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Technik erklärt: Anti-Skating beim Plattenspieler

Anti-Skating verhindert bei Plattenspielern, dass der Tonarm zu stark Richtung Plattenmitte gezogen wird. Oft ist diese Funktion einstellbar, da verschiedene Tonabnehmer unterschiedliche Anti-Skating-Einstellungen benötigen.
Technics SL-1000R Antiskating Bild: Technics

Wird die Tonabnehmer-Nadel durch die Rille gezogen, übt die Rillenflanke eine Kraft auf die Nadel aus, die in Richtung der Plattenmitte wirkt. Besonders gegen Ende der Platte kann diese Kraft so groß werden, dass die Nadel nach innen verrutscht. Lange vorher stellt sich jedoch eine ungleiche Wiedergabe der Stereo-Kanäle ein, da nicht mehr beide Flanken gleichmäßig abgetastet werden. Falsch eingestelltes Anti-Skating lässt zudem die Nadel des Tonabnehmers schneller verschleißen.

Dieser Tendenz wirkt die so genannte Anti-Skating-Funktion entgegen, indem eine entgegengesetze Kraft auf den Tonarm ausgeübt wird. Diese Funktion kann etwa magnetisch in der Mechanik des Tonarms erfolgen, dann ist sie unter Umständen nicht von außen einstellbar. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Plattenspieler mit einem vormontierten Tonabnehmer ausgeliefert wird. Manche Hersteller integrieren hier aber auch einen Schieberegler an der Tonarmbasis oder ähnliche Möglichkeiten, das Anti-Skating zu justieren.

Häufig werden aber auch außen über eine Umlenkung aufgehängte Gewichte für das Anti-Skating genutzt. Dann erfolgt die Einstellung meist über das Versetzen der Aufhängung an einem kleinen Hebel. Je weiter außen die das Gewicht eingehakt wird, desto größer die Anti-Skating-Wirkung.

 

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