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Disney+ verliert Abonnenten – 7.000 Stellen gestrichen

Disney Plus hat das erste Mal im Laufe seiner Existenz Kund*innen verloren. Die Firma geht auf Sparkurs und streicht 7.000 Stellen.
Disney+ Abonnenten Bild: Unsplash / BoliviaInteligente

Disney scheint unzufrieden mit der Entwicklung des eigenen Streaming-Diensts. Gerade erst berichteten wir, das Studio erwäge, den eisernen Griff um die eigenen Inhalte etwas zu lockern und wieder mehr Lizenzen an Partner zu vergeben. Jetzt hat der wiederkehrende CEO Bob Iger Zahlen vorgelegt, die den Eindruck untermauern, dass das goldene Streaming-Zeitalter sich dem Ende zuneigt: Disney Plus hat erstmals einen Rückgang bei den Abonnent*innen verzeichnet – und es sollen 7.000 Stellen gestrichen werden.

Disney+: 2,4 Millionen Abonnent*innen weniger

Die Sparmaßnahme sei nötig, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich Disney aktuell stellten, so Iger am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum Quartal mit Ende 31. Dezember. Um mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld umzugehen, strebe er Kosteneinsparungen in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar im gesamten Unternehmen an. Die Entlassung der 7.000 Mitarbeitenden soll zu diesem Ziel beitragen. Die Zahl entspricht rund 3,6 Prozent der weltweiten Belegschaft, wie Reuters vorrechnet.

Der Streamingdienst Disney+ meldete seinen ersten Rückgang bei den Abonnements: 2,4 Millionen Kund*innen sprangen ab. Die Gesamtzahl sinkt damit auf 161,8 Millionen. Der Bereich Streaming Media, zu dem neben Disney+ auch Hulu und ESPN+ gehören, verlor 1,1 Milliarden US-Dollar und damit weniger als im vorangegangenen Quartal (1,5 Milliarden US-Dollar).

Trotz des Abonnent*innenrückgangs will Disney am Streaming-Geschäft festhalten. „Unsere Priorität ist das dauerhafte Wachstum und die Rentabilität unseres Streaming-Geschäfts“, bekräftigte Iger. Bis zum Geschäftsjahr 2024, das im Oktober beginnt, will man in die Gewinnzone kommen.

Veränderungen im Disney+ Abo

Falls du Kund*in von Disney+ bist, darfst du dich wahrscheinlich in Zukunft auf Änderungen einstellen. So ist es möglich, dass Disney in Zukunft wieder mehr Lizenzen verteilt und weniger Filme und Serien exklusiv auf dem Streaming-Dienst zu sehen sein werden. Wie Netflix setzt Disney+ außerdem auch auf einen werbebasierten, kostengünstigeren Tarif, zumindest in den USA. Wann man mit dem Angebot in Deutschland startet, ist aktuell noch unklar. Auch, wie viel der Tarif hier kosten wird, wissen wir nicht. Wie das aktuelle Angebot von Disney+ im Vergleich zur Streaming-Konkurrenz abschneidet, kannst du dir in unserer Bestenliste anschauen:

Insgesamt konnte The Walt Disney Company übrigens im vergangenen Quartal ein Umsatzwachstum von acht Prozent auf 23,5 Milliarden US-Dollar erzielen. Der Nettogewinn stieg um elf Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

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