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Bose mit nächstem Schritt: Vom Kopfhörer-Hersteller zur Plattenfirma

Bose will sich in Zukunft breiter aufstellen. Der Hersteller von Kopfhörern und Lautsprechern will auch zur Plattenfirma werden.
Bose will sich auch als Plattenfirma versuchen. Bild: Symbolbild; KI-generiert

Der US-Hersteller Bose ist für seine Kopfhörer und Lautsprecher weltbekannt. Gerade erst haben wir für dich zum Beispiel den Lifestyle Ultra Speaker sowie die Lifestyle Ultra Soundbar getestet. Man hat sich unter anderem international einen Namen mit seinen Over-Ear-Kopfhörern gemacht, die aufgrund ihrer hervorragenden aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) in Flugzeugen bei Passagieren geradezu omnipräsent sind. Jetzt will der Anbieter aber überraschend in ganz neue Bereiche vorstoßen.

So hat man nämlich intern die Bose Studios aufgebaut. Tatsächlich baut man deswegen sogar eine eigene Plattenfirma namens Bose Records auf. Allerdings schränkt das Management des Konzerns direkt ein, dass es keinesfalls der Plan sei, sich jetzt mit Platzhirschen wie der Universal Music Group (UMG) und Co. anzulegen. Vielmehr wolle man Newcomer:innen und bisher unterschätzte Künstler:innen ins Rampenlicht ziehen. Dahinter steckt allerdings beileibe nicht nur Altruismus.

Denn die Bose Studios sowie die hauseigene Plattenfirma sollen offenbar dem Marketing unterstehen. Ziel ist es also unter anderem auch, die Musik der unter Vertrag stehenden Künstler:innen für Werbespots und Kampagnen zu verwenden. Da ist es natürlich praktisch, dass man keine Lizenzgebühren zahlen muss, wenn man selbst auch als Label agiert. Doch gleichzeitig will man den unter Vertrag stehenden Musiker:innen auch viele Freiräume lassen.

Bose Records: Eine Plattenfirma der anderen Art?

So hat Bose erklärt, dass man sich etwa nicht die Rechte an den Masterbändern sichern wolle. Zudem habe man auch kein Interesse daran, Anteile an den Plattenverkäufen oder Streams einzuheimsen. Außerdem soll es den Künstler:innen des hauseigenen Labels freistehen, parallel mit anderen Plattenfirmen Verträge einzugehen. In erster Linie geht es also darum, eine Art Deal einzugehen: Musiker:innen bekommen finanzielle Schützenhilfe für Aufnahmen sowie Aufmerksamkeit durch die Werbekampagnen. Dafür kann der Audiohersteller die jeweiligen Songs kostenfrei nutzen.

Diese Idee ist durchaus nicht neu. Auch Red Bull und Starbucks haben in der Vergangenheit etwa zu ähnlichen Zwecken eigene Plattenfirmen betrieben. Die Schwierigkeit dabei ist es, die richtigen Musiker:innen auszuwählen. Bose wird sich vermutlich auf bestimmte Genres fokussieren müssen, um eine klare Identität zu finden. Ein zu bunter Strauß an Musik würde Wiedererkennungswert vermissen lassen. Zumal es darum gehen wird, sowohl bei Bands als auch bei Fans eine gewisse Glaubwürdigkeit zu erhalten.

Bose will dabei sogar noch weitergehen. Um die Marke in der modernen Popkultur stärker zu verankern, will das Unternehmen etwa auch eigene Serien und Filme mit „legendären Hollywood-Schauspielern“ produzieren. Zudem sind eine eigene YouTube-Serie, Podcasts und Konzerte bzw. Festivals geplant. Ziel ist es dabei laut dem Management, keine „Dauerwerbesendungen“ zu fabrizieren, sondern authentisch mit Musik zu unterhalten, die zum Unternehmen passt. Wir sind jedenfalls schon einmal gespannt.

Das hier sind die besten Over-Ear-Kopfhörer, die wir bisher getestet haben:

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