Diese Lautsprecher kosten eine Million Euro: Erster Blick auf die Wilson Audio Autobiography
Bild: Wilson AudioWilson Audio ist einer dieser Lautsprecher-Hersteller, die keine Angst vor Superlativen haben. Das heute vorgestellte Standlautsprecherpaar Autobiography soll nun der WAMM Master Chronosonic ihre Lorbeeren entreißen. Alles, von den Treibern über die Verkabelung bis zum Gehäusematerial, will man infrage gestellt haben. Vermutlich werden wir die Wilson Audio Autobiography schon bald auf der High End in Wien erleben können. Vorher erfährst du hier, was sie so besonders macht.
Wilson Audio Autobiography – Destillat aus 50 Jahren Erfahrung
Wenn du zum ersten Mal einen Blick auf einen der wirklich großen Lautsprecher von Wilson Audio wirfst, denkst du vermutlich eher an Sci-Fi-Filme als an höchstwertige Audioreproduktion. Doch die Armee aus Zahnrädern, Schnecken, Skalen und Schrauben, die du auf der Rückseite siehst, hat den Zweck, jeden einzelnen Treiber exakt auf deinen Hörplatz auszurichten. In deutlich vereinfachterer Form kam dieses Prinzip schon den Wilson Audio Sasha V in unserem Test zugute. Den bisher besten, von uns getesteten High-End-Lautsprechern.
Die Autobiography – der Name soll auf die „Chronik aller Menschen“ hinter den Lautsprechern verweisen – ähnelt im Aufbau dem ehemaligen Flaggschiff WAMM Master Chronosonic, die noch ein Stück größer ist als ihr Nachfolger: Wieder sitzt ein einzelner Hochtöner im Zentrum, über und unter ihm flankiert von insgesamt vier Mitteltönern in zwei Größen. Für das statische und klangliche Fundament sorgen zwei unterschiedlich große Basstreiber im unteren Teil des Lautsprechers.
Alle Treiber wurden komplett neu und nur für das Zusammenspiel miteinander entwickelt. So sitzt der Hochtöner nun in einem augenförmigen Gehäuse, dessen rückwärtige Schallkammer noch besser Resonanzen unterdrücken soll. Bei den größeren Mitteltönern wurde der Antrieb um einen weiteren AlNiCo-Magneten ergänzt, sodass nun insgesamt fünf gleichmäßig um die Spule verteilt sind. Beim Bassgehäuse hast du die Wahl, ob die Reflexöffnung nach vorn oder hinten geöffnet werden soll, was die Aufstellung in und die Abstimmung auf deinen Hörraum erleichtert.

Durchdachter Materialmix
Wieder hat Wilson Audio dem Gehäuse der Autobiography einen Mix aus verschiedensten Materialien verliehen. Neben den üblichen Verdächtigen wie Kohlefaser, Aluminium, Kupfer und Gold (für die Anschlüsse) kommen auch die Eigenkreationen mit den mystischen Namen X, V und H zum Einsatz. Die Verbundstoffe haben jeweils unterschiedliche Resonanzeigenschaften und stabilisieren das Gehäuse an präzise berechneten Stellen.

So weit, so gut. Ein kleines Detail haben wir bisher unerwähnt gelassen. Und das ist der „Rear Firing Tweeter“, also ein rückwärtig abstrahlender Hochtöner, der den obersten Mitteltöner bekrönt. Einen ähnlichen Hochtöner gab es schon bei den WAMM Chronosonic, dort saß er aber weiter unten am Gehäuse. Auch hier ist seine Aufgabe, für ein noch räumlicheres Klangbild zu sorgen. Natürlich kannst du die Wirkung dieses Treibers nach deinem Geschmack dämpfen.

Preis und Verfügbarkeit der Wilson Audio Autobiography
Mehr als 1800 präzisionsgefertigte Teile sollen in jedem Exemplar der Wilson Audio Autobiography stecken. 999.000 Euro werden für das Lautsprecherpaar fällig – in der Grundausstattung. Denn wie bei allen Wilson-Audio-Lautsprechern kannst du dich für verschieden aufwendige Lackierungen entscheiden. Im Laufe diesen Jahres sollen die ersten Paare erhältlich sein. Falls du zu den 99 Prozent der Weltbevölkerung gehörst, die von solchen Lautsprechern nur träumen können, solltest du zur diesjährigen High End nach Wien kommen. Dort wird der deutsche Vertrieb Audio Reference die Million-Lautsprecher vorführen. Wir sind schon sehr gespannt auf einen ersten Höreindruck.
Bis dahin findest du alle bereits von uns getesteten High-End-Lautsprecher hier, in unserer Bestenliste:


