Sonos Ace Ultra im Test: Im zweiten Anlauf zum Erfolg?
- Kopfhörertyp
- Ohrumschließend
- Akku-Laufzeit
- 35 Stunden (mit ANC)
- Akku-Ladezeit
- 3 Stunden
- Bluetooth-Standard
- 6.0
- Audio-Codecs
- SBC, AAC, aptX
- Gewicht
- 325 g
- Preis
- 449 Euro
Der Sonos Ace Ultra ist ein gut klingender, spaßig abgestimmter Kopfhörer mit je nach Situation gutem bis sehr gutem Noise-Cancelling. Die Anbindung ans Sonos-System ist ein praktisches Extra, falls du auch Lautsprecher der Marke besitzt.
- Starkes Noise-Cancelling
- Schöner, spaßiger Klang
- Interagiert per WLAN mit anderen Sonos-Lautsprechern
- Lange Akkulaufzeit
- Warme klangliche Abstimmung geht teils auf Kosten von Details
- Kein Auracast
2024 kündigte Sonos den Ace an. Eine große Sache: Es war der erste Kopfhörer der kalifornischen Marke, die immerhin bereits seit Anfang der 2000er Audioprodukte herstellt. Leider schlug der Sonos Ace nicht mit der erhofften Wucht ein: keineswegs ein schlechter Kopfhörer, aber auch kein neuer Spitzenreiter. Das Potenzial des breiteren Sonos-Systems blieb ungenutzt. Und dann wurde der Launch auch noch vom desaströsen App-Relaunch überschattet, dessen Gespenst der Firma noch jahrelang anhängen sollte.
Der Nachfolger Sonos Ace Ultra soll einiges besser machen. Kann er die Last des Vorgängers abschütteln? Und wie schneidet er im Vergleich zur Konkurrenz in Form von Apple, Sony oder Bose ab? Wir haben es getestet.
Hier kannst du den Sonos Ace Ultra kaufen:
Sonos Ace Ultra im Klangtest
Später gehen wir noch auf wichtige Aspekte wie die Akkulaufzeit des Kopfhörers oder seine Bedienung ein. Den Einstieg machen wir aber mit dem wichtigsten Merkmal eines Kopfhörers: seinem Klang. Der Vorgänger machte uns in diesem Punkt große Hoffnungen: Er überzeugte im Test mit seinem angenehmen, warmen und trotzdem authentischen Klang.

Der Sonos Ace Ultra schlägt in dieselbe Kerbe und sucht den Mittelweg. Denn beim Kopfhörer-Sound gibt es grob gesagt zwei Lager: das des eher neutral abgestimmten, „audiophilen“ Sounds, und das des spaßbetonten, basslastigen „Mainstream“-Sounds. Den Sonos Ace Ultra würden wir irgendwo dazwischen anordnen. Er klingt nicht so betont neutral wie z. B. ein Sennheiser HDB 630, ist aber auch kein grobschlächtiges Bassmonster. Stattdessen versucht er, das Beste beider Welten abzuliefern. Ganz nach der Devise eines Sony WH-1000XM6 oder Apple AirPods Max 2.

Ob dir das Ergebnis gefällt, kommt ganz auf deinen Geschmack an. Ein kompetent abgestimmter, musikalischer Kopfhörer ist der Ace Ultra in jedem Fall: Instrumente wie Gitarren oder Klaviere stellt er schön authentisch dar. Trap-Beats wie in Bad Bunnys Nuevayol drückt er dir mit mitreißendem Enthusiasmus in die Ohren, ohne, dass sein Bassbereich übermäßig aufgebläht wirkt. Nur gelegentlich geht der tendenziell warme Klang auf Kosten der Details. Noah Kahans Porch Light z. B. hätte von etwas weniger Tiefmittenanteil profitiert. So verliert der Rhythmus des Songs leider an Präzision.

Um audiophile Hörer:innen wirklich abzuholen, fehlt dem Sonos Ace Ultra zuletzt etwas Glanz im Höhenbereich. Allerdings bringt er immer noch genug Details ins Spiel, um nicht unschön dumpf zu klingen. Und diese Zurückhaltung hat auch einen entscheidenden Vorteil: nämlich, dass der Ace Ultra auch über längere Hörsessions hinweg angenehm und entspannt klingt. Er hat unsere Ohren auch nach mehreren Hörstunden noch nicht ermüdet.
Dich interessiert, wie der Sonos Ace Ultra im Vergleich zu seinen Konkurrenten abschneidet? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Noise-Cancelling: Sonos will an die Spitze
In puncto aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) fällt unser Fazit fast identisch zum Vorgänger aus: Der Sonos Ace Ultra macht den Spitzenreitern Konkurrenz. Geht es um konstante Geräusche wie das Rauschen von Flugzeugturbinen, reicht der Sonos-Kopfhörer dem Sony WH-1000XM6 oder Apple AirPods Max 2 fast das Wasser. Schwerer tut er sich mit unvorhersehbaren Geräuschen wie Stimmen oder allgemeinem Bürolärm. Hier sehen wir ihn eher auf dem Niveau eines Bowers & Wilkins Px7 S3: immer noch gut, aber eben nicht absolute Spitzenklasse. Und noch etwas trübt den guten Eindruck: Das ANC des Sonos Ace Ultra ist nicht regelbar. Möchtest du Umgebungsgeräusche reduzieren, geht das nur mit maximaler Intensität.

Wie eigentlich alle ANC-Kopfhörer hat auch der Sonos Ace Ultra über den ANC-Modus hinaus noch einen Transparenzmodus parat. Dabei werden Umgebungsgeräusche nicht unterdrückt, sondern vielmehr verstärkt. So verstehst du z. B. deine Mitmenschen an der Supermarktkasse, ohne den Kopfhörer abnehmen zu müssen. Auch hier gilt: ganz oder gar nicht. Abstufungen gibt es nicht. Dafür ist aber auch der Transparenzmodus des Sonos Ace Ultra erste Klasse. Er gibt deine Umgebung mit einer Natürlichkeit an deine Ohren wieder, die uns an die beeindruckende Leistung des AirPods Max 2 erinnert.
Sonos Ace Ultra in der Praxis: Akkulaufzeit und Bluetooth
Unterwegs ist neben ANC noch eins wichtig: die Akkulaufzeit. Die liegt beim Sonos Ace Ultra bei bis zu 35 Stunden. Sofern du das Noise-Cancelling die ganze Zeit über eingeschaltet hast. Hörst du ohne ANC Musik, steigt die Gesamtlaufzeit auf bis zu 50 Stunden.

Im Normalfall hörst du wahrscheinlich per Bluetooth Musik. Hier kannst du dich über die Stand 2026 sehr moderne Bluetooth-Version 6.0 sowie die hochauflösenden Codecs der aptX-Familie freuen: von aptX HD bis aptX Lossless. Wir vermissen allerdings Auracast. Die neue Broadcast-Technologie findet mittlerweile in die meisten neuen Bluetooth-Kopfhörer Einzug und verspricht, das Teilen von Musik in Zukunft zu vereinfachen. Schade also, dass Sonos nicht auf den Zug aufspringt.
Übrigens: Hörst du ohnehin lieber kabelgebunden, steht dir der USB-C-Anschluss zur Verfügung.
Multiroom und Heimkino: Das bringt die Anbindung ans Sonos-System
Was den Sonos Ace Ultra zu etwas Besonderem macht, ist die Anbindung ans weitere Sonos-Ökosystem. Darauf hatten wir schon beim Vorgänger gehofft. Leider blieb der Sonos Ace – bis auf einen Anwendungsfall im Heimkino – vom breiteren System abgeschottet.

Der Sonos Ace Ultra bessert in dieser Hinsicht nach. Er kann wie alle Sonos-Lautsprecher über die Sonos-App ins System eingebunden werden. Dadurch wird vor allem ein Feature möglich: das neue „Headphone Linking“. Du kannst jetzt den Ton ganz schnell von einem Sonos-Lautsprecher auf den Sonos-Kopfhörer wechseln, und umgekehrt. Kommst du z. B. von der Arbeit nach Hause, kannst du die Musik mit einem einzigen Knopfdruck am Kopfhörer beenden und nahtlos auf deinem Sonos Era 100 oder Era 300 fortsetzen.

Allerdings ist der Sonos Ace Ultra keinesfalls ein vollwertiges System-Mitglied. Das „Headphone Linking“ ist die spannendste Neuheit, die die Integration ermöglicht, und selbst das kommt mit Einschränkungen daher. Denn obwohl es auf einer WLAN-Verbindung basiert, unterstützt Headphone Linking keine kabellosen Lossless-Audio-Streams. Laut Sonos verwendet die Funktion einen „hochwertigen Stereo-Audiostream mit verlustbehafteter Komprimierung“.
Ein weiteres Beispiel: Sonos hat zeitgleich mit dem Ace Ultra auch „Sonos 27mcp“ eingeführt. Der Connector erlaubt es KI-Assistenten wie Claude, dein Sonos-System zu steuern. Der Sonos Ace Ultra bleibt hier außen vor.
Sonos Ace Ultra: Der Partner fürs Heimkino
Im Grunde weitet das „Headphone Linking“ auch nur eine Funktion aus, die wir schon vom Vorgänger kennen und die sich auch beim Ultra wiederfindet: „TV Audio Swap“. Darüber kannst du den Ton deiner Sonos-Soundbar an bis zu zwei Kopfhörer weitergeben – inklusive Dolby Atmos. So kannst du abends auf der Couch mit deiner Partnerin oder deinem Partner einen Film anschauen, ohne die Kinder zu wecken.

Die Bedienung des Sonos Ace Ultra
An dieser Stelle wollen wir als Erstes Entwarnung geben: Du kannst den Sonos Ace Ultra in ein bestehendes Sonos-System einbetten. Das musst du aber nicht. Du kannst die Sonos-App auch als ganz normale Begleit-App nutzen, wie sie fast jeder andere Premium-Kopfhörer hat. Du brauchst dafür nicht einmal einen Sonos-Account.
Aber einen Schritt zurück. Die App ist hilfreich, wenn es um Feintuning geht. Im Alltag steuerst du den Ace Ultra aber primär über die Bedienelemente am Gehäuse. Wie sehen diese also aus?
Haptische Bedienelemente statt Touchfeldern
Sonos verzichtet bei seinem Over-Ear-Kopfhörer auf Touchfelder in den Ohrmuscheln, wie du sie z. B. beim Sennheiser Momentum 5 Wireless findest. Stattdessen verteilen sich drei haptische Knöpfe auf die beiden Muscheln. Ein Knopf links schaltet den Kopfhörer ein. Rechts sitzen zwei Bedienelemente: ein weiterer Knopf sowie ein Schieberegler.

Der Knopf wechselt vom ANC- in den Transparenzmodus. Der Schieberegler übernimmt dagegen vergleichsweise viele Funktionen. Drückst du ihn einmal, pausiert die Musik; zweimal und du skippst im Album einen Track weiter; dreimal und die Trackauswahl bewegt sich rückwärts. Schiebst du den Regler hoch oder runter, verändert sich die Lautstärke. Und hältst du ihn lange gedrückt, wechselt die Musikwiedergabe wie beschrieben zwischen dem Kopfhörer und deinen anderen Sonos-Lautsprechern hin und her.
Die Sonos-App als Kopfhörer-Zentrale
In der App findest du dann ausführliche Informationen über den Kopfhörer – etwa den aktuellen Akkustand oder den aktiven ANC‑Modus. Außerdem findest du hier einen Equalizer sowie nette Extras wie einen Modus, der die Lebensdauer des verbauten Akkus verlängert.
Unser Eindruck ist, dass die Sonos-App sich vom vermasselten App-Relaunch 2024 größtenteils erholt hat. Nutzt du nur den Kopfhörer, bekommst du den Großteil der App ohnehin nie zu sehen. Denn der Ace Ultra verfügt über ein ganz eigenes Menü, mit dem wir intuitiv sehr gut zurechtgekommen sind.
Elegantes Design
Der Ace Ultra ist einer der hochwertigeren Over-Ear-Kopfhörer am Markt. Ein besonders schicker Akzent ist das metallene Verbindungsstück zwischen Ohrmuscheln und Kopfbügeln. Die Ohrmuscheln sitzen bei diesem Modell etwas flexibler in der Aufhängung, als noch beim Vorgänger. Der Kopfhörer passt sich also noch besser an deine Kopfform an. Seine Arme drücken fest, aber nicht übermäßig druckvoll, an den Kopf. Wie er auf deinem Kopf sitzt, ist aber natürlich ganz persönlich – wir empfehlen wie immer ein Probetragen.

In puncto Reparierbarkeit macht Sonos kleine Fortschritte. Die Ohrpolster sind weiterhin magnetisch befestigt und austauschbar. Zusätzlich kannst du beim Sonos Ace Ultra aber auch den Akku austauschen. Wir hätten uns gefreut, wenn auch das Kopfband austauschbar wäre – das ist aber leider fest verbaut.
Unser Fazit zum Sonos Ace Ultra
Der Sonos Ace Ultra macht gut, was schon der Vorgänger gut machte, und bessert in einigen Punkten nach. Du erhältst hier einen gut klingenden, spaßig abgestimmten Kopfhörer mit (je nach Situation) gutem bis sehr gutem Noise-Cancelling. Unterwegs steht er dir mit seiner langen Akkulaufzeit treu zur Seite, und in den eigenen vier Wänden integriert er sich problemlos, wenn auch weiterhin nicht so umfassend wie erhofft, ins breitere Sonos-System.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Kopfhörertyp | Ohrumschließend |
| Akku-Laufzeit | 35 Stunden (mit ANC) |
| Akku-Ladezeit | 3 Stunden |
| Schnellladefunktion | Ja, 3 Min. Laden für 3 Std. Laufzeit |
| Bluetooth-Standard | 6.0 |
| Audio-Codecs | SBC, AAC, aptX |
| Gleichzeitige Verbindungen | Ja |
| Steuerungs-App | Ja |
| Wandler | 40 mm |
| Faltbar | Nein |
| Mitgeliefertes Zubehör | Case mit Kabeltasche, USB-C-zu-USB-C-Kabel, USB-C-zu-3,5-mm-Kabel |
| Gewicht | 325 g |
| Preis | 449 Euro |
Der Sonos Ace Ultra ist doch nicht der richtige Kopfhörer für dich? Hier findest du weitere ANC-Kopfhörer, die wir getestet haben:

