Alarmierende Zahlen: Streaming-Dienste werden von KI-Musik überschwemmt
Bild: DeezerKünstliche Intelligenz bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Einerseits nutzen Plattformen von Netflix über Spotify bis hin zu YouTube sie für neue Funktionen. Andererseits landet eine Flut von AI-Slop bei den Plattformen. Spotify etwa muss regelmäßig KI-Songs in Millionenhöhe löschen. Deezer hingegen erwähnte bereits im vergangenen Jahr, dass rund ein Fünftel der hochgeladenen Musik von künstlicher Intelligenz stammt. Jetzt hat die Plattform den Wasserstand für 2025 verkündet – und es sieht düster aus.
So stammen mittlerweile schon rund 44 Prozent der hochgeladenen Songs von künstlicher Intelligenz. Das ist ein rasanter Sprung. Demzufolge dürften wir wohl noch 2026 die Schwelle von 50 Prozent überschreiten. Schließlich werden auch die KI-Musikgeneratoren immer besser. Monatlich werden laut Deezer mehr als zwei Millionen KI-Songs auf der Plattform hochgeladen. Du kannst davon ausgehen, dass es bei Konkurrenzplattformen wie Apple Music, Spotify, Tidal und Co. genauso aussehen dürfte.

Immerhin: Laut Deezer hat man die Lage noch insofern im Griff, dass lediglich ein bis drei Prozent der Musikstreams auf KI-Songs entfallen. Das Gros (85 Prozent) dieser Abrufe geht auf Betrugsversuche zurück, sodass entsprechend kein Geld ausgezahlt wird. Genau das ist entscheidend. Denn jeder Cent, der in die Taschen von KI-Betrüger:innen fließt, fehlt am Ende den menschlichen Künstler:innen.
Deezer: Täglich landen fast 75.000 KI-Songs auf der Plattform
Besorgniserregende Zahlen: Innerhalb nur eines Jahres ist die Anzahl täglich bei Deezer eintrudelnder KI-Songs von 10.000 auf satte 75.000 angestiegen. Parallel sind die Tools zur automatischen Song-Generierung immer besser geworden. Eine Studie des Musikstreaming-Anbieters hat gezeigt, dass 97 Prozent der Testhörer:innen nicht zwischen menschlicher und KI-generierter Musik unterscheiden konnten. Gleichzeitig wünschen sich jedoch 80 Prozent der Hörer:innen, dass KI-Musik transparent als solche gekennzeichnet wird.
Deezer selbst hat ein Tool zur Erkennung von KI-Songs entwickelt, das man unter Lizenz auch anderen Plattformen anbietet. Zudem betont man, dass man KI-Songs entweder gar nicht erst auf die Plattform hievt oder je nach Lage wieder entfernt – wenn sie z. B. vortäuschen, von bekannten Bands zu stammen. Die KI-Musik, welche man zulässt, bleibt bei Empfehlungen außen vor. Auch in offiziellen Playlists bleibt sie ausgesperrt.
Eines sollte jedoch auch klar sein: Wieder verschwinden wird die KI-Musik nicht einfach. Nicht nur die Musikstreaming-Dienste wie Deezer, Spotify, Apple Music und Co. werden also einen Weg finden müssen, damit zu leben, sondern auch wir als Hörer:innen.
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