Fernseher bald teurer? Samsung weist auf Problem hin, das viele Marken trifft
Bild: Symbolbild, generiert mit DeepAIIm Rahmen der aktuell laufenden Elektronikmesse CES 2026 in Las Vegas hat Samsung bereits zahlreiche neue Produkte vorgestellt. Darunter sind frische LCD-Fernsehgeräte mit RGB Mini-LED, QD-OLED-Flaggschiffe, verbesserte Soundbars und mehr. Auch wenn der Hersteller über die Technik der Produkte an sich viel verraten hat, fehlen noch Informationen zu den Preisen. Das ist so üblich, denn wir rechnen mit konkreteren Angaben erst zeitnah zu den deutschen Veröffentlichungen. Doch aufgrund der Aussagen des Präsidenten und Marketingleiters Wonjin Lee ist aus Sicht der Kund:innen durchaus Sorge angebracht.
Auf der CES 2026 hat Lee erklärt, dass es für Samsung Electronics leider unvermeidlich sei, die aktuellen Preise vieler Produkte zu überdenken. Höhere Preise sollen also nicht nur Neuerscheinungen, sondern auch bereits erhältliche Geräte betreffen. Dabei nimmt der Manager keine Bereiche aus. Denke also nicht nur an Preiserhöhungen bei Smart-TVs, sondern auch bei Kopfhörern, Lautsprechern, Notebooks, Smartphones, Tablets, Smart-Home-Produkten und mehr. Die Ursache kannst du vielleicht schon erraten?

So macht Samsung die aktuelle Speicherkrise verantwortlich (via Bloomberg). Denn KI-Anbieter bzw. Datenzentren kaufen massive Mengen an RAM und Speicher auf. Deswegen hat etwa mit Micron sogar einer der führenden Fertiger seine Marke für Privatkund:innen, Crucial, komplett begraben.
Die besten TVs von Samsung, die wir jemals getestet haben, findest du hier:
Laut Lee sei Samsung noch in einer relativ vorteilhaften Position, da das Tochterunternehmen Samsung Foundry selbst Speicher fertige. Dennoch spüre man die steigenden Kosten und habe keine Wahlmöglichkeiten. Man werde die steigenden Kosten früher oder später an die Kund:innen weitergeben müssen.
Samsung ist mit den Preiserhöhungen in guter Gesellschaft
Betroffen ist von diesen steigenden Kosten der gesamte Markt. Weil RAM und Speicherplatz in so gut wie allen Tech-Produkten eine Rolle spielen, steigen in der ganzen Branche die Preise. Neben Samsung hatten deswegen in der Vergangenheit auch schon andere Hersteller wie Dell, Lenovo oder Xiaomi vor Preiserhöhungen im Jahr 2026 gewarnt. Auch Spielekonsolen könnten bald betroffen sein. Nintendo etwa hatte in zarten Andeutungen auch Preiserhöhungen der Switch 2 für möglich gehalten.
Wann könnte sich die Lage wieder beruhigen? Darüber sind sich die Hersteller uneins. Einige sprechen von dem nächsten Jahr, andere gehen davon aus, dass bis 2028 steigende Preise zu erwarten sind. Möglich ist natürlich auch, dass einige Unternehmen die Speicherkrise als Begründung nutzen, um Profitmaximierung zu betreiben und die Margen zu erhöhen. Am Ende wird die Entscheidung aber immer noch bei dir liegen. Denn du stimmst mit deinem Geldbeutel darüber ab, welche Preise du noch zu zahlen gewillt bist.