Apple AirPods 5 im Test: Mit kabellosem Case die Besten ihrer Art!
- Bluetooth-Standard
- 5.3
- Akku-Laufzeit
- 5 Std., mit Ladecase bis zu 22 Std. (bei eingeschaltetem ANC)
- Schnellladefunktion
- 5 Minuten Laden für 1 Stunde Wiedergabe
- Noise Cancelling
- Ja
- Codecs
- SBC, AAC
- Preis
- 169 Euro
Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase liefern das beste ANC aller halboffenen Kopfhörer und schließen dank iOS 27 auch in puncto Soundpersonalisierung langsam zur Konkurrenz auf. Vor dem Kauf solltest du dich ausführlich über die Unterschiede zur Basisversion informieren – hier weicht nämlich nicht nur das Case ab.
- Starker, recht kontrollierter Klang
- Exzellenter Transparenz-Modus, gutes ANC
- Jetzt mit Equalizer
- Einige Features fehlen mit Android-Geräten
Die Apple AirPods 5 mit kabellosem Ladecase sind Apples neues Flaggschiff im Sektor halboffener In-Ears. Warum wir das kabellose Ladecase so hervorheben? Weil damit auch weitere Features einhergehen, die der Basis-Version vorenthalten bleiben. Mehr Akkulaufzeit und mehr Touch-Features dürften schließlich auch Nutzer:innen reizen, die mit kabellosem Laden nichts anfangen können. Lohnt sich der Aufpreis also in jedem Fall? Hier ist der Praxistest.
Hier kannst du die Apple AirPods 5 mit kabellosem Ladecase kaufen:
AirPods 5 mit kabellosem Case im Klangtest: Noch besser?
Schon die AirPods 4 ANC konnten klanglich angesichts ihres kompakten Formfaktors und der halboffenen Bauweise durchweg überzeugen. Genug Power in den Tiefen traf hier auf relative Genauigkeit in Höhen und Mitten, was jedenfalls Pop und Hip-Hop gut zu Gesicht stand. Bei den AirPods 5 sieht der Gesamteindruck ganz ähnlich aus. Wir starten mit Caroline Polacheks Bunny Is A Rider in den Hörtest, um sowohl Vocals als auch Bässe auf die Probe zu stellen.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Polacheks Stimme nimmt einen zentralen Platz auf der breit geratenen Klangbühne ein und klingt dabei unmittelbar und klar. Das Zupfen des Basses bleibt akzentuiert, organisch und leidet kaum unter der Vehemenz, mit der die AirPods 5 in den Tiefen arbeiten. Besonders die Stereo-Abbildung macht hier wieder einen hervorragenden Eindruck, was uns Polacheks Welcome To My Island postwendend bestätigt.
Aber haben die AirPods 5 auch da zulegen können, wo es bei den AirPods 4 noch gehapert hat? Besonders dichte Rock-Produktionen mutierten über die AirPods der vierten Generation schnell zu undurchdringbaren Wänden aus Klang. Die AirPods 5 bahnen uns – im Klangtest wieder mit Rides I Came to See the Wreck – schon eher einen kontrollierten Weg durch die herausfordernde Klangkulisse derartiger Rock-Kompositionen.

Die Buds lösen etwas feiner auf und sorgen trotz der Dichte im klanglichen Korsett für einen selbstbestimmteren Auftritt einzelner Frequenzen. Fairerweise müssen wir an dieser Stelle aber auch ein Feature hervorheben, das mit iOS 27 nicht nur die AirPods 5 lernen, sondern auch die älteren AirPods 4: den Drei-Band-EQ. Auf diesen gehen wir weiter unten noch weiter ein, aber er sorgt natürlich auch bei den überholten AirPods 4 für noch mehr Spielraum in der klanglichen Abbildung.
Die besten In-Ears auf einen Blick findest du in unserer Bestenliste zum Thema:
Bedienung: Mehr Optionen mit der Premium-Version
Zur Konfiguration und Steuerung der AirPods 5 mit kabellosem Ladecase findest du in den Einstellungen deines iOS-Geräts ein dediziertes Menü. Hier kannst du die Touch-Befehle einsehen, 3D-Audio regeln und den Klang sowie die allgemeine Funktionsweise der Buds personalisieren. Und hier finden sich gleich mehrere nennenswerte Neuerungen.
In puncto Touch-Bedienung lernen die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase von den AirPods Pro 3 – und zwar das Steuern der Lautstärke über Wischgesten. Etwas kurios ist dabei, dass die AirPods 5 ohne kabelloses Ladecase diese Touch-Gesten nicht verstehen. Um Enttäuschungen vorzubeugen, solltest du hier beim Kauf also besonders genau hinsehen.
Die Steuerung über Touch-Kommandos an sich lässt sich in den Einstellungen am iOS‑Gerät personalisieren, auch wenn dir dabei nicht ganz so viele Freiheiten gewährt werden, wie es zum Beispiel bei den Sennheiser Momentum True Wireless 5 der Fall ist. Dafür kannst du hier Intensität und Dauer der Touch-Befehle definieren und die Earbuds so an dein eigenes Bedienverhalten anpassen.
Ab iOS 27: Endlich ein Equalizer für die AirPods 5!
Damit haben wir beim besten Willen nicht mehr gerechnet. Apple liefert mit iOS 27 endlich einen integrierten und manuellen Equalizer, der dich das Klangbild selbst anpassen lässt. Presets für bestimmte Genres oder gar die Möglichkeit, mehrere eigene Profile abzuspeichern, spart sich der Hersteller zwar noch auf, aber immerhin ein praktischer Drei-Band-EQ steht jetzt endlich als Alternative zum Klangbild ab Werk zur Verfügung.
Und das ändert einiges. Dem Bassfokus der AirPods 5 kann so ohne Probleme Einhalt geboten werden, wenn es das Genre verlangt. Praktisch: Die aktuelle Wiedergabe wird im Menü ebenfalls angezeigt und auf einzelnen Frequenzen abgebildet. So kannst du Veränderungen am Klang noch bewusster vornehmen und einordnen.
Der Live-Dolmetscher ist immer noch am Start
Vom Vormodell erhalten bleibt der Live-Dolmetscher, der nun ja – nach anfänglichen Limitationen – auch in der EU vollumfänglich unterstützt wird. Das ist praktisch, erleichtert mit einem iPhone in der Hand die Kommunikation im Ausland ungemein und lässt sich sogar für Anrufe nutzen. Dann profitiert sogar dein Gegenüber davon. Gesprochenes wird von einer künstlichen Stimme dann nämlich simultan an deine Gesprächspartner:innen übersetzt weitergegeben.
Lohnen sich AirPods mit einem Android-Gerät?
Die Frage aller Fragen: Lohnt sich AirPods 5 mit einem Android-Telefon? Die Frage beantworten wir wie immer mit einem emphatischen „Nein“. Neben dem neuen Equalizer entgehen dir dann nämlich auch der Live-Dolmetscher, die Personalisierung der Touch-Bedienung, Head-Tracking für 3D-Audio und einiges mehr.

Da lohnt es sich nicht, das zusätzliche Geld für Marke und Design in die Hand zu nehmen. Eine kompetente Alternative im halboffenen Sektor wären insbesondere die Galaxy Buds4, die uns Anfang 2026 positiv überraschen konnten.
Wenn es aber unbedingt AirPods sein sollen, können wir dich jedenfalls in einer Hinsicht beruhigen: Du wirst die AirPods 5 ohne Probleme auch mit einem Android-Gerät koppeln und nutzen können. Und auch die ANC-Nutzung ist dank Touch-Steuerung natürlich auch nicht Apple-exklusiv.
Bluetooth und Akku: Keine Überraschungen, aber ein kleiner Vorteil
Keinerlei Veränderungen verzeichnen die AirPods 5 bei der Bluetooth-Ausstattung. Bluetooth-Version 5.3 und Bluetooth-Codecs SBC und AAC erfüllen die Mindestanforderungen und öffnen sich kaum für externe Konnektivitätslösungen. Auracast und Multipoint werden nicht unterstützt und durch proprietäre Lösungen ersetzt, die nur mit Apples AirPods und einigen Beats-Kopfhörern funktionieren.

Immerhin bei Akkulaufzeit und Wasserschutz spendiert Apple aber ein kleines Upgrade. Die AirPods 5 laufen mit eingeschaltetem ANC knappe fünf Stunden am Stück und legen damit im Vergleich zu den AirPods 4 ANC noch eine Stunde drauf. Achtung: Die AirPods 5 ohne kabelloses Ladecase halten nur vier Stunden durch, wenn du ANC aktivierst.
Mittlerweile kaum noch eine Meldung wert, aber für einige sicherlich noch spannend: Die AirPods 5 werden über einen USB-C-Anschluss geladen und haben keine Lightning-Konnektivität mehr. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich und wird nur von der teureren Version unterstützt, die eben jenen Zusatz auch im Namen trägt. Dank IP57-Rating, das sich die AirPods 5 ebenso von den AirPods Pro 3 abgucken, sollten die In-Ears sogar zeitweises Untertauchen überstehen.
AirPods 5 im ANC‑Check: unfassbar stark!
Sowohl AirPods 4 als auch AirPods 5 setzen auf den H2-Chip von Apple. Da könnte man im ersten Moment also meinen, beim ANC hätte sich nichts getan. Weit gefehlt! Denn wo schon die AirPods 4 ANC bei der aktiven Geräuschunterdrückung brillierten, legen die neuen AirPods 5 noch einen drauf. Obwohl die AirPods 5 passiv kaum isolieren, wird es bei aktiviertem ANC richtig still. Erst recht, wenn gleichzeitig noch Musik läuft, können wir die Umwelt gut ausblenden.

Insgesamt arbeiten die AirPods 5 hier schon ohne gleichzeitige Wiedergabe etwas rabiater als die AirPods 4 ANC, haben dabei aber auch mit etwas präsenterem Grundrauschen zu kämpfen. Wir nehmen dieses im Test zwar immer noch als dezent wahr, auf Dauer kann das Rauschen samt des enormen Isolationsgefühls aber auch anstrengend werden.
Branchenführend dürften die In-Ears allerdings beim Transparenz-Modus sein – und da rechnen wir In-Ears mit Silikonaufsatz in den Vergleich mit ein. Die AirPods Pro 3 arbeiten hier schon beachtlich und sehr natürlich, die AirPods 5 haben dabei aber mit noch weniger passiver Geräuschunterdrückung zu kämpfen. Das Ergebnis kann sich hören lassen und lässt uns fast vergessen, dass wir überhaupt In-Ears im Ohr haben.

Das macht sich im Übrigen auch im Modus „Konversationserkennung“ bemerkbar. Hier erkennen die Kopfhörer automatisch, wenn du dich in einem Gespräch befindest. Der starke Transparenz-Modus leitet das Gesagte dann verstärkt zu dir weiter, damit du nichts verpasst. Selbstverständlich lässt sich dieser Modus auch deaktivieren – man will ja auch mal ein Gespräch überhören dürfen.
Die AirPods 5 bieten also nach wie vor das beste ANC unter halboffenen In-Ears – knapp vor AirPods 4 ANC und Samsung Galaxy Buds4 – und vielleicht sogar den besten Transparenz-Modus im gesamten Feld.
Design: halboffen – und trotzdem sicher
Designtechnisch tut sich bei Apple wenig bis gar nichts. Alles andere hätte uns aber auch überrascht. Etwas klarstellen möchten wir trotzdem. Apple betont in der Produktankündigung immer wieder, bei den AirPods 5 handele es sich um die besten Open-Ear-Kopfhörer auf dem Markt. Wir gehen da nicht mit. Nicht, weil die AirPods 5 sich in irgendeiner Weise qualitativ nicht mit den von uns getesteten Open-Ears messen können, sondern weil es schlicht und einfach keine Open-Ears sind.

Open-Ear-Kopfhörer definieren sich dadurch, dass du sie eben nicht ins Ohr stecken musst und damit den Gehörgang verschließt. Die AirPods 5 sind einfach nur In-Ear-Kopfhörer ohne Silikonaufsatz, die allerhöchstens als halboffen bezeichnet werden können. Ob Apple uns in Zukunft noch mit Clip-Ons wie den FreeClip 2 oder Bügelkopfhörern wie den OpenFit Pro überrascht? Spätestens dann dürfte die Marke aus Cupertino auch ihre Kommunikation bezüglich echter Open-Ears ändern.

Genug dazu, ansonsten sitzen die AirPods 5 nämlich immer noch extrem sicher und verlässlich im Ohr. Der große Sprung von AirPods 3 zu AirPods 4 hinterlässt also auch hier seine Spuren und macht die AirPods 5 jedenfalls für die meisten Ohren zum passenden Audio-Accessoire. Wie bei allen anderen halboffenen In-Ears gilt aber natürlich auch hier: Wenn dir die Kopfhörer nicht gut passen, etwa zu fest oder gar locker sitzen, kannst du nichts dagegen tun. Wechselbare Aufsätze, wie sie bei den AirPods Pro 3 Standard sind, gibt es hier nicht.
Unser Fazit zu den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase
Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase sind die besten halboffenen In-Ears, die wir bisher getestet haben. Das ANC ist in dieser Produktkategorie konkurrenzlos gut, der Sound durch die Bank ordentlich – und endlich via EQ personalisierbar. Auch preislich können wir den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase keinerlei Vorwürfe machen. Mit 169 Euro unterbieten sie die UVP der, zum Start 199 Euro teuren, AirPods 4 ANC deutlich und liefern sehr gute Leistung fürs Geld. Spannend bleibt die Preisentwicklung trotzdem. Weil der Aufpreis im Vergleich zu den AirPods 5 in der Basisversion bei nur 20 Euro liegt, fragen wir uns aber gleichzeitig, wer eigentlich zur günstigeren Version greifen sollte. Schließlich bekommt man hier für einen kleinen Aufpreis mehr Akku, mehr Bedien-Optionen und ein kompetenteres Ladecase inklusive.
Die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase bekommst du hier bei MediaMarkt:
| Technische Daten | |
| Bluetooth-Standard | 5.3 |
| Akku-Laufzeit | 5 Std., mit Ladecase bis zu 22 Std. (bei eingeschaltetem ANC) |
| Schnellladefunktion | 5 Minuten Laden für 1 Stunde Wiedergabe |
| Noise Cancelling | Ja |
| Codecs | SBC, AAC |
| Wassergeschützt | IP57 |
| Anschlüsse des Ladecase | USB-C, kabelloses Laden (Qi, Apple Watch) |
| Gewicht | AirPods: 4,3 g | Ladecase: 34,7 g |
| Maße | AirPods: 30,2x18,3x18,1 mm | Ladecase: 46,2x50,1x21,2 mm |
| Preis | 169 Euro |
Hier findest du alle In-Ear-Kopfhörer, die in unserem Testlabor von unseren Redakteur:innen getestet wurden:







