Bose SoundTouch: Erst intelligent, dann dumm – was wird aus den Lautsprechern?
Bild: BoseBose hatte bis 2023 smarte Lautsprecher der Reihe SoundTouch angeboten. Im vergangenen Jahr überraschte der US-Hersteller dann mit einer Hiobsbotschaft. Bereits ab dem 18. Februar 2026 wollte der Anbieter nämlich die Cloud-Dienste der Smart-Speaker abschalten. Aus intelligenten sollen so „dumme“ Lautsprecher werden. Für Besitzer:innen der Geräte ist das natürlich ein herber Schlag. Inzwischen lenkt die Audiomarke zumindest ein wenig ein. Denn man hat immerhin die Gnadenfrist verlängert.
Laut der offiziellen Support-Website werden die Cloud-Dienste der SoundTouch-Modelle erst am 6. Mai 2026 deaktiviert. Das ist zwar ein kleiner Trost, da die smarten Lautsprecher einige weitere Monate ihren Funktionsumfang behalten, ändert aber nichts am grundlegenden Dilemma. So zeigt Bose mit seinem drastischen Vorgehen, dass du dich im Zweifelsfall bei smarten Geräten nicht darauf verlassen kannst, dass diese auch Jahre nach dem Kauf ihren vollen Funktionsumfang behalten. Bist du von Cloud-Funktionen abhängig, dann schwebt über dir stets das Damoklesschwert. Denn der Hersteller kann nach eigenem Gutdünken jederzeit den Stecker ziehen.

Im Falle der Bose SoundTouch fallen nicht etwa kleinere Zusatzfunktionen weg, sondern Kern-Features. Dazu zählen etwa der direkte Zugriff auf das Internetradio und Streaming-Dienste, Verwaltungs- und Einstellungsmöglichkeiten über die App und weitere Online-Funktionen. Die smarten Lautsprecher werden letzten Endes zu ziemlich simplen Lautsprechern. Immerhin bleiben einige Features auch nach der Cloud-Abschaltung erhalten.
Bose SoundTouch: Diese Funktionen kannst du weiterhin nutzen
So wirst du auch in Zukunft mit den Bose SoundTouch Apple AirPlay 2 nutzen können. Die kabellose Übertragung aus externen Streaming-Apps wird natürlich ebenfalls weiterhin möglich sein. Auch das Gruppieren von Lautsprechern bleibt erhalten. Updates sollen die Speaker jedoch nicht mehr erhalten. Der Hersteller will das Kapitel SoundTouch also immer noch abschließen. Drittentwickler:innen will man aber Zugriff auf die Programmierschnittstelle (API) geben. Somit wäre es möglich, dass die Community einspringt und alternative Anwendungen aus der Taufe hebt.
In den gängigen Communitys sind die Käufer:innen der Bose SoundTouch dennoch frustriert. Viele bemängeln, dass sie keine simplen Bluetooth-Lautsprecher, sondern Smart-Speaker erworben hätten. Der Hersteller lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken. Stattdessen betont der US-Anbieter, dass der weitere Betrieb der Cloud-Infrastruktur schlichtweg nicht mehr wirtschaftlich sei. Am Ende sind die Kund:innen also Opfer des Kalküls.
Dass du bei anderen Anbietern vor diesem Vorgehen sicher bist, würden wir mal ausschließen. Trotzdem gibt es hier die besten Smart Speaker, die wir kennen: