Startseite HiFi Elektronik Netzwerk-Streamer Bluesound Node Nano im Test: Kleiner Streamer mit viel Potenzial

Bluesound Node Nano im Test: Kleiner Streamer mit viel Potenzial

Der Node Nano ist Bluesounds kleinster Netzwerk-Player. Das hindert ihn aber nicht daran, hervorragend zu klingen, wie unser Test ergab.
HIFI.DE Test | Bluesound Node Nano
Eingänge
USB-A (Für Festplatten und Sticks)
Audio-Ausgänge
1 x Cinch, 1x digital optisch, 1x digital Koax, 1x USB-A (2.0, asynchron), Bluetooth aptX HD
Quellen kabellos
Bluetooth 5.2, AirPlay 2
Integrierte Streamingdienste
Spotify Connect, Amazon Music, Tidal, Qobuz, Deezer, Soundcloud; Napster, TuneIn u.a.
Gehäuse-Ausführungen
Schwarz
Abmessungen (BxHxT)
143 x 36 x 143 mm
Preis
399 Euro
In Kürze
Wo immer du Streaming brauchst, ist Platz für den winzigen, aber hochwertig aufgebauten Bluesound Node Nano. Ein Highlight: die regelbaren Digitalausgänge. Die übersichtliche BluOS-App rundet das kompakte Streamingpaket perfekt ab.
Vorteile
  • Reifes, stabiles Streaming
  • Große Auswahl an Streamingdiensten
  • Lautstärke auch über digitale Ausgänge regelbar
Nachteile
  • Keine Kopfhörerbuchse
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Überall, wo eine Anlage ansonsten komplett ist und nur noch auf Streamingkomfort wartet, ist der Bluesound Node Nano willkommen. Dabei kann der kleine Netzwerk-Player deine Musik – ob von Bezahldiensten, aus dem Webradio oder vom heimischen Server – analog oder digital weitergeben. Diese Funktionen sind inzwischen kein Hexenwerk mehr – und bedürfen keiner gigantischen Gehäuse. Der Node Nano passt auch bequem ins kleinste Regalfach. Wir testen, wie er sich im Vergleich mit anderen Netzwerk-Playern schlägt.

Hier kannst du den Bluesound Node Nano direkt bestellen:

Bluesound Node Nano: Kleiner Player aus großem Kosmos

Der Analogausgang leistet gute Dienste, wenn dein HiFi-Verstärker noch aus der prädigitalen Zeit stammt. Oder wenn du ganz bewusst eine rein analoge Anlage mit einem Plattenspieler als Hauptquelle aufgebaut hast – nun aber ab und zu auch in Spotify oder Qobuz nach Neuheiten stöbern willst. Verfügt dein Verstärker dagegen über Digital-Inputs und einen hochwertigen DAC, kommen die Datenausgänge des Node Nano ins Spiel.

Bluesound Node Nano Testsituation
Der Bluesound Node Nano sieht auf unserem HiFi-Rack fast ein wenig verloren aus, musste sich klanglich aber nicht verstecken.

Unabhängig vom verwendeten Ausgang steht der Nano für stabiles Streaming und eine ausgereifte, intuitive Steuerung mit der BluOS-App. Bluesound kam 2013 auf den Markt, gewissermaßen als audiophile Alternative zu den erfolgreichen Multiroom-Streamingsystemen von Sonos. Das technische Ökosystem ist seither stetig gereift und gewachsen. Abgesehen von den Bluesound-eigenen Modellen nehmen daran auch Geräte von der Konzernschwester NAD sowie Amps und Player verschiedener illusterer Lizenznehmer teil. Du könntest also irgendwann im Büro einen Node Nano, im Wohnzimmer einen High-End-Streamer von Cyrus und im Heimkinokeller eine A/V-Vorstufe von NAD betreiben. Und könntest alle mit der gleichen App steuern und gruppieren.

Über diesen Test Wir haben den Bluesound Node Nano über einen Zeitraum von zwei Monaten getestet. Unser Testexemplar wurde uns vom deutschen Vertrieb zur Verfügung gestellt.

Bluesound Node Nano im Hörtest: Fein, sauber und neutral

Im Hörraum waren wir zunächst überrascht, dass der Node nur etwa halb so laut spielte wie unsere Vergleichsspieler. Das kann man zwar per Volumeregler ausgleichen, aber es ist für einen Digitalplayer ungewöhnlich. Denn fast ausnahmslos liefern Netzwerk-Player und CD-Player an ihren Cinchausgängen bei Vollaussteuerung glatte 2 Volt Signalamplitude. Auch der Node Nano! Wir hatten nur übersehen, dass seine Klangregler zwar beide auf Null standen, aber nicht generell deaktiviert waren. Da Bass- und Höhenregler bis zu 6dB Anhebung erlauben, schafft sich der Node mit einer Absenkung des Gesamtpegels entsprechenden Headroom, um seinen DAC nicht zu übersteuern.

Bluesound Node Nano Anschlüsse Rückseite
Überschwängliche Anschlussfülle findest du woanders. Der Node Nano beschränkt sich auf die wesentlichsten Schnittstellen.

Mit deaktivierter Klangregelung liegt der Node Nano pegelmäßig genau auf Augenhöhe mit dem Wiim Pro Plus, den wir als Vergleichsgerät aufgebaut haben. Klanglich gibt es dennoch Unterschiede: Der Wiim klingt präsenter und fetziger als der Bluesound, spricht damit dynamik- und timingorientierte Hörer:innen mehr an. Bei Flood Season, dem zweiten Stück des neuen Albums Ow ∞ von Sylvan Esso wird damit das Rhythmische, aber auch das Artifizielle dieser ungewöhnlichen Produktion betont. Was hier aus unserer Sicht komplett einleuchtet und den Bluesound im Vergleich fast etwas zu zurückhaltend wirken lässt. Der Eindruck relativiert sich mit Questions von Manfred Mann’s Earth Band aber schnell wieder.

Kultivierter, feinfühliger Sound, der genaues Hinhören verdient

Questions stammt vom Earth-Band-Erfolgsalbum The Roaring Silence, das anlässlich seines 50. Jubiläums gerade mal wieder neu aufgelegt wurde. Der Track ist gut gealtert und feuert mit Mellotron, Moog-Synthie und E-Piano gleich mal eine Breitseite klassischen Seventies-Prog-Instrumentariums ab. Was von dem Stück aber noch länger in Erinnerung bleibt, ist das erhabene Solo aus Dave Fletts mit Wahwah und metallischem Drive angeschärfter Gibson Les Paul. Mit dem Node Nano wirken diese analogen Sounds mit ihren feinen Texturen und Timbres reicher und vielfältiger als mit dem Wiim. Auch Sänger Chris Thompson scheint noch mehr Ausdruck und Emotion in seine Stimme zu legen, wenn der Bluesound musiziert.

Bluesound Node Nano Detail Front mit Handy
Die wichtigsten Befehle kannst du dem Node Nano auch über sein Touchfeld erteilen.

Im Vergleich zu richtig teuren Spielern verblassen beide Spieler etwas. Schon unser betagter Linn Sneaky Music DS spielt mit mehr Substanz und Format, war seinerzeit aber auch fünfmal so teuer. Über ihre Digitalausgänge mit einem separaten DAC verbunden, werden die Klangunterschiede zwischen den Playern erwartungsgemäß kleiner. Ein Teil davon bleibt aber erhalten. Hören wir zum Beispiel den Wiim und den Bluesound  direkt nacheinander am Koax-Eingang des Edel-Wandlers Canor Verto D4S, wirkt der Node Nano immer noch einen Tick weicher, organischer und geschmeidiger. Wir sprechen da von einem hauchzarten Unterschied. Aber auch einem, der den nach High-End-Maßstäben sehr kleinen Preisunterschied durchaus rechtfertigen kann.

Unsere Bestenliste verrät dir, wo sich der Bluesound Node Nano im Vergleich mit anderen Netzwerk-Playern einordnet:

Schlanke Ausstattung

Mit Luxusfeatures wie einem parametrischen Equalizer oder einer mikrofongestützten Raumeinmessung kann der Bluesound nicht dienen. Er ist als reiner Player und Datenlieferant ausgelegt, der angeschlossene DACs mit einem cleanen, stabilen Bitstrom füttert. Der Nano verfügt über eine Lautstärkeregelung, die gleichermaßen auf die analogen wie die digitalen Ausgänge wirkt. Das ist gar nicht so verbreitet: Viele Player regeln den Pegel im DAC-Chip, der diese Fähigkeit meist bereits mitbringt. Das Signal für den Digital-Out zweigt dabei aber oft bereits vorher ab und gelangt ungeregelt in die angeschlossenen externen Geräte. Beim Nano hast du beide Möglichkeiten: Regelung an allen Ausgängen, oder für Puristen die bitgenauen, unveränderten Musikdaten.

Bluesound Node Nano Vergleich mit Node Icon
Wenn du auch sehen möchtest, was du hörst, ist der größere Node Icon eine Alternative.

Die beiden Digitalausgänge des Nano – ein Koax- und ein optischer Anschluss – unterstützen Highres bis 24 bit und 192 kHz. Also das volle Qualitätsspektrum heute üblicher Audiostreams. Alternativ zu hochauflösendem PCM unterstützt der Node Nano nun auch das Einbitformat DSD (bis DSD256), das Bluesound jahrelang fehlte. Die ca. 35.000 Dateien auf unserem Hörraum-NAS scannt der Nano in einer knappen Stunde, nachdem wir ihm in der App den Netzwerkpfad dorthin gewiesen haben. Ähnlich wie Sonos baut Bluesound aus den Metadaten deiner Musiktracks eine eigene Bibliothek, statt sich auf irgendwelche von Drittherstellern programmierte UPnP/DLNA-Server zu verlassen.

Das Resultat nach erfolgtem Komplettscan: alles sauber geordnet im Zugriff, blitzschnelle Ladezeiten auch längerer Listen. Fügst du weitere Bluesound-Geräte hinzu, verwenden diese die existierende Bibliothek. Die übrigens bis zu 200.000 Tracks enthalten darf, was auch für größere Festplatten-Musiksammlungen meist ausreicht.

Mit allen Streamingwassern gewaschen

Ähnlich wie Sonos achtet auch Bluesound auf ein möglichst vielfältiges Angebot an nativ unterstützten Musikdiensten. Neben den großen Streaming-Vollsortimentern findest du in der Auswahl auch viele spezialisiertere, kleinere Anbieter. Die Platzhirsche Qobuz und Tidal kannst du wahlweise mit der BluOS-App oder per Connect über deren eigene Programme nutzen. Spotify erlaubt ohnehin nur noch Connect. Wobei die Sowohl-als-auch-Lösung der anderen beiden hier echten Mehrwert bringt. Denn während die Connect-Methode dich komplett in das Reich des jeweiligen Anbieters führt, erlaubt der Zugang über BluOS auch gemischte Warteschlangen, in denen sich beispielsweise Content aus Qobuz und deinem lokalen NAS-Server abwechselt. Abgerundet werden die Streamingmöglichkeiten mit Bluetooth, Airplay 2 und voller Unterstützung für das Roon-Serversystem.

Bluesound Node Nano mit USB-Kabel
Theoretisch braucht der Bluesound Node Nano nur sein Stromkabel. Per Bluetooth kannst du deinen Musikstream auch an deine Kopfhörer schicken.

Für Internatradio gibt es verschiedene Herangehensweisen. Bluesound unterhält einerseits einen eigenen Sender-Server mit hervorragender Suchfunktion. Andererseits kannst du dich auch mit deinem eigenen TuneIn-Account anmelden, sofern du einen hast. Dann findest du deine Favoriten genau so vor, wie du sie zuvor auf TuneIn ausgewählt und sortiert hast – geräteübergreifend.

Wie alle Apps braucht auch BluOS ein, zwei Tage Gewöhnungszeit, bis man sich in der Logik und den verschiedenen Auswahl- und Einstellfunktionen der App zurechtfindet. Danach lernt man sie für ihren Komfort schnell lieben. Zumal du oft gar nicht groß damit interagieren musst: Bis zu 40 Sender, Alben, Playlisten oder Tracks kannst du als Presets programmieren und über die Startseite abrufen. Die zwei wichtigsten kannst du zudem mit Touchfeldern an der Gerätefront erreichen.

Bluetooth-Transmitter

Auch für Play/Pause und Laut/Leise gibt’s Sensortasten am Gerät. Eine traditionelle Fernbedienung liefert Bluesound nicht mit. Solltest du eine brauchen, gibt’s mal wieder zwei Möglichkeiten: Entweder kaufst du für 69 Euro die originale Bluesound-Remote. Oder aber du nimmst einen x-beliebigen Infrarotgeber und lässt den Nano dessen Codes lernen. Das geht über die App kinderleicht: Funktion aus der Liste wählen, gewünschte Taste auf der Fernbedienung drücken – fertig.

Bluesound Node Nano Zubehör
Netzteil, USB-, LAN- und Cinch-Kabel liegen dem Node Nano bei.

Auf der Rückseite seines kompakten Gehäuses trägt der Nano ein vollständiges Sortiment an Anschlüssen. Analoge Signale gibt der Player über ein Paar Cinchbuchsen aus. Für externe DACs, Verstärker mit Digitaleingängen und entsprechend ausgestattete Aktivboxen gibt’s gleich drei verschiedene Digitalausgänge. Koax und optisches TOSLink sind die beiden Klassiker, aber gerade moderne DACs klingen oft über ihren asynchronen USB-2.0-Input am besten. Weshalb auch diese Option am Node Nano vorhanden ist – in Form einer USB-A-Buchse.

Kommuniziert diese gerade nicht mit einem D/A-Wandler, kannst du daran auch Speichersticks und portable Festplatten anschließen. Der USB-C-Port nebenan hat dagegen nur einen Job: Den Nano aus seinem Steckernetzteil mit Strom zu versorgen. Was der Bluesound nicht bietet, ist ein Kopfhörer-Klinkenausgang. Zum Ausgleich sendet er deine Musik aber auf Wunsch per Bluetooth an Bluetooth-Kopfhörer und -Speaker.

Unser Fazit zum Bluesound Node Nano

Keine (jedenfalls keine relevanten) Einschränkungen bei Highres-Files, Unterstützung für große Musiksammlungen, umfassender Streamingdienst-Support und eine logische, stabile App: Der Bluesound Node Nano verbindet Multiroom-Komfort mit einer klangorientierten Herangehensweise. Dabei bildet der Nano nur den Einstieg in die Bluesound-Welt: Kompatible Mitspieler von Bluesound selbst und anderen Marken reichen von der kompakten Smartbox bis hin zu feinsten High-End-Komponenten. Unter den erschwinglichen Möglichkeiten, eine existierende Anlage mit Streaming nachzurüsten, gehört der Nano ohnehin zu den wärmsten Empfehlungen.

HIFI.DE Testsiegel Netzwerk-Player Bluesound Node Nano 8.0

Hier kannst du den Bluesound Node Nano direkt bestellen:

Technische Daten
Eingänge USB-A (Für Festplatten und Sticks)
Audio-Ausgänge 1 x Cinch, 1x digital optisch, 1x digital Koax, 1x USB-A (2.0, asynchron), Bluetooth aptX HD
Chromecast Built-In
Quellen kabellos Bluetooth 5.2, AirPlay 2
Integrierte Streamingdienste Spotify Connect, Amazon Music, Tidal, Qobuz, Deezer, Soundcloud; Napster, TuneIn u.a.
MQA Ja
Roon ready Ja
Multiroom-fähig Ja
Raumeinmessung
Netzwerk LAN, WiFi
Gehäuse-Ausführungen Schwarz
Abmessungen (BxHxT) 143 x 36 x 143 mm
Gewicht 0,6 kg
Mitgeliefertes Zubehör Netzteil, USB-C-Kabel, Cinch-Kabel, Ethernetkabel
Preis 399 Euro

Dir steht der Sinn eher nach einem Verstärker mit integriertem Streamer? Dann wirst du sicher in unserer Bestenliste fündig:

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