Startseite HiFi Elektronik Vollverstärker Aus für 6007-Serie: Marantz stellt Model 70 und CD 70 vor

Aus für 6007-Serie: Marantz stellt Model 70 und CD 70 vor

Sechs Jahre lang stellten PM6007 und CD6007 den HiFi-Einstieg bei Marantz dar. Diese Aufgabe übernehmen ab sofort Marantz Model 70 und CD 70.
Marantz Model 70 und Marantz CD 70 vorgestellt Bild: Marantz

Seit ihrem Launch im Jahr 2020 haben sich der Verstärker PM6007 und der CD-Player 6007 als treue Spielpartner in unzähligen HiFi-Anlagen eingenistet. Ihre Ablösung kommt nun in Form des Marantz Model 70 und des Marantz CD 70. Ihr Äußeres passt sich dem aktuellen Firmendesign an und die Technik wurde verfeinert. Durch die nicht weiter überraschende Preiserhöhung rutscht der Model 70 noch ein Stück näher an den Stereo 70s. Wo die Unterschiede liegen und was die beiden Neulinge im Einzelnen versprechen, verraten wir dir hier.

Marantz Model 70 – gehobener Einstiegs-Amp für HiFi-Fans

Der Marantz Model 70 bietet jeweils drei Hochpegelquellen ein Cinchpärchen als Eingang – also einen weniger als beim PM6007, dessen Record-In und Record-Out komplett wegfallen. Vermutlich wurde das Feature immer weniger genutzt. Stattdessen wurde der Hochpegel-Ausgang gegen einen Vorverstärker-Ausgang getauscht, an dem du nun deine Endstufen hängen kannst, solltest du größere Lautsprecher antreiben wollen. Geblieben ist dir hingegen der Phono-Eingang für deinen Plattenspieler mit MM-System. Der interne DAC basiert auf einem Chip von ES Sabre. Genaue Informationen zum Typ durfte man bei der Vorstellung nicht verraten, allerdings soll er mit Datenströmen bis 384 kHz und 24 Bit klarkommen. Für digitale Kost bietet dir der Marantz Model 70 einen koaxialen, einen optischen und einen HDMI-ARC-Eingang.

Marantz Model 70 Anschlüsse auf Rückseite
Am Marantz Model 70 finden die meisten der üblichen Musikquellen Platz. | Bild: Marantz

Eine schöne Neuerung gibt es in Form bidirektionalen Bluetooths samt aptX Adaptiv und aptX HD. Du kannst deine Musik also nicht nur per Bluetooth an den Verstärker schicken, sondern auch andere angeschlossene Quellen über deine Bluetooth-Kopfhörer genießen, wenn es etwa zu spät für Beschallung mit deinen Boxen geworden ist.

Im Vergleich zum Vorgänger verlierst du zwar das zweite Paar Lautsprecherklemmen, gewinnst aber ein paar wichtige Schnittstellen – und fünf Watt pro Kanal: Denn der Model 70 verspricht 2 × 50 Watt Leistung an acht Ohm statt 45 Stereowatt des PM6007. Wie sehr dieser Leistungs-Boost ins Gewicht fällt, hängt stark von deinen Lautsprechern ab, überschätzen solltest du die Auswirkungen jedoch nicht:

Die Endstufenschaltung im Model 70 basiert weiterhin auf der HDAM-SA3-Technologie seines Vorgängers. Allerdings wurde die Kapazität der Kondensatoren erhöht und die Signalwege auf dem Board verkürzt, was geringe Widerstände und somit einen knackigeren Bass bewirken soll. Die ursprünglich analoge Lautstärkeregelung wurde gegen eine digitale ersetzt, die ebenfalls den Signalweg verkürzen und für mehr klangliche Transparenz sorgen soll.

Preisfrage: Model 70 oder doch Stereo 70s?

Der Verstärker Marantz Model 70 wird 850 Euro kosten, was ihn (nur) 150 Euro günstiger macht als seinen Kollegen Marantz Stereo 70s. Auch er ist ein Class-A/B-Verstärker, liefert aber gleich 75 Watt pro Kanal und kann zudem mit deutlich mehr Schnittstellen (allein sieben HDMI-Eingängen) und der Integration ins HEOS-Streaming-System aufwarten. Als solcher ist er ein Mix aus Streaming-Verstärker und Stereo-AV-Receiver.

Marantz Model 70 silber front
Der Model 70 passt jetzt ins moderne Design der restlichen Marantz-Verstärker. | Bild: Marantz

Laut Marantz richtet sich der Model 70 eher an HiFi-Einsteiger:innen, während der Stereo 70s als „Home-Entertainment“-Zentrale konzipiert ist. Entsprechend soll der Model 70 klanglich ausgereifter sein, was wir möglichst bald in einem Vergleichstest überprüfen werden. Spannend wird hier auch der Vergleich zum Denon PMA-900H, der ähnlich viel kostet wie der Model 70, aber auf dieselbe Streaming-Plattform zugreift, wie der Stereo 70s – und letzteren klanglich schlug. Übrigens: Der nächste Artverwandte des Model 70 als streamingloser Stereo-Verstärker wäre der Marantz Model 50 für 2000 Euro.

Marantz CD 70 – klassischer CD-Player mit neuem DAC

Der CD 70 soll optisch zum Model 70 passen und deine CDs durch seine verbesserte Clock und D/A-Wandlung noch sauberer und präziser auslesen. Wie schon bei seinem Vorgänger Marantz CD6007 hast du die Wahl, deine Musik analog via Cinch oder digital via Koax oder TOSlink auszugeben. Bei der Vorstellung der Produkte riet man uns aber dazu, im Zusammenspiel mit dem Model 70 die analoge Verbindung zu wählen, da der DAC im CD-Player noch eine Spur besser sei als jener im Verstärker.

Marantz CD 70 mit Kopfhörer
Über den Marantz CD 70 kannst du deine Musik auch direkt an deine Kopfhörer schicken. | Bild: Marantz

Leider kannst du diesen DAC nur für deine CDs oder auf einem USB-Stick gespeicherte Musik nutzen. Andere Digitaleingänge bietet der CD-Player nicht. Dafür unterstützt der USB-Eingang auf der Front auch DSD-Files mit bis zu 5,6 MHz. Ebenfalls erhalten blieb die große Klinkenbuchse auf der Front, über die du deinen HiFi-Kopfhörer verbinden kannst. Ein kleines Volumenrad daneben ermöglicht dir, die Lautstärke anzupassen. Der Marantz CD 70 wird 600 Euro kosten. Sein Vorgänger CD6007 ist aktuell mit 519 Euro gelistet. Beide neuen Modelle wird es in Silber oder Schwarz geben.

Falls du die vermutlich letzte Chance nutzen möchtest, dir die Vorgänger zum Auslaufrabatt zu sichern, findest du sie hier im Angebot:

Bis wir uns selbst ein Bild vom Marantz Model 70 machen konnten, findest du weitere von uns getestete HiFi-Verstärker, hier, in unserer Bestenliste:

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