Hisense M2 Pro im Test – vollgepacktes Beamer-Paket zum kleinen Preis
- Lichtquelle
- Laser
- Auflösung
- 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift
- HDR
- HDR10, HDR10+, HLG
- Zoom (optisch)
- Ja
- Anschlüsse
- HDMI, USB, LAN
- Smart TV
- Ja
- Abmessungen (BxHxT)
- 193 x 218 x 230 mm
- Preis
- 1299 Euro
Was Hisense an Features in den M2 Pro gestopft hat, ist für den Preis beeindruckend. Das klasse Gesamtpaket trüben auch nicht die leichten Farbabweichungen beim Bild.
- Attraktiver Preis
- Gaming-Features dabei
- Optischer Zoom
- Nicht ganz so hell
- Etwas dünner Klang
Beamer gibt es von Hisense in verschiedenen Formen und Arten. Mit dem C1 haben sie vor Jahren gezeigt, dass Heimkino nicht unbedingt teuer sein muss. Der Hisense M2 Pro setzt da noch einen drauf und ist mittlerweile für unter 1000 Euro zu haben. Trotzdem bietet er auf dem Papier viel. Wie gut das Bild und die weiteren Features wirklich ausfallen, finden wir im Test heraus.
Wenn du schon nach dem perfekten Angebot für den Hisense M2 Pro suchst, findest du es hier:
Das Design des Hisense M2 Pro
Ziemlich schlank und vor allem silbern glänzend präsentiert sich der Hisense M2 Pro. Die eigentliche Standfläche fällt eher flach aus, die Stangen, an denen der gesamte Beamer-Kopf hängt, sind fest verbaut. Der eigentliche Beamer ist dann aber neigbar. Dadurch kann das Bild schnell in der Vertikalen angepasst werden – aber dazu gleich mehr.

Bis auf die Stangen, an denen der Beamer förmlich aufgehängt ist, bestehen alle Teile aus Kunststoff. Macht aber nichts, es fühlt sich trotzdem gut an. Ja, es gibt Beamer auf dem Markt, die sich hochwertiger anfühlen. Aber der Hisense M2 Pro ist mehr als funktional. Die Spaltmaße sind gering, die Verarbeitung auf gutem Niveau.

Was die Optik selbst betrifft, bleibt es am Ende immer eine Frage des Geschmacks. Die vom Standfuß unabhängige Aufhängung ist mittlerweile Standard geworden, das silberne Finish aber nicht gerade unauffällig. Uns gefällt das Design insgesamt aber gut.
Praktisch: Der Hisense M2 Pro wird in einer stabilen Styroporbox verpackt geliefert. Die ist aber wiederverwendbar und kann als Aufbewahrungscase genutzt werden, damit du den Beamer auch mal gefahrlos woandershin mitnehmen kannst. In der Hinsicht ist er also vielen Mini-Beamern ähnlich.
Einrichtung im Handumdrehen
Mittlerweile haben wir einige Hisense-Beamer testen können. Bei allen kann man im Grunde von „Plug and Play“ sprechen. Soll heißen: Die Einrichtung ist, wenn du möchtest, auf Knopfdruck erledigt. Du musst nicht mehr viel machen.

Wobei das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Zumindest grob musst du den M2 Pro von Hisense schon physisch und per Hand auf die gewünschte Projektionsfläche ausrichten. Und wenn du den Beamer dauerhaft an einem Ort nutzen möchtest, dann sollte die Ausrichtung nicht nur grob sein, sondern schon im richtigen Abstand und Winkel. Trotzdem kann der Hisense M2 Pro auf Wunsch viele Kleinigkeiten ausbügeln, um dir an nahezu jeder Wand ein tolles Bild zu liefern.
Automatische Bildanpassungen
Ob es der Fokus ist, eine Trapezkorrektur oder Dinge wie die Erkennung von Hindernissen: Wenn man den Projektor von Hisense einfach mal machen lässt, kommt in den meisten Fällen ein gerades und wirklich scharfes Bild heraus. Eine Leinwand erkennt der Hisense M2 Pro allerdings nicht immer zuverlässig – da muss man dann vielleicht ein wenig nachhelfen. Zusätzlich gibt es auch noch Features wie einen Augenschutz, der den Bildschirm abdimmt, wenn eine Person vorbeiläuft, oder eine intelligente Wandfarbenanpassung, falls man mal auf einer farbigen Wand etwas projizieren möchte.

Richtig klasse ist, dass ein optischer Zoom verbaut ist. Zwischen 1,0- und 1,3-facher Vergrößerung kann optisch das Bild herangezoomt werden. Wer also vielleicht nicht ganz den perfekten Ort für den Beamer finden kann, muss zumindest in dieser Spanne nicht mit einem Qualitätsverlust leben, weil eben nicht digital das Bild vergrößert wird. Das ist nicht nur praktisch, sondern vor allem in der Preisklasse bei Heimkino-Beamern sonst eigentlich nicht zu finden – selbst der Hisense C2 besitzt noch keinen digitalen Zoom.
Die Bildqualität des Hisense M2 Pro
Obwohl Hisense von einem 4K-Projektor spricht, bekommst du keine echte 4K-Auflösung geliefert. Das ist aber für den Preis auch gar nicht zu erwarten. Echte 4K‑Beamer fangen ab 5000 Euro an und kosten teils fünfstellig. Die 4K-Auflösung kommt stattdessen durch Pixelshifting zustande.
Die wahrgenommene Bildschärfe ist trotzdem gut, wir können nah an die Leinwand herantreten und erkennen dennoch viele Details. Klar, vor allem nah dran ist der Unterschied zu einer echten 4K-Auflösung – sei es bei Beamern wie dem Sony Bravia Projector 8 oder einfach Fernsehern – erkennbar. Dennoch ist das Ergebnis, vor allem bei normalem Sitzabstand, ziemlich gut.
Und wie ist die restliche Bildqualität?
Wir entscheiden uns für unseren Test für den Filmmaker-Bildmodus, der neutrale Bilder liefern soll. Natürlich haben wir auch bei den Messungen und beim Anschauen von Szenen mit den Bildmodi herumexperimentiert und die anderen Bildmodi getestet. Als gute Alternativen haben sich Kino Tag oder bei HDR-Inhalten entsprechend HDR Tag angeboten, die zudem einen Hauch mehr Helligkeit bei den Messungen zeigen – wirklich sichtbar ist das aber nicht.

Apropos Helligkeit – wir haben rund 130 Nits ermittelt. Bei einem Kontrast von 534:1 – ermittelt im Schachbrettmuster-Test – ergibt das ein recht kontrastreiches Bild. Es gibt zwar viele Beamer, die noch mehr Kontrast oder Helligkeit liefern und für wirklich gute Bilder sollte es schon eher dunkel im Raum sein. Trotzdem entgehen uns kaum Details.
Durch die Triple-Laser-Quelle kann der Hisense M2 Pro hingegen sehr kraftvolle Farben zeigen. Serien wie Cyberpunk: Edgerunners profitieren davon und zeigen lebhafte Bilder. Gleiches gilt für viele andere Animationsfilme oder -serien. Allerdings sind Farben nicht immer sehr neutral, das liegt an einem merklich verschobenen Weißwert.

Alles ist ein wenig zu bläulich oder zu grünlich. Gerade helle Hauttöne wirken so etwas ungesund. Diese Farbabweichungen sind aber natürlich mit einer professionellen Kalibrierung in den Griff zu bekommen. Wer mag, kann auch den Weißwert per Augenmaß regeln und zumindest ein wenig mehr Natürlichkeit ins Bild bekommen. Man muss aber sagen: Ein großer Beinbruch ist das nicht. Und viele Filme machen trotzdem viel Spaß.
Wie steht es um die HDR-Wiedergabe
Mit einer Spitzenhelligkeit von rund 130 Nits könnte man natürlich jetzt meinen, dass gerade HDR-Inhalte – neben HDR10 werden auch HDR10+ und Dolby Vision unterstützt – nicht sonderlich beeindruckend wirken. Immerhin empfehlen wir für gute HDR-Bilder in der Regel um die 1000 Nits, je mehr, desto besser.
Aber: Highlights gelingen dem Hisense M2 Pro erstaunlich gut. Gerade kleine Lichtblitze in den Augen verschiedener Charaktere, etwa in The Green Knight, sorgen für Eindruck. Sobald Highlights größer werden, etwa helle Fackeln in dunkler Nacht, ist der Effekt nicht mehr ganz so stark – das trifft aber auf nahezu alle Beamer und auch viele günstige Fernseher zu.

Weil der Hisense M2 Pro aber ein gutes Tone Mapping anwendet, können sich Highlights dennoch wunderbar vom Hintergrund lösen und Eindruck schinden. Die gleißende Sonne in PAN etwa steht wunderbar umrissen am Himmelszelt, obwohl sie mit bis zu 4000 Nits und damit dem rund 30-fachen der Spitzenhelligkeit des Beamers strahlt. Bei nicht vorhandenem oder nicht sehr gut angepasstem Tone Mapping würde die Sonne sonst mit dem Hintergrund verschmelzen.
In Schattenbereichen macht sich der gute Kontrastwert bemerkbar. Selbst in düsteren Szenen erkennen wir noch viele Details. Erst in wirklich finsteren Szenen gehen Detail verloren – wer mag, kann aber durch Optionen wie den Adaptiven Kontrast oder den Schieberegler für Verbesserte Detailtiefe von Schatten bemühen, um hier mehr Details zu bekommen.
Gaming am Hisense M2 Pro
Selbst deutlich teurere Beamer bieten teilweise nicht das, was der Hisense M2 Pro beim Zocken zu leisten vermag. Denn wenn du einen Einschnitt bei der Auflösung hinnimmst, kannst du sogar bis zu 120 Bilder pro Sekunde über die Leinwand flimmern lassen. Sprich: In 4K kann mit 60 Hertz gezockt werden, in 1080p dann sogar mit bis zu 120 Hertz, im Kleingedruckten spricht Hisense sogar von bis zu 240 Hertz, das konnten wir mit unseren Konsolen aber nicht überprüfen.

Damit du immer die schnellstmöglichen Bilder bekommst, wechselt der Hisense M2 Pro automatisch auf Wunsch in den Spielmodus – ALLM, also der Auto Low Latency Mode, ist hier das Stichwort. VRR hingegen gibt es bei dem Einstiegsbeamer von Hisense nicht. Das Feature gibt es aber auch nur bei sehr wenigen Projektoren auf dem Markt – einer davon ist der Jmgo N3 Ultimate.

Weg aber von den Möglichkeiten, hin zum Spielgefühl: Zocken am Hisense M2 Pro macht schon ordentlich Laune. Gerade in 120 Hertz ist das Bild angenehm flüssig, eine Eingabeverzögerung nicht zu spüren. Die Reduzierung der Auflösung ist zudem, je nach Spiel, nur wenig auffällig. Der Hisense-Beamer kann also sowohl in cineastischen Singleplayer- als auch schnellen Multiplayer-Titeln ordentlich was hermachen.
Bei den Anschlüssen nur das Wichtigste
Ein wenig mag es dem schlanken Gehäuse geschuldet sein, ein wenig vielleicht auch dem Preis: Wenn es um die Anschlüsse geht, bekommst du wirklich nur das Nötigste beim Hisense M2 Pro geliefert. Wobei das nicht ganz stimmt, denn ein USB-Anschluss wäre wohl nicht zwingend notwendig gewesen. Er ist aber praktisch, um etwa ein paar Fotos an die Wand zu werfen.

Neben dem USB-Anschluss gibt es nur noch einen HDMI-Anschluss. Der bringt natürlich eARC mit. Darüber kannst du also beispielsweise eine Soundbar anschließen und Sound verlustfrei weiterreichen. Natürlich kannst du aber auch Blu-ray-Player, Konsole oder auch ein Smartphone per HDMI anschließen und das Bild dann wiedergeben. Gaming kann der HDMI-Anschluss ja ebenfalls.
WLAN und Bluetooth sind natürlich ebenfalls mit dabei. Einen weiteren HDMI-Anschluss oder vielleicht eine Ethernet-Buchse für stabilere Internetverbindungen wären aber nice to have gewesen.
Der Hisense M2 Pro im Praxisalltag
Beim Betriebssystem setzt der Hisense auf Vidaa in Version U9. Im Grunde können wir nur wiederholen, was wir auch immer bei unseren Tests der Hisense-Fernseher feststellen: Vidaa ist einfach extrem flott. Der M2 Pro braucht zwar nach dem Hochfahren ein paar Sekunden, ehe er die ersten Befehle entgegennehmen möchte, dann aber flitzt er nur so über den Startbildschirm und durch die Apps.

Da hier vermutlich nicht das stärkste Chipset arbeitet – gerade im Vergleich zu deutlich teureren Modellen wie dem Hisense C2 Ultra etwa – ist das umso beachtlicher. Du hast Lust auf ein paar YouTube-Videos? Die passende Taste auf der Fernbedienung gedrückt, stehen dir tausende Videos innerhalb einer Sekunde zur Verfügung. Auch der Wechsel zu anderen Apps ist so flott, wie man es von keinem anderen Betriebssystem kennt – auch nicht bei den Spitzenmodellen unter den Fernsehern.
Obendrauf kann sich die App-Auswahl wirklich sehen lassen. Alle wichtigen Streaming-Apps sind dabei, neuerdings gibt es eine eigene Xbox-App für Cloud Gaming und dann kommen noch zusätzliche Programme und Spiele hinzu. Ganz an die Vielfalt eines Beamers mit Google TV reicht das vielleicht nicht heran, wirklich etwas vermissen wirst du jedoch vermutlich auch nicht.
Flotte Bedienung im Alltag
Der Hisense M2 Pro ist aber nicht nur flott beim Wechseln von Apps, sondern auch in den Menüs. Eingaben der Fernbedienung werden schnell übernommen. Die Fernbedienung ist übrigens keine neue und so im Grunde vom Hisense C2 übernommen. Macht aber nichts, die Tasten sind gut angeordnet, alle wichtigen sind dabei.

Zu den schnellen Eingaben passen die übersichtlichen Menüs, die sich an der linken Seite aufbauen und in passende Kategorien unterteilt sind. Und für bestimmte Anpassungen – etwa den Fokus oder die Helligkeit – gibt es eigene Tasten auf der Fernbedienung. Die eigenen Tasten zur Anpassung des Bild- und Tonmodus, die noch der Hisense C1 hatte, sind aber leider weggefallen. Trotzdem ist die Handhabung im Alltag sehr bequem, die Nutzung macht einfach Laune und nervt nie, weil einfach nichts hängt oder zu verschachtelt ist.
So klingt der günstige Hisense-Beamer
Ein solides Paket bietet der M2 Pro von Hisense beim Klang. Unsere Empfehlung ist ganz klar der Klangmodus Kino. Der fällt nämlich deutlich ausgewogener aus als die anderen Modi. Bis auf die Tatsache, dass es ein wenig an Räumlichkeit und Volumen fehlt, ist der Klang aber dennoch ziemlich alltagstauglich. Wenn auch etwas dünn – aber viel Platz für große Lautsprecher bleibt halt auch nicht. Trotzdem liefert etwa ein Hisense C2 in der Hinsicht mehr Körper.

Wer aber nicht immer Lust hat, eine externe Audiolösung anzuschließen – oder vielleicht unterwegs den Beamer nutzen möchte, immerhin bieten das die Maße und das Styroporcase förmlich an –, kann dennoch eine gute Zeit haben. Großer Pluspunkt: Dialoge sind jederzeit sehr gut verständlich. Ob geflüsterte Worte oder Dialogzeilen inmitten von Actionszenen, uns entgeht kein Wort. Das allein ist schon viel wert.
Unser Testurteil zum Hisense M2 Pro
Wenn du einen Beamer für den Einstieg suchst, der tolle Bilder liefern und bei den Features überzeugen kann, dann ist der Hisense M2 Pro mehr als einen Blick wert. Gaming macht Spaß und ist super flüssig, bei den Apps gbt es eine große Auswahl, das Betriebssystem ist schnell und alles ist leicht eingerichtet. Und dann ist da eben noch der niedrige Preis. Da kann man dann vielleicht die nicht so neutralen Farben oder den bisweilen etwas dünnen Klang deutlich besser verschmerzen.
Du suchst nach dem passenden Angebot für den Hisense M2 Pro? Hier findest du es:
| Technische Daten | |
| Projektionsart | DLP |
| Lichtquelle | Laser |
| Auflösung | 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift |
| Helligkeit | 1300 ANSI Lumen (Herstellerangaben) |
| HDR | HDR10, HDR10+, HLG |
| Bildfrequenz | Bis zu 240 Hertz |
| Lensshift | Nein |
| Fokus | Automatisch |
| Zoom (optisch) | Ja |
| Anschlüsse | HDMI, USB, LAN |
| LAN / WLAN | Ja / Ja |
| Smart TV | Ja |
| Abmessungen (BxHxT) | 193 x 218 x 230 mm |
| Gewicht | 4,1 kg |
| Preis | 1299 Euro |
Falls du stattdessen einen TV-Ersatz suchst, schau dich doch mal bei den Ultrakurzdistanz-Beamern um: