Startseite Video-Streaming YouTube YouTube in der Kritik: Erst Werbe-Frust, jetzt folgt Premium-Preiserhöhung

YouTube in der Kritik: Erst Werbe-Frust, jetzt folgt Premium-Preiserhöhung

YouTube hat gerade erst die Werbung ausgebaut. Prompt folgt auch schon eine Preiserhöhung der Premium-Abonnements.
YouTube erhöht die Preise für das Premium-Abo in den USA. Bild: Symbolbild; KI-generiert

YouTube macht sich derzeit keine Freund:innen. Zuletzt hat die Videoplattform offenbar mit eineinhalb Minuten langer, nicht überspringbarer Werbung experimentiert. Zuvor testete man bereits 30-sekündige Werbeblöcke. Mutmaßlich will der Dienst herausfinden, wo genau die Schmerzgrenze der Community liegt. In den USA geht man den dazu passenden nächsten Schritt. Denn man erhöht durchweg die Preise für das kostenpflichtige Premium-Abo.

Beispielsweise kostete YouTube Premium im Single-Abo bislang in den Vereinigten Staaten 13,99 US-Dollar im Monat. Der neue Preis beträgt 15,99 US-Dollar. Das Jahresabo kostet jetzt statt 139,99 nunmehr 159,99 US-Dollar. Der Familientarif wiederum hat sich von 22,99 auf 26,99 US-Dollar im Monat verteuert. Selbst das Lite-Abo wird kostspieliger. Interessierte sollen statt der bisherigen 7,99 fortan 8,99 US-Dollar im Monat zahlen. Die Preiserhöhungen betreffen sowohl Neu- als auch Bestandskund:innen (via Reddit).

In Deutschland gelten (vorerst) die bisherigen Preise für YouTube Premium.
In Deutschland gelten (vorerst) die bisherigen Preise für YouTube Premium. | Bild: Google

In Deutschland gelten aktuell noch die gewohnten Preise. YouTube Premium kostet für Einzelpersonen 12,99 Euro im Monat bzw. 129,99 Euro im Jahresabo. Das Familienabo liegt hierzulande bei 23,99 Euro. Das Lite-Abo, in welchem du unter anderem auf YouTube Music verzichten musst, kostet 5,99 Euro im Monat. Doch du bist es mittlerweile sicherlich gewohnt: Steigen in den USA die Preise, dann rückt die nächste Erhöhung meistens auch in Deutschland näher.

YouTube: Begründung für die Preiserhöhung bleibt vage

Google legt dabei nur eine vage Begründung für die Preiserhöhung vor. Man gibt an, YouTube Premium weiterentwickeln zu wollen und den Videomacher:innen eine gesicherte, finanzielle Basis bereitstellen zu müssen. Kürzlich hatte die Plattform dahingehend im Ausland für die Shorts, die Kurzvideos der Plattform, KI-Avatare eingeführt. Influencer:innen können sich ein KI-Abbild erstellen lassen, das ihnen optisch bis aufs Haar gleicht und auch mit ihrer Stimme spricht. Diesen Avatar können sie dann für KI-generierte Shorts einsetzen.

Die Funktion ist kontrovers in Zeiten des AI-Slops, den YouTube damit gewissermaßen noch aktiv befeuert. Immerhin werden auf jene Weise für die YouTube Shorts erzeugte Clips automatisch mit entsprechenden Wasserzeichen versehen und als KI-Inhalte offengelegt.

Letztendlich entwickelt sich YouTube aktuell immer mehr zu einer Werbeplattform. Willst du dich dem entziehen, dann musst du zahlen. Dass die Preise dabei ungeahnte Höhen erklimmen, kennen wir bedauerlicherweise ja auch von anderen Diensten. In den USA hat z. B. auch Netflix gerade erst die Abopreise erhöht. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die erhöhten Kosten zu uns herüberschwappen.

Lass dir deine gute Laune davon nicht vermiesen – vielleicht hilft ein neuer 75-Zoll-Fernseher?

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