Startseite Video-Streaming Netflix Netflix geht jetzt in Deutschland gegen Passwort-Sharing vor: So teuer wird das Abo

Netflix geht jetzt in Deutschland gegen Passwort-Sharing vor: So teuer wird das Abo

Deinen Netflix-Account mit anderen zu teilen, soll jetzt auch in Deutschland Geld kosten. Was die neuen "Zusatzmitgliedschaften" kosten werden und was du sonst darüber wissen musst, liest du hier.
Netflix nennt die Preise für das kostenpflichtige Account-Sharing in Deutschland. Bild: Freestocks

Netflix hat bereits vor einer Weile angekündigt, gegen das Passwort-Sharing über einen einzelnen Haushalt hinaus vorgehen zu wollen. Rasch experimentierte man unter anderem in südamerikanischen Ländern mit sogenannten “Zusatzmitgliedschaften”. Inzwischen hat Netflix über seine offizielle FAQ-Website bestätigt, was du dafür in Deutschland zahlen sollst. Pro weiterem Konto, das Netflix über deinen Haushalt hinaus nutzt, fallen 4,99 Euro an.

Wichtig: Du kannst Zusatzmitgliedschaften bedauerlicherweise nicht in jedem Tarif abschließen. Auch die Anzahl ist begrenzt. So kannst du im Standard-Tarif, der mit 1080p-Auflösung arbeitet, nur ein weiteres Zusatzmitglied ergänzen. Für dieses Abo zahlst du monatlich 12,99 Euro. Mit einer Zusatzmitgliedschaft erhöht sich der Gesamtpreis dann auf 17,98 Euro. Im Premium-Tarif für 17,99 Euro, der dir 4K-Auflösung, Dolby Vision und Dolby Atmos bietet, sind zwei zusätzliche Mitgliedschaften möglich. Dann steigt der Preis also auf 22,98 Euro mit einem bzw. auf 27,97 Euro mit zwei zusätzlichen Mitgliedschaften.

Netflix führt in Deutschland bald Zusatzmitgliedschaften für 4,99 Euro im Monat ein.
Netflix führt in Deutschland bald Zusatzmitgliedschaften für 4,99 Euro im Monat ein. | Bild: Netflix

Nutzt du das Basis-Abo bzw. das Standard-Abo mit Werbung, kannst du keine Zusatzmitgliedschaften abschließen. Ebenfalls wichtig: Ein Zusatzmitglied verfügt über ein eigenes Profil, Konto und Passwort. Wobei die Mitgliedschaft von der Person bezahlt wird, die das Zusatzmitglied zur gemeinsamen Nutzung eingeladen hat.

Netflix: Zusatzmitgliedschaften kurz vorm Deutschlandstart

Da Netflix mittlerweile auf seiner deutschen Website die offiziellen Preise für die Zusatzmitgliedschaften nennt, dürfte die Funktion kurz vorm Start stehen. In den Vereinigten Staaten hat man diese Woche damit begonnen, dieses kostenpflichtige Account-Sharing einzuführen. Übrigens hat der Streaming-Anbieter keine neuen Angaben dazu gemacht, wie man haushaltsfremde Trittbrettfahrer*innen erkennen will. Es gab mal Informationen dazu, laut denen etwa die IP-Adressen, die Kontoaktivitäten und die genutzten Wi-Fi-Netzwerke eine Rolle spielen sollten.

So musst du wohl einen Haupt-Standort festlegen. Wollen deine Haushaltsmitglieder auf Netflix zugreifen, müssen sie sich mindestens einmal alle 31 Tage mit dem Wi-Fi-Netzwerk am Haupt-Standort verbinden und die Netflix-App oder -Website für einen Stream öffnen. Nur dann gelten die entsprechenden Endgeräte weiter als bekannt und zugriffsberechtigt. Bei Zusatzmitgliedern greifen diese Einschränkungen dann logischerweise nicht. Aber: Zusatzmitglieder müssen ihr Konto in demselben Land aktivieren, in dem auch der / die Kontoinhaber*in sein Konto erstellt hat. Du kannst ein in Deutschland erstelltes Konto also z. B. nicht mit einem Kontakt aus Österreich nutzen und umgekehrt.

Grundlegend ist es nicht neu, dass du Netflix laut AGB nur in einem einzigen Haushalt nutzen und mit anderen teilen darfst. Lange Zeit tolerierte das Unternehmen es jedoch stillschweigend, wenn mit haushaltsfremden Mitbenutzer*innen der Account geteilt worden ist. Damit soll Schluss sein. Stattdessen möchte man die Trittbrettfahrer*innen zu zahlenden Kund*innen machen. Dass man dabei vielleicht im ersten Schritt Abos verlieren wird, so wie in Spanien geschehen, nimmt man in Kauf.

 

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