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Rekord! Spotify zahlt Milliarden-Summe an Musikindustrie – doch Kritik bleibt

Spotify schüttet die Rekordsumme von elf Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie aus. Doch die Kritik an der Verteilung bleibt bestehen.
Spotify schüttet die Rekordsumme von 11 Mrd. US-Dollar an die Musikindustrie aus. Bild: Spotify

Der schwedische Musikstreaming-Anbieter Spotify vermeldet einen neuen Rekord. Mehr als elf Milliarden US-Dollar habe man 2025 an die Musikindustrie ausgeschüttet. Damit sieht man sich deutlich über der Konkurrenz. Kein anderer Musikstreaming-Dienst habe bisher jemals auch nur annähernd einen ähnlichen Betrag erreicht. Und das Unternehmen geht noch weiter. Demnach versteht man sich selbst als „zentralen Wachstumstreiber der globalen Musikwirtschaft“.

Das untermauert Spotify natürlich direkt mit weiteren Zahlen. Demnach habe man an Rechteinhaber:innen insgesamt nahezu 70 Milliarden US-Dollar ausbezahlt. Allein 2025 sind die Auszahlungen laut dem Unternehmen um mehr als zehn Prozent gewachsen, wenn man mit dem Vorjahr vergleicht. Alle anderen Erlösquellen der Branche seien im gleichen Zeitraum nur um vier Prozent gewachsen. Die Botschaft ist klar: Spotify sieht sich gewissermaßen als Heilsbringer der Musikindustrie.

Spotify bringt der Musikindustrie viel Geld ein - erntet jedoch auch Kritik
Spotify bringt der Musikindustrie viel Geld ein – erntet jedoch auch Kritik. | Bild: Symbolbild, KI-generiert

So tönt der Musikstreaming-Anbieter weiter, dass heute mehr Künstler:innen als je zuvor sechsstellige Jahreseinnahmen allein über Spotify erzielen. Der Anteil der Plattform an den weltweiten Einnahmen aus Recorded Music ist seit 2017 von rund 15 auf etwa 30 Prozent gestiegen. Umgekehrt heißt das natürlich auch: Wer heute mit Musik Geld verdienen will, kommt kaum an dem schwedischen Anbieter vorbei. Und das bringt nicht nur Gutes mit sich.

Spotify muss sich weiterhin auch Kritik gefallen lassen

Spotify zahlt nach eigenen Angaben fast 70 Prozent seiner Einnahmen wieder an die Musikindustrie aus. Die 30 Prozent, die man einbehalte, nutze man für Investitionen, die der gesamten Branche zugutekommen sollen. Doch was in der Pressemeldung fast schon altruistisch klingt, sieht in der Realität natürlich etwas anders aus. Immer noch besteht die Kritik, dass der Musikstreaming-Dienst mit seinem Verteilungsschlüssel primär riesige Labels und eine kleine Schar besonders populärer Künstler:innen begünstigt. Indie-Bands hingegen haben fast keine Chance, auf der Plattform ausreichend Geld zu verdienen, selbst wenn sie Hunderttausende von monatlichen Streams erzielen.

Dazu kommt, dass Spotify stark von KI-Slop geflutet wird. Man hat zwar den Kampf aufgenommen, doch immer wieder lässt sich feststellen, dass KI-Bands wochen- und monatelang unbehelligt menschlichen Künstler:innen die Aufmerksamkeit und am Ende auch das Geld stehlen. Das Unternehmen selbst verweist auf Gegenmaßnahmen wie Song DNA, welche das menschliche Element stärker betonen sollen. Zudem hebt die Plattform hervor, dass sie verstärkt Konzerte in der App bewerbe und die Ticketverkäufe anzukurbeln versuche. Auf diese Weise habe man schon für mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz bei Konzertkartenverkäufen gesorgt.

2026 möchte Spotify zudem auch Playlists ins Zentrum rücken, die aufstrebenden Künstler:innen zum Sprung ins Rampenlicht verhelfen. Auch über seine Social-Media-Kanäle will man die Musik-Community weiter unterstützen. Man darf gespannt sein, ob es dann auch in diesem Jahr wieder zu einer Rekordjagd kommt.

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