Startseite Musik-Streaming Spotify Nach Spotify-Break-up: User folgen Neil Young auf andere Plattformen

Nach Spotify-Break-up: User folgen Neil Young auf andere Plattformen

Nach dem Zerwürfnis von Rock-Legende Neil Young und Spotify über den Podcaster Joe Rogan, scheinen Youngs Fans ihm auf andere Streamingdienste gefolgt zu sein.
Neil Young Spotify Bild: Ross Belot / Flickr (cropped)

In den letzten Wochen sorgte Neil Young für Furore als er Spotify wegen des Podcasters Joe Rogan den Rücken zukehrte. Ausgelöst durch die Kontroverse um den Rogans Aussagen zu Corona-Impfungen hatte der Altrocker dem Streaming-Giganten die Nutzungsrechte an den meisten seiner Lieder entzogen. Somit wählte er bewusst Moral statt Profit, wie viele glaubten. Doch zumindest für den Augenblick scheinen sich Youngs finanzielle Einbußen in Grenzen zu halten.

Neil Young verlässt Spotify… und seine Fans folgen

Nach Studien von MRC Data gingen die Streaming-Aufrufe von Neil Youngs Songs bei Spotify zunächst rapide nach oben, nachdem er am 24. Januar seinen Rückzug vom schwedischen Streaming-Giganten deklariert hatte. Während er vor seiner Ankündigung im Durchschnitt 600.000 Abrufe pro Tag erzielte, stiegen die Zahlen danach auf über eine Million an. Allerdings wurde dieser Wert erzielt, bevor Spotify sämtliche Songs von der Plattform heruntergenommen hatte. Wenigstens ein Teil der Aufrufe konnte also immer noch von Spotify-Usern kommen, die ein letztes Mal in seinen Hits schwelgen wollten bevor es zu spät war.

Allerdings blieben die Zahlen auch nach der vollständigen Löschung hoch. Vier Tage nach seiner Ankündigung, am 28. Januar, war Young bei Spotify Geschichte, trotzdem stiegen seine Aufrufe erneut auf 983.000 und knackten einen Tag später sogar wieder die Millionenmarke mit 1.020.000 Aufrufen. Diese Abrufe können also nur von anderen Streamingdiensten wie Apple Music, Tidal oder Amazon Music kommen. Woher genau geht aus den Zahlen von MRC Data nicht hervor, doch Neil Youngs Fans scheinen ihm von Spotify woanders hin gefolgt zu sein.

Wieviele seiner Fans jedoch auf lange Sicht den Streaming-Anbieter gewechselt haben, lässt sich daraus aber nicht ablesen. Eine Woche später, am 6. Februar waren sein Wert auf den zweitniedrigsten Wert des Jahres gefallen und lag bei 576.000 gezählten Streams. Das kann einerseits am schwindenden Hype liegen, andererseits aber auch daran, dass viele Nutzer wieder zu ihrem bewährten Spotify zurückgekehrt sind.

Die Folgen für Neil Young

Trotz des Rückgangs seiner Streaming-Aufrufe zeigen die Statistiken, dass Young auch ohne Spotify ähnliche Zahlen schreiben kann. Finanziell sollte ihn das erleichtern, gab er doch selbst an, bis zu 60% seiner Streaming-Einnahmen über Spotify zu erhalten. Da Spotify geringere Beträge an Künstler ausschüttet als zum Beispiel Tidal, sollte ihn der Wechsel nicht all zu hart treffen.

Was ist deine Meinung zu Neil Youngs’ Schritt? Über welchen Streamingdienst genießt du deine Musik zu Hause? Schreib es uns in die Kommentare!

Titelbild: Ross Belot via Wikimedia Commons

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