High End 2026 – Diese HiFi-Anlagen solltest du nicht verpassen
Ein Paar Lautsprecher – und mag es noch so gut sein – macht noch keine Musik. Denn erst in Symbiose mit der passenden Verstärkung und hochwertigen Quellen wird daraus eine HiFi-Anlage. Es wird wohl keinen Ort auf der Welt geben, an dem du dieses Jahr mehr HiFi- und High-End-Anlagen auf einmal erleben kannst, als auf der High End 2026 in Wien. Wir sind vor Ort und stellen dir unsere diesjährigen Anlagen-Highlights vor.
High End 2026 – Unsere Anlagen-Highlights im Überblick
Die High End kann immer wieder zum Träumen einladen. Denn die riesige Zahl an Ausstellern zeigt immer wieder, was alles in deinen Lieblingstracks verborgen ist. Diese HiFi-Anlagen haben es uns auf der Messe besonders angetan.
High End made in UK
Als HiFi-Redakteur:in bekommst du weniger Gelegenheit, als dir lieb ist, wirklich einmal in Ruhe Musik zu hören. Der Raum von Chord Electronics bot eine der bisher wenigen Ausnahmen – und das hat sich gelohnt. Chord hat dieses Jahr neben der neuen Endstufe Ultima 7 auch den bereits letztes Jahr vorgestellten und ab September endlich verfügbaren Phono-Vorverstärker Ultima Phono Stage im Gepäck. Sein Signal wird in den passenden Ultima Pre 3 gespeist und landet über zwei Ultima-3-Monoblöcke an den Lautsprechern ATC SCM50. Als Quelle diente während unseres Besuches ein Rega Planar 10. Die gesamte Kette kommt also aus Großbritannien. Die ATC-Lautsprecher wirken im Vergleich mit Anlagen anderer Hersteller fast schon zierlich, den Klang dieser Anlage solltest du aber auf keinen Fall verpassen.
Du findest Chord Electronics auf Ebene 0, Raum 0.32 – etwas versteckt hinter den Treppen zu Ebene -2.
Canton Reference an neuer AVM-Elektronik
Bei Canton kannst du gleich zwei Anlagen im Wechsel hören. Einerseits wird die kürzlich vorgestellte Vento-Serie am T+A Symphonia präsentiert. Noch eindrucksvoller klingen jedoch die bereits 2024 vorgestellten Canton Reference Alpha 1 an den neuen Mono-Endstufen aus AVMs Ovation-S-Serie. Laut AVM-Geschäftsführer Udo Besser hat sich Canton-Chefentwickler Frank Göbl etwas mit viel Power für seine Flaggschiffe gewünscht. Schmunzelnd erzählt Besser, dass man da gerne ausgeholfen hätte: Mit 1250 Watt pro Endstufe landet man bei konservativ gemessenen 5000 Watt Gesamtleistung. Das schiebt nicht nur gut, sondern klingt auch genial.
Du findest Canton auf Ebene 2, Raum 2.44
Geschichtsträchtige Horngiganten von Western Electric
Neuheiten gibt es auf der High End 2026 en masse. Umso mehr können wir dir nur raten, dir auch mal eine kleine Auszeit bei Western Electric zu gönnen. Denn was du hier siehst und hörst, ist ein Ausflug in die Anfänge der Musikwiedergabe. Die über 100 Jahre alten Kinohörner – aus dicken Holzplanken gezimmert – sind ein fester Bestandteil der Messe geworden und versprühen auch noch nach einem Jahrhundert einen enormen Charme. Angetrieben werden sie von Silbatone-Röhrenverstärkern, die nur wenige Watt liefern. Mehr brauchen die gigantischen Hörner auch nicht, um den gesamten Raum zu beschallen.
Du findest Western Electric und Silbatone auf Ebene -2, Halle K2.
Fink Team ehrt Star-Track-Katze
Die Fink Spot soll offensichtlich – die Landing-Page auf der offiziellen Webseite lässt da keine Zweifel zu – eine Hommage an Spot, die Katze aus Star Trek, sein. In der Sci-Fi-Serie entlockt Spot selbst dem gefühlskalten Androiden Data so etwas wie Liebe und selbstlose Zuneigung. Übrigens hat das Fink Team auch zur High End 2023 mit der Borg Episode 2 schon die eigene Liebe zum Sci-Fi-Franchise offenbart.
Die Spot sitzt zwischen der Borg und dem Kompaktlautsprecher Kim. Wie beide setzt man auf einen großen AMT-Hochtöner und einen einzigen Basstreiber. Beide sitzen in einer gewölbten Schallwand aus Massivholz. Als Verstärker dient Elektronik von Canor, als Quelle wahlweise der Netzwerk-Player Platina Stream von Quad oder ein Transrotor-Plattenspieler. Ganz großes Kino. Im selben Raum findest du übrigens auch den lange erwarteten Plattenspieler Sonoro Platinum Signature.
Das Fink Team residiert auf Ebene -2, Raum -2.32.
ELAC-Flaggschiff an T+A-Elektronik
Schwer zu glauben, aber Elac feiert auf der High End 2026 sein 100. Geburtstag. Entsprechend hat man sich nicht lumpen lassen und ein kleines Museum mit Exponaten aus fast allen Abschnitten der Firmengeschichte aufgebaut. Das eigentliche Highlight ist jedoch der Mix aus Hörraum und Listeningbar, in dem du die jetzt vorgestellte Elac Concentro L 809 bestaunen kannst. Im Vergleich zum bereits von uns getesteten Modell Concentro M 807 hat man die Anzahl der kleinen Mitteltöner nochmal verdoppelt, was den Facettenaugen-Charakter der Boxen noch steigert. Aus akustischen Aspekten ergibt das jedoch Sinn und gestattet dir am Streaming-Vorverstärker und den beiden Röhrenendstufen von T+A ein präzises, wie imposantes Hörerlebnis.
Die futuristischen Lautsprecher von Elac findest du auf Ebene 0, Raum 0.51 und im Foyer davor.
High End 2026: HiFi erleben in Wien
Den Großteil deines Aufenthalts in Wien wirst du wahrscheinlich damit verbringen, dich von Stand zu Stand zu hangeln. Die Messe bietet dir einige Hilfestellungen, um den Tag ohne viel Aufwand zu organisieren.

Das Wichtigste: die High-End-App für iOS und Android. In ihr kannst du alle Aussteller markieren, die du besuchen möchtest. So vergisst du keinen Stopp auf deinem Weg durch die Hallen.
Aber auch, falls du lieber ohne konkretes Ziel losstreifst und dich inspirieren lässt, gibt es einige Anhaltspunkte für einen entspannten Tag. Bist du z. B. primär an Kopfhörern interessiert? Dann sollte dein erstes Ziel Halle X4 sein. Hier präsentieren im Rahmen der „World of Headphones“ zahlreiche Marken ihre besten Bluetooth- und HiFi-Kopfhörer sowie das passende Equipment.

Auch Gamer:innen sind in Halle X4 gut aufgehoben. Denn auf einem gesonderten Areal nistet sich die „Gaming Zone“ ein. Hier kannst du Gaming an modernstem Equipment ausprobieren – natürlich mit Fokus auf den Sound.
Zu guter Letzt können dir die grünen Labels mit der Aufschrift „Sounds Clever“ den Weg weisen. Sie leiten dich zu vollständigen Anlagen, die extra für die High End 2026 zusammengestellt wurden. Sie sollen dir einen Eindruck davon geben, was für rund 5000 Euro alles möglich ist.
Keine Sorge: Falls du es nicht selbst nach Wien schaffst, steht HIFI.DE für dich parat. Die Kolleg:innen berichten an allen Messetagen live aus den Hallen.





