Tidal wird teurer: So viel musst du bald fürs Musikstreaming zahlen
Bild: TidalIm Bereich Musikstreaming ist die Auswahl groß. Apple Music, Deezer, Spotify und mehr buhlen allesamt mit sehr ähnlichen Musikkatalogen und Funktionen um deine Gunst. Konnten sich anfangs noch einzelne Plattformen mit speziellen Hi-Res-Angeboten von der Konkurrenz abheben, so ist auch dies mittlerweile großflächig verbreitet. Sogar Spotify zog nach mehreren Verschiebungen endlich 2025 nach. Ein Urgestein in Sachen hochauflösendem Streaming bleibt Tidal. Doch der Anbieter spürt zusehends den Druck am Markt – und erhöht ab August 2026 die Preise.
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Konkret steigen die Preise für Neukund:innen in Europa und den USA ab dem 3. August 2026. Derzeit kostet etwa das Individual-Abo für eine Person 10,99 Euro im Monat. Ab dem genannten Stichtag werden es jedoch 12,99 Euro sein. Wiederum erhöht Tidal den Preis des Familientarifs von aktuell noch 16,99 Euro auf satte 21,99 Euro monatlich. Das ist durchaus happig und entspricht einer Steigerung um fast 30 Prozent.

Lediglich der Einstiegspreis von 5,49 Euro für das Studierenden-Abo soll offenbar bestehen bleiben. Bestandskund:innen sind im Übrigen offenbar auch betroffen (via Caschys Blog). Solltest du Tidal aktuell abonniert haben, dann dürfte bald eine E-Mail bei dir eintrudeln, welche dich über die Preiserhöhung informiert und um Zustimmung bittet. Verweigerst du sie, dann wird dein Abonnement automatisch zum nächsten Abrechnungszeitraum auslaufen.
Tidal begründet die Preiserhöhung nur vage
Der Musikstreaming-Dienst begründet seine Preiserhöhung nur vage. Zum einen verweist man darauf, dass es sich um die allererste Verteuerung seit drei Jahren handele. In diesem Zeitraum haben in der Tat viele Konkurrenzanbieter wie Spotify bereits mehrfach die Preise erhöht. Zum anderen erklärt Tidal, dass man mit den zusätzlichen Einnahmen auch Künstler:innen besser unterstützen könne. Ob die Plattform da aber am Ende z. B. wirklich höhere Auszahlungen vornimmt oder doch eher in die eigene Tasche wirtschaftet, muss sich natürlich erst noch zeigen.
Öffentlich positioniert sich Tidal seit jeher als Musikstreaming-Dienst, der im Vergleich zur Konkurrenz relativ hohe Ausschüttungen pro Stream vornimmt. Obendrein betont man immer wieder, dass es der Plattform nicht nur um die großen Labels gehe, sondern man auch Indie-Bands und Co. gezielt fördere. Letztere haben es mittlerweile im Dickicht und auch durch zunehmende KI-Musik besonders schwer, noch ein Auskommen zu erzielen.
Am Ende kannst du natürlich entscheiden, ob dir Tidal die erhöhten Preise noch wert ist oder ob sich vielleicht der Blick zur Konkurrenz wie Apple Music, Deezer und Co. lohnt.
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