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WiiM Bar im Test: Mehr Streaming-Talent als nur Soundbar?

Mit Hingucker-Display und Streaming-Wurzeln möchte WiiM mit der Bar jetzt bei den Soundbars durchstarten. Ob es gelingt, zeigt unser Test.
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WiiM Bar im Test
Anzahl Kanäle
3.0.2
Anschlüsse / Schnittstellen
HDMI-eARC, Optisch, Cinch, USB-A, Ethernet
AirPlay 2
Ja
Sprachsteuerung
Amazon Alexa
Abmessungen (BxHxT)
1060 x 80 x 105 mm
Preis
499 Euro
In Kürze
Mit ein wenig mehr Feintuning beim Klang wäre die WiiM Bar an noch mehr Konkurrentinnen locker vorbeigezogen – das Gesamtpaket ist nämlich durch das Display und die Streaming-Möglichkeiten ziemlich stark.
Vorteile
  • Modernes Design mit Touchscreen-Display
  • Klasse Streaming-Möglichkeiten
  • Klare Dialoge
  • Viele Anschlussmöglichkeiten
Nachteile
  • Klang zu mittenbetont
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WiiM mischt immer mehr den Markt auf – gerade im Bereich der Streaming-Verstärker, aber neuerdings auch bei den Lautsprechern. Mit der WiiM Bar soll es jetzt ins heimische Wohnzimmer gehen. Kann die Soundbar aber abseits des Streamings und des interessanten Looks überzeugen? Wir finden es im Test heraus.

Die WiiM Bar hat dich schon überzeugt? Hier findest du sie im Angebot:

Über diesen Test: Wir haben die WiiM über einen Zeitraum von einer Woche getestet. Unser Testexemplar wurde uns von der Firma zur Verfügung gestellt.

Ein echter Hingucker

Bevor wir auf den Klang der WiiM Bar eingehen, müssen wir direkt über das Design sprechen. Denn das sticht merklich aus der Masse der Soundbars heraus. Das hat einen ganz einfachen, kreisrunden Grund: das frontseitige Display, das zentral in der Mitte thront.

Das Display ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch ziemlich praktisch. Denn es reagiert auf Toucheingaben. So kannst du, ganz ohne App, bequem ein wenig Musik streamen – dazu aber später noch mehr. Oder Informationen anzeigen lassen. Ist die WiiM Bar im Standby, erscheint eine Uhr – aller per App anpassbar, sowohl Design als auch Art der Zeitanzeige. Und sogar, ob überhaupt etwas im Standby angezeigt werden soll.

Display mit Uhrzeit
Keine Lust auf einfache Zeiger? Dann pass das Display per App einfach an.

Wenn wir uns eine Sache für eine mögliche Nachfolge-Soundbar oder eine Pro-Version wünschen dürften, dann wäre das höchstens ein OLED‑Screen. Denn aus schrägen Winkeln oder im dunklen Raum kann das Display dann nicht mehr ganz so stimmig mit dem schwarzen Gehäuse wirken. Weil eben der Blickwinkel den schwarzen Hintergrund der Uhr etwa gräulich scheinen lässt. Aber: OLEDs sind teuer, das hätte den Preis natürlich auch hochgetrieben. Daher nur ein Wunsch von uns – aber wir haben ja auch viel mit OLED-Fernsehern zu tun.

Edle Aufmachung, gute Verarbeitung

Abseits des Displays punktet WiiMs erste Soundbar mit einer schlichten Optik. Wer nicht gerne schwarze Geräte daheim aufstellt, kann die WiiM Bar übrigens auch in weißer, matter Ausführung bekommen. Oder alternativ in Schwarz mit Hochglanzoptik.

Detailansicht WiiM Bar
Schöne Verarbeitung und ein schlichtes Design.

Die Verarbeitung ist ebenfalls klasse, vor allem für den Preispunkt. Dazu zählen wir auch die haptisch sehr schmiegsame Fernbedienung, auf die wir ebenfalls noch zu sprechen kommen. Kurzum: Durch das Display ist die WiiM Bar ein echter Hingucker, das schlichte Design drumherum macht sie aber gleichermaßen unscheinbar und kompatibel mit so gut wie jedem Einrichtungsstil.

So klingt die Soundbar von WiiM

Ganz nüchtern betrachtet handelt es sich bei der WiiM Bar um eine All-in-One-Soundbar mit Unterstützung für Dolby Atmos und auch DTS:X. Dabei kommen zwei nach oben gerichtete Lautsprecher zum Einsatz, die echten 3D-Klang liefern – denn über Schallreflexionen an der Decke wirkt es, als kämen Klänge von oben.

WiiM Bar auf Lowboard vor Fernseher
In der Soundbar steckt ein 3.0.2-Kanal-Setup drin.

Neben diesen beiden Lautsprechern stecken natürlich noch weitere Speaker in der Soundbar. Etwas verwunderlich: Auf seitliche Lautsprecher für virtuellen Surround-Sound wird verzichtet. WiiM selbst wirbt bei der Bar aber auch nur mit einem 3.0.2-Kanal-Setup.

Musikalisch veranlagt

WiiM kommt aus dem Musikbereich. Also wollen wir sie da als Erstes auf die Probe stellen. Vorab ist nicht viel notwendig: App herunterladen, kurz die Einrichtung durchlaufen, um die Bar mit dem Netzwerk zu verbinden, schon können wir losstreamen. Spotify Connect wird unterstützt, ebenso Tidal Connect und Qobuz Connect. Selbst Roon Ready ist sie. Wer mag, kann sich in der WiiM-Home-App aber auch bei den Streaming-Diensten anmelden, um da alles unter einem Dach zu haben.

Linke Seite WiiM Bar
Breite Bühne und kraftvoller Bass machen bei Musik Spaß.

Klasse: Im Track Everything Matters von Aurora öffnet sich hörbar die Bühne mitten im Song. Die Stimmen, die im Raum zu schweben scheinen, reichen über die Grenzen der Soundbar hinaus. Dabei kann die WiiM Bar die helle Stimme der Sängerin schön wiedergeben. In einem anderen Fall, Aufstehn! von Seeed, wummern uns kraftvolle Bässe entgegen. Nicht immer perfekt kontrolliert, aber für eine All-in-One-Soundbar dennoch beachtlich kraftvoll.

Der positive Eindruck zieht sich durch verschiedene Alben und Genres. Stimmen klingen präsent und warm, Bässe überzeugen und Details von Instrumenten sind schön vorhanden, nie aber aufdringlich. In der Hinsicht macht WiiMs Soundbar also einer Sennheiser Ambeo Soundbar Mini ordentlich Konkurrenz.

Klare Dialoge bei der WiiM Bar … zu klare

Leider dreht sich das Blatt ein wenig, wenn wir zu Filmen und damit zum Heimkino übergehen. Denn nicht immer ist der Klang so schön ausgewogen, wie es bei vielen Liedern der Fall ist. Denn der Klang ist klar mittenbetont.

Soll heißen: Dialoge sind richtig schön verständlich. Wenn Dave Bautistas Charakter Sapper Morton in Blade Runner 2049 schon längst dämmert, was ihm blüht, er dennoch die Kontrolle bewahrt und ruhig erklärt, was er kocht, dann entgeht uns kein noch so leise gesprochenes, fast schon genuscheltes Wort. Die Natürlichkeit der Dialoge ist aber der Knackpunkt.

Detailaufnahme WiiM Bar Schrägansicht
Der Center-Kanal nimmt für unseren Geschmack zu viel Raum ein.

Die Dialoge fallen im Klangmodus Film etwas zu präsent aus, wodurch sie ein wenig die Show der restlichen Klänge stehlen. Dadurch entgeht uns, wie erwähnt, kein Wort, es klingt aber nicht immer schön ausgewogen. Es wirkt eher, als sei ein Sprachverstärker permanent eingeschaltet, obwohl die WiiM Bar so einen Tonmodus ebenfalls besitzt und in dem Fall dann den Effekt nur weiter verstärkt – notwendig ist er aus unserer Sicht daher nicht.

Mittenbetont heißt aber zum Glück nicht, dass der WiiM Bar bei den Bässen die Puste ausgeht. Mit den durchdringenden, tiefen Bässen zu Beginn von Blade Runner 2049 kommt sie erstaunlich gut zurecht. Kontrolliert und kraftvoll geht sie ans Werk, auch wenn vielleicht nicht jeder tiefe Ton perfekt sitzt. Aber welche All-in-One-Soundbar beherrscht das schon? Spoileralarm: nur sehr wenige.

3D-Klang kann sie

Es fehlen aber eben die Höhen und Details. Dadurch ist der gesamte Klang leider nicht immer stimmig – für eine 500-Euro-Soundbar aber noch immer ziemlich gut und weitaus besser als der Klang, den so gut wie jeder Fernseher liefern kann.

Was hingegen stimmig ist, ist der 3D-Klang bei Dolby-Atmos- oder DTS:X-Tonspuren. Die Bühne wirkt oft schön breit, immer wieder reichen Töne weit in den Raum hinein und schaffen es sogar über unsere Köpfe. Ganz so breit oder gut ortbar wie bei einer Sonos Beam Ultra ist das nicht, die Dolby-Atmos-Soundbar von WiiM kostet aber nur etwas mehr als die Hälfte.

Upfiring-Lautsprecher Detailaufnahme
Die Upfiring-Lautsprecher leisten einen guten Job für raumfüllenden Sound.

Und wem die Räumlichkeit nicht reicht, der kann bei Bedarf noch nachhelfen, Rear-Speaker lassen sich noch koppeln. Wer mehr Bass wünscht, kann zusätzlich noch einen WiiM-Subwoofer verbinden, um dann aus der schlanken Leiste ein ganzes Soundbar-Surround-Set zu machen.

Insgesamt gesehen liefert die WiiM Bar so einen kraftvollen Klang mit tiefen Bässen und eine super Verständlichkeit von Dialogen sowie ein wenig Räumlichkeit, bei der es nur leider ab und zu an Details und Ausgewogenheit mangelt.

Wie gut die Soundbar allein im Vergleich mit anderen All-in-One-Modellen abschneidet, zeigt ein Blick in unsere Bestenliste:

Die Anschlüsse der WiiM Bar

Erfreulich ist nicht nur, wie gut man mit der WiiM Bar streamen kann. Der Musikgenuss geht nämlich noch weiter – indem die passenden Anschlüsse verbaut sind.

Anschlüsse WiiM Bar
Alles dabei, was man sich bei den Anschlüssen wünschen kann.

Neben dem obligatorischen HDMI-Anschluss mitsamt eARC für verlustfreies Übertragen von etwa Dolby-Atmos-Tonspuren zwischen Fernsehern und Soundbar, gibt es für ältere TVs oder weitere Geräte einen optisch-digitalen Audioeingang. Außerdem ist noch ein Cinch-Anschluss verbaut, als analoger Audioeingang, wenn du etwa einen CD-Player anschließen möchtest.

Über den USB-Anschluss kannst du dann noch Musik übertragen und die Ethernet-Buchse hilft, falls deine WLAN-Verbindung vielleicht nicht stabil genug ist. Bluetooth gibt es natürlich ebenfalls, genau wie Apples AirPlay 2. Und sogar noch die Möglichkeit, Bluetooth-Kopfhörer mit der Soundbar zu koppeln, falls du vielleicht mal einen Film schauen möchtest, ohne andere Personen zu stören.

So schlägt sich die moderne Soundbar im Alltag

Im Grunde haben wir die App immer wieder angerissen. Und bei WiiM ist sie, vielleicht noch mehr als bei anderen Herstellern, ein schöner Dreh- und Angelpunkt. Die WiiM Home App für Android oder iOS solltest du dir allein aufgrund der Einrichtung schon herunterladen. Darüber verbindest du die Soundbar mit dem Internet und kannst dann gleich RoomFit noch durchlaufen, um per Mikrofon des Smartphones Raum und Soundbar klanglich aufeinander abzustimmen.

Über die App kannst du aber natürlich ebenso Quellen anwählen, die Klangmodi durchwechseln oder sogar per 10-Band-Equalizer den Sound ganz an deine Bedürfnisse anpassen. Außerdem kannst du hier natürlich deine Musik-Streaming-Dienste sammeln und so besonders bequem aus verschiedenen Quellen deine Lieblingssongs abspielen.

Und natürlich solltest du auch mal einen Blick in die Anpassungsmöglichkeiten des Displays der WiiM Bar selbst werfen. Neben Helligkeit oder dem Abschalten bei Standby bestimmst du hier vor allem, wie es aussehen soll, wenn etwa Musik läuft – also wie die Albumcover und Songinfos dargestellt werden. Oder welcher Uhrzeiger dir gefällt.

Auch ohne App bequem

Keine Angst aber: Wer keine Lust auf die App hat, kann sie nach der ersten Einrichtung problemlos ignorieren. Denn eine Fernbedienung liegt bei. Und die bietet im Grunde alles, was man im Alltag braucht. Tasten für die Klangmodi, einen Knopf für die Quellenwahl und vor allem Tasten für die Medienwiedergabe.

Fernbedienung neben Soundbar
Liegt gut in der Hand, sieht schön aus und hat alle wichtigen Tasten dabei.

WiiM zeigt auch hier, dass Streaming eine Priorität war und ist, aber es ist halt auch praktisch, wenn man Lieder nicht nur pausieren, sondern auch Tracks durchschalten kann. Seitlich sitzt noch eine Taste für das Mikrofon, damit kann dann Amazons Alexa genutzt werden. Funktioniert einwandfrei.

Bedienelemente über Display der WiiM Bar
Über dem runden Display sind zusätzliche Tasten für die Medienwiedergabe.

Und als ob das nicht reichen würde, ist eben noch das Touchscreen-Display da, über das ebenfalls zum Beispiel die Musikwiedergabe gestartet werden kann. Das könnte bei der nächsten Party also nicht nur ein Hingucker, sondern ein kleiner Gamechanger sein.

Unser Testurteil zur WiiM Bar

Wer eine Soundbar sucht, die gerade im Bereich Musik-Streaming alles abdecken kann, einfach in der Handhabung ausfällt und noch dazu mehr als stylisch aussieht, der ist bei der WiiM Bar wirklich bestens aufgehoben. So ein Display hat sonst keine Option auf dem Markt.

Beim Heimkino hingegen fehlt es ein wenig an Ausgewogenheit. Dialoge sind zwar klar und die Bässe kraftvoll, das gewisse Etwas fehlt aber. Dafür kann man unkompliziert aufrüsten und per Equalizer den Klang ganz nach den eigenen Wünschen anpassen. Der Preis ist daher für das Gesamtpaket mehr als fair.

HIFI.DE-Testsiegel-Soundbar-WiiM-Bar-8.3

Die WiiM Bar findest du hier im Angebot:

Technische Daten
Anzahl Kanäle 3.0.2
Anschlüsse / Schnittstellen HDMI-eARC, Optisch, Cinch, USB-A, Ethernet
Unterstützte Soundformate Dolby Atmos, DTS:X, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital
AirPlay 2 Ja
Netzwerk Ja
Sprachsteuerung Amazon Alexa
Farbvarianten Schwarz (matt oder hochglanz), Weiß
Abmessungen (BxHxT) 1060 x 80 x 105 mm
Gewicht 5 kg
Preis 499 Euro

Möchtest du wissen, welche Soundbar bei uns Kategorie-übergreifend ganz vorn steht? Dann wirf einen Blick in unsere Bestenliste:

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