Startseite Gaming Playstation 5 Nach Ende der Discs: Neue PlayStation-Pläne werden Fans ärgern

Nach Ende der Discs: Neue PlayStation-Pläne werden Fans ärgern

Sony bereitet offenbar eine Werbeoffensive an seinen Spielekonsolen vor. Wie so oft, spielt dabei wohl die Speicherkrise eine Rolle.
Sony will mehr Werbung ins PlayStation-Ökosystem schleusen. Bild: Taylor R via Unsplash

Werbung im Heimkino ist aktuell ein großes Thema. In den vergangenen Jahren haben etwa viele Streaming-Dienste wie Disney+ und Netflix werbefinanzierte Abos eingeführt. Bei Prime Video hat Amazon die Werbung sogar forsch zum Standard gemacht. Und auch der FAST-Bereich (Free Ad-supported Streaming Television) brummt. Zusätzlich schieben Hersteller von Fernsehgeräten wie Hisense, LG, Samsung und Co. immer mehr Werbung in ihre Smart-TV-Plattformen. Doch auch die Gaming-Branche hat mittlerweile sozusagen Blut geleckt. Das unterstreichen aktuelle Initiativen von Sony bzw. dessen PlayStation-Team.

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So hat Sony in den vergangenen Wochen und Monaten international umfangreiche Bemühungen gestartet, um ein internes Advertising-Team innerhalb der PlayStation-Gruppe aufzubauen. Das verraten zahlreiche Stellenausschreibungen und die darin enthaltenen Aufgabenbereiche. Freilich gibt es schon jetzt an Spielekonsolen, nicht nur bei Sony, Werbung. Diese wird etwa in Form von „Empfehlungen“ in der Systemoberfläche oder in den Stores ausgespielt.

Microsoft experimentiert mittlerweile auch mit Cloud-Gaming-Angeboten mit Werbefinanzierung. Auch der Publisher Electronic Arts will die Werbung in seinen Games ausbauen. Sony ist somit in guter Gesellschaft. Zumal man mit Werbung im PlayStation-Kosmos schon lange Erfahrungen sammelt. Schon zur Zeit der PS3 versuchte man sich zaghaft an dynamischen Anzeigen in Games. Und mit PlayStation Home betrieb man zeitweise einen virtuellen Hub, der verschiedene Marken in den Mittelpunkt rückte.

PlayStation: Wie bedeutsam wird die Werbung?

2022 tauchten ebenfalls Berichte auf, laut denen Sony das Werbegeschäft in der PlayStation-Sparte hochfahren wolle. Am Ende ergab sich dann jedoch nichts Handfestes. Der Knackpunkt dürfte sein, dass es eine umfassende Infrastruktur im Hintergrund benötigt, um Werbung nicht nur effektiv auszuspielen, sondern auch die Erfolge und die Reichweite zu bewerten. Genau darauf kommt es natürlich Werbetreibenden an. Dass Sony ausgerechnet jetzt wieder auf den Geschmack gekommen ist, dürfte kein Zufall sein.

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So merkt der Marktforscher Jacob Bourne von eMarketer (via Digiday) an, dass die gesamte Gaming-Branche unter Druck steht. Einerseits hätten wir da nämlich die durch den KI-Hype ausgelöste Speicherkrise, welche die Preise für Komponenten explodieren lässt. Andererseits sinkt die Konsumfreude der Verbraucher:innen angesichts erhöhter Inflation und weltweiter Krisen. Für Sony erscheint es in dieser Situation vermutlich als gangbarer Weg, Werbung einzusetzen, um im PlayStation-Ökosystem die Margen zu halten.

Das Ganze ist natürlich ein Balanceakt, denn viele Gamer:innen lehnen Werbung in Spielen ab. Für Sony wird es also schwierig sein, den richtigen Ton zu treffen. Zuletzt ist das dem japanischen Hersteller bei der Abschaffung von Discs z. B. eher misslungen.

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