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Rega Replay vorgestellt: Das steckt im skelettierten Planar 1

Der Planar 1 war jahrelang der günstigste Plattenspieler von Rega. Der Replay ändert das jetzt – und soll trotzdem von High-End-Technik profitieren.
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Rega Replay vorgestellt Titelbild Bild: Rega

Rega-Plattenspieler sind echte Leichtgewichte. Statt durch möglichst große Masse auf Laufruhe zu kommen, setzen sie auf hohe Versteifung und wenig Gewicht. So verhindern sie Resonanzen, bevor sie überhaupt entstehen. Bei den High-End-Modellen Planar 8 und 10 gipfelt diese Philosophie in einem komplett skelettierten Gehäuse. Doch jetzt verspricht der Rega Replay ähnliche Technologie zum Einstiegspreis.

Rega Replay – mehr als ein entschlackter Planar 1?

Die Basis des Rega Replay besteht, anders als bei herkömmlichen Plattenspielern, nicht aus einer rechteckigen Platte, auf und in der Motor, Lager und Tonarm montiert werden. Stattdessen verwendet Rega gerade genug MDF, um die drei Füße untereinander zu verbinden und allen nötigen Bauteilen Platz zu bieten. So entsteht ein annähernd T-förmiges Skelett. Im Vergleich zum Rega Planar 1 spart der Rega Replay mit seinen 2,2 Kilo knapp die Hälfte seiner Masse ein.

Rega Replay ohen Teller
Ohne Teller erkennst du, wie wenig Gehäuse der Rega Replay wirklich benötigt. | Bild: Rega

Abgesehen von der Matte, die beim Replay nun weiß ist und zwei unterschiedlich strukturierte Seiten hat, entspricht der Replay eins zu eins einem Planar 1. Der Phenolharzteller liegt auf dem Subteller auf, der vom bekannten EBLT-Riemen angetrieben wird. Möchtest du von 33⅓ auf 45 RPM umschalten, ziehst du den Riemen einfach auf den größeren Umfang des Pulleys.

Mit dem handgefertigten RB110 entspricht auch der Tonarm jenem des Planar 1. Dieser ist von Werk aus tariert und sein Anti-Skating auf das Rega Carbon kalibriert, das an ihm verschraubt ist. Im Unterschied zum RB220 im Planar 2 und allen anderen Rega-Armen, kannst du das Anti-Skating hier nicht selbst anpassen. Der Einstiegs-Plattenspieler eignet sich also nicht für große Tonabnehmer-Upgrades. Umso einfacher ist der Aufbau: Einfach das Gewicht bis zum Anschlag auf das Gegenlager des Tonarms schrauben. Die Auflagekraft stimmt so auf Anhieb.

Rega Replay mit Haube
Die Haube des Rega Replay steckst du wie eine Schallplatte auf die zentrale Spindel. | Bild: Rega

Auch, wenn für eine normale Haube auf dem Skelett keine Scharniere befestigt werden könnten, hat Rega dem Replay eine Abdeckung gegönnt. Diese orientiert sich an der Acrylplatte, die du auch auf dem Planar 8 findest. Diese schützt alle Bestandteile vor Staub – und halbwegs vor neugierigen Kinderhänden –, muss zum Spielen aber komplett abgenommen werden. Was klanglich aber ohnehin die sauberste Wahl ist.

Preis und Verfügbarkeit

Der Rega Replay soll voraussichtlich ab November 2026 im Fachhandel erhältlich sein. Die UVP des in Handarbeit im englischen Werk hergestellten Players liegt bei 349 Euro und somit 50 Euro unter jener des Planar 1.

Unsere Einschätzung zum Rega Replay

Drei Jahre will Rega am Replay gewerkelt haben. Eine lange Zeit für einen Plattenspieler für den Einstieg. Die Reduktion des Gehäuses auf das absolute Minimum hat sich in unseren Tests des Planar 8 und des Planar 10 sehr ausgezahlt. Hier setzt Rega allerdings auf einen extrem stabilen Spezialschaum als Füllung des Skeletts. Hier kommt aus Kostengründen herkömmliches MDF zum Einsatz. Trotzdem kann die Gehäuseform einen Schritt nach vorn bedeuten. Sobald wir den Rega Replay selbst getestet haben, werden wir dir verraten, ob es überhaupt noch einen triftigen Grund gibt, sich für den Planar 1 zu entscheiden.

Bis es so weit ist, findest du hier alle bereits von uns getesteten Plattenspieler im Vergleich:

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