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Smart TVs in Europa: Titan OS und Co. setzen LG und Samsung unter Druck

In Europa gewinnen Smart-TV-Plattformen wie Titan OS an Bedeutung. Das könnte Platzhirsche wie LG und Samsung in den nächsten Jahren unter Druck setzen.
Titan OS und Co. setzen LG und Samsung zunehmend unter Druck. Bild: TP Vision

In Europa ist Android TV/Google TV aktuell die am weitesten verbreitete Smart-TV-Plattform. Vielleicht hast du das System sogar selbst im Einsatz? Es werkelt auf diversen Einstiegs- und Mittelklasse-TVs kleinerer Marken. Doch auch Philips, Sony und TCL haben bisher weitgehend jene Lösung im Einsatz. Es zeichnet sich jedoch schon ein Wendepunkt ab. Denn die Marke Philips schwenkt bereits 2026 für ihre LCD- und OLED-Flaggschiffe zu Titan OS um. Innerhalb der nächsten Jahre könnte die Luft nicht nur für Google, sondern auch für LG und Samsung dünner werden.

So wagen die Marktforscher:innen von Omdia Research die Prognose, dass bis 2030 in Europa noch unbekannte Smart-TV-Plattformen wie Titan OS, TiVo oder auch V (ehemals VIDAA) ihre Marktanteile auf 28 Prozent vergrößern könnten. Aktuell stehen sie zusammengenommen noch bei ca. 21 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig, hängen aber auch mit Werbung zusammen. Denn Google steckt sich z. B. die Werbeeinnahmen selbst ein. Durch die Verwendung von eigenen Betriebssystemen wirtschaften die TV-Hersteller nicht in Googles, sondern in die eigene Tasche.

Noch führt Google TV in Europa - doch Plattformen wie Titan OS gewinnen an Bedeutung.
Noch führt Google TV in Europa – doch Plattformen wie Titan OS gewinnen an Bedeutung. | Bild: Omdia Research

Obendrein macht Google Partnern strenge Vorgaben. Sie können also das Design von Android TV/Google TV nicht weiter anpassen. Das sieht natürlich anders aus, wenn sie auf eigene Lösungen wie Titan OS und Co. setzen. In diesem Bezug ist das kaum öffentlich bekannt: In Europa haben sich TiVo und Titan OS auf dem Werbemarkt zusammengetan. Sie wenden sich also im Tandem an Werbetreibende, um ihre Chancen zu erhöhen. Das dürfte sich in den kommenden Jahren auszahlen.

Titan OS sind auch für Partner attraktiver als Google TV

Auch für Partner abseits der Urheber Philips und Hisense wirkt die Verwendung von Titan OS und V attraktiver als Google TV. Denn sie teilen die Werbeeinnahmen mit Lizenznehmern. Dies gilt auch für TiVo. Somit können die Hersteller auch nach dem eigentlichen Verkauf eines Fernsehers einen anhaltenden Strom von Einnahmen generieren – z. B. über Werbeeinnahmen durch FAST-Angebote.

Zudem basieren sowohl Titan OS und V als auch TiVo primär auf Linux und setzen auf Web-Apps. Das macht sie in der Praxis schlanker und performanter. Es ist weniger leistungsfähige Hardware notwendig. Google TV gilt dagegen als Ressourcenfresser. Gerade in Zeiten steigender Komponentenkosten erhöht das die Attraktivität von Alternativen.

Durch all diese Faktoren prophezeit Omdia, dass die kombinierten Auslieferungsmengen von Smart-TVs mit V, Titan OS und TiVo bis 2028 bereits auf 11,9 Mio. Einheiten im Jahr steigen könnten. 57 Prozent davon könnten auf die Plattform V von Hisense entfallen. Bis 2030 könnte V in Europa für sich genommen auf sieben Mio. ausgelieferte Smart-TVs im Jahr kommen. Da müssen sich wohl nicht nur Google, sondern auch LG und Samsung warm anziehen.

Das sind die besten Fernseher mit Google TV, die wir bisher getestet haben:

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