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LG-TVs: Unterstützung für Nvidia G-Sync angekündigt

Gute Nachrichten für PC-Gamer mit LG OLED-TVs: Nvidia und LG wollen mit der Unterstützung von G-Sync für flüssigeres Gaming am Fernseher sorgen. Wie funktioniert die Technik?
LD OLED TV Quelle: LG

Praktisch alle TV-Hersteller achten bei ihren Top-Modellen neben einem guten Fernsehbild auch auf die Gaming-Tauglichkeit der Fernseher. Dass es dabei nicht immer um Konsolen gehen muss, beweist die nun angekündigte Kooperation von LG und Nvidia. Per Firmware-Update sollen die 2019er-OLED-Modelle von LG in Zukunft den von Nvidia entwickelten G-Sync-Standard unterstützen.

G-Sync bietet auf kompatiblen Geräten eine deutlich flüssigere Darstellung ohne Microruckler und Screen-Tearing. Der Anschluss eines Gaming-PCs an den großen TV wird damit attraktiver.

Nvidia G-Sync gegen Screen Tearing und Ruckler

Nvidia G-Sync gleicht die Bildwiederholrate des Displays in Echtzeit mit der aktuellen Bildrate im Spiel ab. Liefert die Grafikkarte also in einer Spielszene 44 Bilder pro Sekunde, wird das Display dementsprechend auf 44 Hertz gedrosselt.

Das Ergebnis ist ein vor allem bei niedrigen Bildraten deutlich flüssigeres Spielgefühl. Auch “zerrissene” Bilder (Screen Tearing) werden durch die Anpassung der Bildrate vermieden. Insbesondere Spiele, die nicht konstant mit 60 oder 120 Bildern pro Sekunde dargestellt werden können, profitieren von G-Sync. Wie das System funktioniert, legt Nvidia in einem Video näher dar.

Laut Nvidia eignen sich die LG-Fernseher aufgrund ihrer hohen Variabilität in puncto Bildfrequenz besonders gut für G-Sync. Bei 4K-UHD-Auflösung liegt die Bildwiederholrate der 2019er LG OLEDs bei 60 Hertz, bei der vor allem im PC-Gaming häufig verwendeten WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) sogar bei 120 Hertz. Damit fällt die Eingabeverzögerung – und damit einer der potenziell größten Störfaktoren im Gaming – auf den LG-Geräten bereits ab Werk überaus gering aus.

Die aktuelle OLED-Reihe von LG setzt zudem bereits auf den aktuellen HDMI-2.1-Standard. Die Fernseher unterstützten damit die unter anderem von der Xbox One X verwendeten Funktionen wie Auto Low Latency Mode (ALLM, quasi ein automatischer Gaming Modus) und Variable Refresh Rate (VRR, in einem Bereich von 40 bis 120 Bildern pro Sekunde).

TV-Premiere für Nvidia G-Sync

Mit der baldigen Erweiterung um G-Sync-Tauglichkeit werden die LG OLEDs nun auch für PC-Gamer mit Nvidia-Grafikkarten deutlich interessanter. Laut LG sollen die OLED-Serien C9 (55, 65 und 77 Zoll) und E9 (55 und 65 Zoll) ein entsprechendes Update erhalten. Ob dieses auch für andere LG-Fernseher mit HDMI 2.1 erscheint, etwa die hauseigene Nano-Cell-LCD-Serie, hat LG bislang nicht verraten.

Damit das Feature funktioniert, braucht es aber auch einen entsprechenden PC, in dem mindestens eine Nvidia RTX-Grafikkarte der 20-Serie werkeln muss. Die prinzipiell ebenfalls G-Sync-tauglichen Vorgängermodelle aus der GTX-10er-Serie sind von der Funktion ausgeschlossen.

Jetzt ansehen: Die LG-OLED-Fernseher 2019

Die Einführung von G-Sync im TV-Bereich ist dennoch bemerkenswert. Bislang kam die proprietäre Technologie vornehmlich in Gaming-Monitoren zum Einsatz. Einige große Displays mit 65-Zoll-Bilddiagonale wurden zwar ebenfalls angekündigt, die dürften ob ihres Preises und fehlender TV-Funktionalität aber nur echten Enthusiasten gefallen.

LG und Nvidia planen die Veröffentlichung des G-Sync-Updates für das vierte Quartal 2019.

Wäre die G-Sync-Tauglichkeit für dich ein Grund, deinen Gaming-PC an den TV zu klemmen? Verrate uns deine Meinung in den Kommentaren.

Weiterführende Links:
» TÜV Rheinland zeichnet OLED-Panels von LG aus
» Samsung rüstet 8K-Fernseher kostenlos mit HDMI 2.1 nach
» Zur Website von LG

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