Jetzt mit Phono und HDMI: Ist der Marantz MCR 60n DAB der Konkurrent für den Model M1?
Bild: MarantzDAB-Sender, CDs, Streamingdienste, Plattenspieler, TV-Sound: Kaum eine Quelle, die der Marantz MCR 60n nicht wiedergeben kann. Dennoch passt er in jedes Regalfach und verspricht 2 × 65 Watt an 4 Ohm. Der neue, kompakte All-in-One-Receiver soll also die einfache HiFi-Lösung für dich sein, wenn du keine Lust oder keinen Platz für große HiFi-Schränke hast. Wir verraten, was dahintersteckt.
Marantz MCR 60n DAB – Das kann der All-in-One-Receiver
Marantz erfindet mit dem MCR 60n DAB das kompakte HiFi-Rad nicht neu. Schon sein direkter Vorgänger, der Marantz M-CR612 maß 28 × 30 Zentimeter und war gerade einmal elf Zentimeter hoch. Auch hier gab es eine analoge und mehrere digitale Schnittstellen. Mit der HEOS-Platform unterstützte auch der M-CR612 bereits Streamingdienste und sogar Sprachbefehle an Siri, Alexa und Co., wenn du einen passenden Smart Speaker im Netzwerk hattest. Der Nachfolger beschränkt sich auf „Works with Alexa“. Neu hinzugekommen sind beim Marantz MCR 60n DAB aber ein HDMI-ARC-Eingang, mit dem du deinen Fernsehton an deine Anlage übertragen kannst, und ein Phono-Eingang für Plattenspieler mit MM-System.

Daneben stehen ein weiterer Cinch-Eingang und ein optischer Eingang zur Verfügung. Kabellos betritt deine Musik den Streaming-Verstärker über die Connect-Dienste von Spotify, Tidal und Qobuz, sowie Amazon Music und Deezer. Alternativ stehen AirPlay, Roon und bi-direktionales Bluetooth bereit. Du kannst deine über den Verstärker gestreamte Musik also auch einfach an deine Bluetooth-Kopfhörer schicken, wenn du abends niemanden wecken möchtest. Per späterem Update soll der Verstärker zudem LE Audio unterstützen.
Der interne DAC, sowie die Endstufen stammen laut deutschem Vertrieb von Texas Instruments und wurden im Vergleich zum Vorgänger erneuert. So kommen jetzt 2 × 65 statt 50 Watt pro Kanal an 6 Ohm bei deinen Lautsprechern an. Der DAC kann nun auch DSD-Files mit 11,2 MHz und PCM mit bis zu 384 kHz verarbeiten.
Zwei Lautsprecherpaare und Subwoofer-Management
Zwei Paare Lautsprecherklemmen stehen dir als A/B-Konfiguration zur Verfügung. Etwas, was der noch mal teurere Marantz Model M1 nicht bietet. Laut Marantz unterstützt der MCR 60n DAB aber auch Bi-Amping und sogar einen Bridge-Mode. Du kannst die Power der vier Endstufen also auch auf ein Lautsprecherpaar bündeln. Für noch mehr Bass-Power steht ein Subwoofer-Ausgang bereit, dessen Übergangsfrequenz du auch einstellen kannst. Da laut deutschem Vertrieb das gleiche DSP wie beim Model M1 verwendet wird, soll sich dieses Bass-Management auch auf den Frequenzbereich der Lautsprecher auswirken und dadurch die Endstufen entlasten. Das wäre ein großer Vorteil im Vergleich zum Marantz Model 40n, der weiterhin das komplette Frequenzband an die Endstufen schickt.
Wie schon beim Model M1 kannst du auch zum MCR 60n DAB ein auf die tieferen Frequenzen beschränktes Dirac-Raumkalibrierungs-Paket dazubuchen. Der Preis liegt dann 159 Euro höher.
Preis und Verfügbarkeit des Marantz MCR 60n
Ab sofort kannst du den Marantz MCR 60n in Schwarz oder Marantz-typischem Champagnergold im Fachhandel erhalten. Mit 900 Euro liegt er gerade einmal 150 Euro unter der UVP des Model M1. Wie bei diesem, bildet auch beim MCR 60n ein schickes Metallgewebe die Oberseite. Noch spannender wird aber der Vergleich zum 100 Euro günstigeren Eversolo Play in seiner Version mit CD‑Laufwerk. Wie sich die Preisdifferenzen beim Klang niederschlagen, muss erst noch unser Test zeigen. Bis es so weit ist, findest du hier alle bereits von uns getesteten Streaming-Verstärker im Überblick: