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LCD-TV: Über die Hälfte der Displays kommt aus China

Die Panels in typischen LCD-Fernsehern kommen immer häufiger aus China. Und bald schon könnte das Land auch bei der OLED-Produktion groß auftrumpfen.
Quelle: TCL

Das wichtigste Bauteil eines jeden Fernsehers ist das verbaute Display-Panel. Eben dieses wird immer häufiger in China gefertigt: Ende 2019 könnten chinesische Hersteller im weltweiten Vergleich mehr als die Hälfte aller TV-LCD-Panels herstellen. Und auch bei der koreanischen Domäne der OLED-Panels holen die chinesischen Firmen schnell auf.

Marktforscher: LCD-Displays aus China im Höhenflug

Der Anteil der chinesischen Display-Hersteller am weltweiten LCD-TV-Panelmarkt könnte im vierten Quartal 2019 den Wert von 50 Prozent übersteigen. Gegenüber dem zweiten Quartal 2019 wäre dies ein Plus von 5,2 Prozentpunkten. Das berichtet das Magazin Business Korea mit Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmen IHS Markit.

Marktführer ist demnach das chinesische Unternehmen BOE, das für rund 18,2 Prozent der weltweit verkauften LCD-Panels verantwortlich ist. Auf Platz zwei folgt IHS Markit zufolge das koreanische Unternehmen LG.

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Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2017 lag der Marktanteil der chinesischen LCD-Panel-Hersteller noch bei knapp über 30 Prozent. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der koreanischen Unternehmen rückläufig. LG Display und Samsung Display werden den Prognosen zufolge im vierten Quartal nur noch rund 27,6 Prozent des Marktes halten. 2017 lag ihr gemeinsamer Anteil noch bei fast 36 Prozent.

Chinesen holen auch bei OLED-Produktion auf

Die teureren OLED-Panels sind derzeit noch eine eindeutig koreanische Domäne, was vor allem an LG liegt. Das Unternehmen verbaut seine selbst gefertigten Panels nämlich nicht nur in den hauseigenen OLED-TVs, sondern verkauft sie auch an Mitbewerber wie Sony oder Phillips. Samsung hat kürzlich seine LCD-Produktion in Korea beendet und will künftig ebenfalls im OLED-Markt mitmischen.

Doch auch die chinesischen Hersteller zeigen hier große Ambitionen. LCD-Marktführer BOE ist nach aktuellem Stand bei kleinen und mittelgroßen OLED-Displays – etwa für Smartphones – bereits an LG vorbeigezogen. LG will diesem Umstand mit dem Bau modernerer und effizienterer OLED-Fabriken kontern. Doch auch die chinesischen Firmen werden sicher nicht still stehen und in neue Produktionsstätten investieren.

Für die Kunden könnte dieser Konkurrenzkampf durchaus interessant werden. Wenn die TV-Hersteller eine größere Auswahl für verbaute Panels haben, wird sich dies sicherlich auch in Sachen Preis und Qualität künftiger OLED-Fernseher auswirken.

Spielt es für dich eine Rolle, wo das Panel für deinen Fernseher herkommt? Verrate es uns in den Kommentaren!

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