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Spotify im Höhenflug: Über 602 Mio. monatlich aktive Nutzer:innen

Spotify hat die Ergebnisse für das vierte Quartal 2023 vorgelegt. Inzwischen komme der Streamingdienst auf über 600 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen.
Spotify hat seine Ergebnisse für das 4. Quartal 2023 vorgelegt. Bild: Spotify

Spotify hat seine Finanzergebnisse des vierten Quartals 2023 preisgegeben. Nach eigenen Angaben erreicht man inzwischen über 602 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen. Aber: Das Gros davon nutzt die kostenlose Free-Variante mit Werbung. Denn zahlende Premium-Abonnent:innen sind „nur“ ca. 236 Millionen. Das schwedische Musikstreaming-Angebot konnte zuletzt zehn Millionen neue Premium-Abos verbuchen. Netto gewann man ca. 31 Millionen neue Kund:innen hinzu.

Bei der Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen (MAUs) gab es im vierten Quartal 2023 laut Unternehmen einen Anstieg um 28 Millionen im Vergleich zum vorherigen Quartal. Im Jahresvergleich entspreche das einer Wachstumsrate von 23 Prozent. Fokus von Spotify ist aber nicht nur das Wachstum wichtig, man strebt auch nach schwarzen Zahlen. Zuletzt hatte der Anbieter deswegen auch seine Belegschaft zusammengestrichen. Was man in seiner Pressemitteilung lieber nicht hervorhebt: Dennoch kam im vierten Quartal 2023 ein Verlust von ca. 70 Millionen Euro zustande. Immerhin entspricht dies einer Verbesserung. Im vierten Quartal 2022 musste man noch Verluste in Höhe von 270 Millionen Euro hinnehmen.

Spotify will zur wichtigsten Audio-Plattform der Welt werden.
Spotify will zur wichtigsten Audio-Plattform der Welt werden. | Bild: Spotify

Blickt man auf das gesamte Jahr 2023, dann verbuchte Spotify Verluste von 532 Millionen Euro. Dennoch stiegen die Einnahmen pro Nutzer im vierten Quartal 2023 auf 4,60 Euro. Im dritten Quartal 2023 waren es nur 4,34 Euro, im vierten Quartal 2022 4,55 Euro. Die Werbeeinnahmen stiegen im vierten Quartal 2023 auf 501 Millionen Euro, was für das schwedische Unternehmen den bisherigen Rekord markiert. Als Umsatz nennt man für das vierte Quartal 2023 im Übrigen 3,7 Milliarden Euro.

Spotify versucht dauerhaft in die Gewinnzone zu gelangen

Als Bruttomarge nennt das Unternehmen 26,7 Prozent, womit man sich über vorherigen Prognosen bewege. Zufrieden sein dürften die Investoren aber erst, sobald Spotify konstante Gewinne erwirtschaftet. Und davon ist der Musikstreaming-Anbieter immer noch ein gutes Stück entfernt. Aktuell hadert man beispielsweise damit, einen neuen Tarif namens Supremium einzuführen. Dieser soll z. B. Lossless-Audio und erweiterte KI-Funktionen mitbringen. Doch da Konkurrenten wie Apple Music ihre HiFi-Features ohne Aufpreise integriert haben, fällt es den Schwed:innen schwer, Supremium zum rechten Preis einzuführen. Wie wir Spotify im Vergleich zur Konkurrenz bewerten, siehst du anhand unserer Bestenliste:

Große Hoffnungen setzte man auch in seine Podcast-Sparte, die sich aber scheinbar bisher nicht vollends erfüllt haben. Denn auch da setzte man 2023 die Schere an. Zuletzt erhöhte man die Preise, was die Margen steigern dürfte, aber auch einige Kund:innen verschreckt haben könnte. 2023 wird man beobachten müssen, ob Spotify sich zu neuen Höhen aufschwingt oder vielleicht der Konkurrenzkampf mit anderen Plattformen noch intensiver wird. Beispielsweise hat man Apples Vorstößen in Sachen 3D-Sound bzw. Spatial Audio bislang noch nichts entgegenzusetzen.

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