kategorie. Mit neuen Bluetooth-Funktionen, flexiblerer Bedienung und einer verbesserten Konstruktion ist der Acton die stationäre Lösung für stilbewusste Musikliebhaber:innen, die auf einen Akku verzichten können.
Vorteile
  • Nuancierter, angenehmer Klang
  • Klinkeneingang
  • Schickes Design im typischen Marshall-Look
  • Haptische Bedienelemente überzeugen
Nachteile
  • Kein Akku
  • Kein WLAN, Home-Einbindung nur mit Marshall Heddon
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Bluetooth-Lautsprecher ohne Akku sind rar gesät. Schließlich betrachten die meisten den BT-Speaker als mobile Alternative zu ihrem heimischen Soundsystem. Oder zu Hause wartet ein ausgeklügeltes Setup an WLAN-Lautsprechern auf den alltäglichen Gebrauch. Der Marshall Acton IV füllt genau diese Lücke und will als stationäre Alternative zum Kilburn III überzeugen. Wie gut die Box ist, erfährst du hier im Test.

Den Marshall Acton IV erhältst du bei MediaMarkt günstiger:

Marshall Acton IV im Klangtest: Mehr Kontrolle, mit Limitationen

Los geht’s mit dem Klangtest und einer Eigenschaft, die sich Acton IV und der größere Stanmore IV in dieser Generation teilen. Bei beiden Modellen ist die Bassreflexöffnung nämlich von der Rückseite auf die Unterseite gewandert. Das soll eine Platzierung des Bluetooth-Lautsprechers direkt an der Wand – etwa im stabilen Regal – erleichtern, verändert aber natürlich auch das Abstrahlverhalten im offenen Raum.

Marshall Acton IV – Testsituation
Wir platzieren den Acton IV im Hörraum an unterschiedlichen Orten, um seine Flexibilität zu erproben.

Hier distanziert Marshall die Homeline-Speaker, also die Bluetooth-Boxen ohne Akku, klar von der akkubetriebenen Lifestyle-Reihe um Kilburn III und Stockwell III. Letztere spielen in dieser Generation nämlich noch unkritischer in alle Richtungen auf und beschallen auch nach hinten verlässlich und balanciert.

Stanmore vs. Acton: Größenunterschied hörbar

Im Hörraum platzieren wir den Acton IV neben dem Stanmore IV, um Unterschiede im Klangbild, in den Stärken und Schwächen der jeweiligen Lautsprecher herauszuarbeiten. Schon gleich der erste Song, Rides I Came to See the Wreck, zeigt, aus welchem Holz der Acton IV geschnitzt ist. Im Vergleich zum Stanmore IV arbeitet der Acton IV hier etwas detaillierter und nuancierter, lässt Mitten und Höhen mehr Raum, gerät aber auch lautstärketechnisch früher an seine Grenzen.

Marshall Acton IV – Vergleich mit Stanmore
Natürlich bringt der größere Stanmore IV mehr Wucht mit. Allerdings spielt der Acton IV etwas nuancierter auf.

Wo der Stanmore IV einen starken Fokus auf die Tiefen legt, hier auch bei erhöhtem Volumen noch relativ kontrolliert abliefert und definitiv geeignet ist, eine kleine Party akustisch auszustatten, empfiehlt sich der Acton IV eher als musikalischer Begleiter für aufmerksame Hörsessions. Klanglich erinnert er damit stärker an den Kilburn III.

Marshall Acton IV – Bassreflexöffnung
Die Bassreflexöffnung findet sich beim Acton IV jetzt auf der Rückseite.

Weiter geht’s im Hörtest mit Caroline Polacheks Bunny is a Rider und Metronomys Whitsand Bay, dynamische Produktionen, die den Acton IV dennoch nicht überfordern. Teilweise kommt dem Acton IV hier der Punch abhanden, den wir beim Stanmore IV noch loben. Insgesamt steht aber auch Pop-Musik dem Acton IV sehr gut zu Gesicht. Ein großer Vorteil, den die Marshall-Homeline gegenüber großen Teilen der Konkurrenz hat, ist die recht unkomplizierte Klanganpassung – in der App und am Gerät. Und mit der machen wir jetzt auch weiter.

Du suchst eher nach einem tragbaren Bluetooth-Lautsprecher? Ein Großteil der Modelle, die wir getestet haben, hat einen Akku und kann mit dir auf Reise gehen:

Bedienung: Hochwertige Dreher und solide App

Ein Highlight erwartet uns im Test direkt bei der Bedienung am Gerät. Hier finden sich nämlich die Marshall-typischen Drehregler, mit denen du direkt an der Box Tiefen, Höhen und Lautstärke einstellen kannst. Beachte dabei aber, dass die Einstellungen am Gerät unabhängig von denen in der App vorgenommen werden. Du solltest hier also idealerweise beide Variablen im Blick behalten, wenn du den Klang anpasst.

Marshall Acton IV – Bedienfeld
An die Bedienelemente von Marshall kommt kaum ein Konkurrent heran. Auch der Acton IV bietet hier das volle Programm.

Neu ist beim Acton der vierten Generation der „M“-Knopf auf dem Bedienelement, der als Shortcut direkt zu einzelnen EQ-Presets in der App führt. Du kannst hier gleich drei Profile des Fünf-Band-Equalizers abspeichern und mit dem „M“-Knopf durch diese navigieren. Das gefällt besser als etwa beim Sony Ult Field 5, wo der „Ult“-Knopf lediglich alternative Bassverstärkungen aktiviert, aber keine Personalisierung zulässt.

Ansonsten findest du in der App noch einen Standby-Timer, einen Dimmer für die LEDs am Gerät und die Möglichkeit, den Klang an die Positionierung im Raum anzupassen. Der Acton IV hat kein Mikrofon, hier findet also keine Raumeinmessung statt. Vielmehr teilst du der App mit, ob der Acton IV nah einer Wand oder am Rand eines Regals steht, woraufhin automatische Anpassungen am Sound vorgenommen werden.

Wichtig: Für die Homeline-Reihe brauchst du eine andere App als für Kilburn III und Co. Während letztere über „Marshall Bluetooth“ personalisiert werden können, ist für erstere die „Marshall“-App mit goldenem Logo notwendig.

Neben den drei Drehreglern hinterlassen auch die übrigen Bedienelemente einen guten Eindruck. Ein Kippschalter lässt dich die Wiedergabe steuern, während ein Hebel mit angenehmem Widerstand als On/Off-Button fungiert. Das Retro-Design spiegelt sich also auch in der Bedienung des Acton IV wider.

Design und Verarbeitung: makellos mit klarem Stil

Auch abseits der hochwertigen Bedienelemente überzeugt der Acton IV im Test mit einer gefälligen Haptik und Optik. Das typische Verstärker-Design samt Kunstlederüberzug ist schlicht, gleichzeitig aber definitiv nicht beliebig und für stilbewusste Nutzer:innen sicherlich ein großes Kaufargument. Als stationäre Musikbox wird dem Acton IV schließlich aller Voraussicht nach auch ein fester Platz zugewiesen, den er dann auch schmücken soll.

Marshall Acton IV – Vorne links
Wer Marshall bestellt, bekommt auch Marshall. Der Acton IV unterscheidet sich optisch kaum vom Vorgängermodell.

Wer mit dem massiven Look eines schwarzen Lautsprechers nichts anfangen kann, bekommt beim Acton IV auch eine alternative Farbe geboten. Bei der Cream-Version sind das Kunstleder und einige Details an den Reglern in hellem Beige gehalten. Ansonsten bleiben die Bedienelemente aber auch hier goldfarben. Weil der Acton IV aber in den meisten Fällen nicht das Haus verlassen sollte, verzichtet Marshall hier auf eine Wasserschutzklasse. Wenn es der Bluetooth-Speaker also mal samt Verlängerungskabel in den Garten schafft, solltest du ihn bei einem Regenschauer rasch in Sicherheit bringen.

Kein Akku, kein Problem: Die Ausstattung des Acton IV

Weil an Bord des Acton IV kein Akku haust, ist im Lieferumfang natürlich ein Netzkabel enthalten. Tatsächlich wiegt der Acton IV dank des fehlenden Akkus auch knapp 250 Gramm weniger als der etwas kleinere Kilburn III. Der Anschluss dafür ist zusammen mit der Bassreflexöffnung auf die Unterseite des Lautsprechers umgezogen und wartet da neben einem RCA-Eingang für Plattenspieler und Co. auf den Gebrauch. Bei der Einrichtung musst du hier also darauf achten, dass die Kabel nicht mehr direkt von der Rückseite des Geräts hinabgeführt werden müssen.

Marshall Acton IV – Anschlüsse
Die meisten Anschlüsse finden sich jetzt auf der Unterseite des Acton IV. Dank der kleinen Standfüße gelingt das Kabelmanagement trotzdem problemlos.

Direkt neben den Bedienelementen auf der Oberseite findest du zudem noch einen herkömmlichen 3,5-Millimeter-Anschluss und eine Quellen-Anzeige, die dir zeigt, von wo deine Musik gerade kommt. Wählst du Bluetooth, versteht der Acton IV neben SBC und AAC auch den höherauflösenden Codec LDAC. Im Übrigen soll der Acton IV auch Auracast verstehen, allerdings finden wir dafür in der App – anders als bei Stockwell III und Co. – zum Zeitpunkt des Tests kein dediziertes Menü. Sollte sich das ändern, informieren wir dich hier darüber.

Noch smarter mit Heddon: Marshalls Streaming-Hub

Ein möglicher Grund für die fehlende native Integration von Auracast-Streaming in der App ist der Marshall-Heddon. Als Musik-Hub mit WLAN-Unterstützung stattet das Gerät deine Marshall-Lautsprecher via Auracast mit Musik aus und versteht neben analogen Quellen auch AirPlay und Google Cast.

Marshall Acton IV – Von Hinten
Wer gern auch hinter der Bluetooth-Box vollen Sound haben möchte, sollte den Kilburn III dem Acton IV vorziehen.

Ein vollwertiger Ersatz für ein WLAN-Multiroom-System ist der Heddon sicherlich nicht, immerhin kannst du mit ihm die Wiedergabe über WLAN steuern. Weil der Acton IV selbst kein WLAN unterstützt, kommt die Wiedergabe bei ihm aber eben doch via Bluetooth an. Auf eine bessere Wiedergabequalität via WLAN musst du also verzichten.

Was passt zu mir – Kilburn III, Acton IV oder Stanmore IV?

Mit 299, 349 und 399 Euro UVP liegen Kilburn III, Acton IV und Stanmore IV ziemlich nah beieinander. Der Kilburn III ist nicht selten auch schon für unter 300 Euro zu haben, kann also als direkter Konkurrent für den Acton IV aus dem eigenen Haus durchgehen. Deine Kaufentscheidung solltest du dabei im Endeffekt davon abhängig machen, wofür du deinen neuen Bluetooth-Lautsprecher benutzen möchtest.

Marshall Acton IV – Vergleich mit Stanmore IV
Mit seiner Basswucht geht der Stanmore IV glatt als Partybox-Ersatz durch. Der Acton IV hingegen ist eine richtig gute, stationäre Alternative zum Kilburn III.

Soll der Bluetooth-Lautsprecher dich auch auf Reisen oder im Park begleiten, führt natürlich kein Weg am Kilburn III (oder einer günstigen Alternative) vorbei. Klanglich spielt der Kilburn III ungefähr auf einem Niveau mit dem Acton IV, reicht in der Maximallautstärke aber nicht ganz an den Acton IV heran. Beim Acton IV bekommst du mehr Klangvolumen fürs Geld, verzichtest aber trotz des überschaubaren Formfaktors auf die Mobilität.

Wenn dein neuer Bluetooth-Lautsprecher hingegen eher als stylisher Partybox-Ersatz im Verstärker-Look gedacht ist, und dir der Marshall Bromley 750 zu groß ist, bist du mit dem Stanmore IV gut aufgestellt. Dank Bluetooth- und Auracast-Support sind – jedenfalls in der Theorie – auch alle drei Speaker miteinander und mit Heddon kompatibel, lassen sich also auch in ein bestehendes Marshall-System integrieren.

Unser Testfazit zum Marshall Acton IV

Der Generationenwechsel hat dem Acton gutgetan. In der aktuellsten Version gesellen sich mit „M“-Button und potenziellem Auracast-Support gleich zwei sinnvolle Features dazu, die den Acton IV nicht nur flexibler als seinen Vorgänger machen, sondern auch die Kompatibilität zum restlichen Portfolio (und zukünftigen Produkten) garantieren sollten.

Auch das aktualisierte Gehäuse samt neu platzierter Bassreflexöffnung wirkt stimmig und angesichts des fehlenden Akkus für die mobile Nutzung stimmig. Schade finden wir hingegen, dass Marshall den Umweg über den externen Heddon geht, anstatt die Boxen direkt mit WLAN-Support auszustatten. So wirkt das Gesamtkonzept – auch wegen der unübersichtlichen Auracast-Situation – noch etwas unübersichtlich. Wir lassen uns aber gern eines Besseren belehren und warten zukünftige Software-Updates ab.

HIFI.DE Testsiegel Bluetooth-Lautsprecher Marshall Acton IV 8.6

Aktuelle Angebote für den Marshall Acton IV findest du bei MediaMarkt:

Technische Daten
Gewicht 2,65 kg
Akku-Kapazität / Laufzeit –
Wasser- und Staubschutz Nein
Verfügbare Farben Schwarz, Cream
Leistung 110 W
Anschlüsse / Schnittstellen Bluetooth 5.3, 3,5-mm-Klinke
Steuerungs-App Marshall Bluetooth-App
Stereo-Modus verfügbar (Mit weiteren Speakern) Nein
Mikrofon Nein
Trage-Vorrichtung Nein
Abmessungen (BxHxT) 325 mm x 250 mm x 214 mm
Preis 299 Euro

Du willst doch lieber einen WLAN-Lautsprecher für dein Wohnzimmer? Dann wirst du in unserer Bestenliste aller getesteten Modelle sicher fündig:

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