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DS Audio DS-W3: Neuer optischer Referenz-Tonabnehmer

DS Audio stellt Tonabnehmer im Highend-Bereich her. Das System DS-W3 ist das neue Flaggschiff, das statt auf Magneten auf Lichtsensoren baut. Für einen stattlichen Preis.
Tonabnehmer DS Audio DS-W-3 an Tonarm Bild: DS Audio

DS Audio hat ein Faible für analoge Musik. Und für LEDs. Das japanische Unternehmen hat sich auf die Fertigung photooptischer Tonabnehmersysteme und der dazu passenden Elektronik spezialisiert. Das DS-W3 ist der neue Spitzenreiter unter den Tonabnehmern der Firma und soll alles bisher dagewesene in den Schatten stellen. Was DS Audio dir für eine UVP von 14.000 Euro bietet, erfährst du hier.

Photooptische Tonabnehmer: Aus Licht mach Ton

Der Tonabnehmer DS-W3 basiert, genau wie sein Vorfahre, der DS-W1, nicht auf dem MM- oder MC-Prinzip. Statt durch sich bewegende Magneten – oder Spulen – wird die Vibration der Nadel durch Licht und Schatten übertragen. Beim Grundaufbau befindet sich eine Lichtquelle und zwei Lichtsensoren im Tonabnehmer. Dazwischen sitzt ein dünnes Plättchen, das an am Ausleger der Nadel befestigt ist. Fährt die Nadel durch die Plattenrille, vibriert die Blende und unterbricht den Lichtfluss im Takt der Musik.

DS Audio DS-W3 Tonabnehmervergleich
Beim photooptischen System bewegt sich ein Plättchen zwischen Licht und Sensoren und erzeugt eine elektrische Spannung. Beim MM-System (links) erledigt das ein System aus Magneten und Spulen. | Bild: DS Audio

Die Sensoren wandeln dieses extrem schnelle Schattenspiel in eine analoge Spannung um, die anschließend von speziellen Vorverstärkern für deine HiFi-Anlage aufbereitet werden kann. Vorteile dieser Abtastung sind unter anderem ein geringeres Gewicht der Nadel, sowie keine Wechselwirkungen mit den Magneten eines MM- oder MC-Systems. Die Nadel gleitet also freier durch die Rille.

Die nächste Stufe: DS Audio DS-W3

Dieses Grundprinzip der photooptischen Signalübertragung hat DS Audio mit dem DS-W3 nun weiter verfeinert. Statt einer Lichtquelle setzt die der Tonabnehmer jetzt auf zwei LEDs. Eine für jeden Kanal, bzw. für jede Seite der Plattenrille. Dadurch verspricht sich DS Audio eine saubere Kanaltrennung. Auch das Material der Blendplatte hat DS Audio erneuert. Statt Aluminium sorgt reines Beryllium dafür, dass der Nadelträger mehr als die Hälfte seines Gewichtes verlieren konnte. Dieses liegt jetzt nur noch bei 0,74 mg, ein Bruchteil des Gewichtes herkömmlicher Magnetsysteme. Auch der Nadelträger wurde überarbeitet und besteht inzwischen aus dem seltenen Halbmetall Bor. Alle diese Updates sorgen dafür, dass die Ausgangsspannung des Tonabnehmers DS Audio DS-W3 von 40 auf 70 Millivolt ansteigt.

Der richtige Vorverstärker für das DS Audio DS-W3

Natürlich liefert dir DS Audio die passende Elektronik für das DS-W3 direkt mit. Die EQ-Unit, wie DS Audio den Phono-Vorverstärker bescheiden nennt, wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Insgesamt stehen Siebkapazitäten von 12 x 56.000 Mikrofarad zur Verfügung. Sogar die Dicke der Kupferleiterbahnen wurde verdoppelt, um eine möglichst saubere Signalübertragung zu gewährleisten.

DS Audio DS-W3 EQ-Unit
Ein spezieller Vorverstärker ist nötig, um das Signal des DS Audio DS-W3 zu verarbeiten. Das lässt sich DS Audio nochmal ordentlich kosten. | Bild: DS Audio

Deinen HiFi-Verstärker kannst du entweder am Cinch- oder XLR-Ausgang anschließen. Von beiden Schnittstellen hat die EQ-Unit von DS Audio zwei Paar.

Preise und Verfügbarkeit

Der hier betriebene Aufwand lässt den Preis hoch in den Highend-Olymp aufschnellen: Ab sofort kannst du das Tonabnehmersystem DS-W3 von DS Audio für 6.000 Euro kaufen. Den passenden Vorverstärker, die EQ-Unit gibt es für weitere läppische 8.800 Euro.

Was hältst du vom absoluten Luxus-System DS-W3? Übertriebener Aufwand oder legitime Sound-Steigerung? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

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