Samsung OLED S99H im Test: Das beste Bild, das es jemals gab?
- Display
- OLED
- Auflösung
- 4K (3.840 x 2.160)
- Verfügbare Größen
- 55", 65", 77", 83"
- Getestete Größe
- 77"
- HDR-Unterstützung
- HDR10, HDR 10+, HLG
- Bildfrequenz
- 100 / 120 Hz / Bis 165 Hz
- Video-Eingänge
- 4 x HDMI 2.1
- Preis (UVP/Straßenpreis)
- 5799,00 Euro / um 5600
Mit dem OLED-TV S99H übertrifft Samsung andere Fernseher im Bild, Ton und den Anschlussmöglichkeiten, die um eine drahtlos verbundene Box erweitert werden könnten. Das matte Display gibt auch tagsüber ein hervorragendes Bild, und das Design ist außergewöhnlich.
- Bildqualität auf Referenzniveau
- Matter Bildschirm mit starker Entspiegelung
- Viele Anschlüsse, erweiterbar mit externer Box
- Große App-Auswahl, KI-Tools
- Alle HDMI-Eingänge mit HDMI 2.1 für Gaming-Features
- Verschachtelte Menüs
- KI-Funktionen nicht ausgereift
- Kopfhöreranschluss nur drahtlos
Der beste OLED-Fernseher von Samsung ist der S99H, wie er hierzulande heißt. Das gleiche Modell taucht in anderen Ländern als S95H auf, aber in Deutschland trägt der Nachfolger des S95F diese Bezeichnung, den wir dementsprechend als 65S95H getestet haben.
Den S99H hat Samsung in den TV-Größen 55, 65, 77 und 83 Zoll angekündigt. Im HIFI.DE-Labor steht der GQS99HAT in 77 Zoll mit 195 cm Diagonale.
Der letzte Buchstabe „T“ verrät, dass sein Display ein QD-OLED-Panel ist, wie in 55 und 65 Zoll. Unser Testergebnis lässt sich daher auf diese Größen anwenden, aber nicht auf den GQ83S99HAE. Der S99H in 83 Zoll hat wohl ein anderes OLED-Panel, das von LG Display kommt.

Hier findest du den Samsung S99H zu guten Preisen:
Das Design des S99H
- Neuartiger Rahmen
- Flache Wandmontage vorbereitet
- Slim-Fit-Wandhalter nicht im Lieferumfang enthalten
Samsung geht mit dem S99H neue Wege im TV-Design. Die superschlanke Bauform wird fortgesetzt, aber eine Art silberner Bilderrahmen aus gebürstetem Metall gibt dem TV-Bild nun optischen Halt. Das ist ein starkes Statement gegenüber all den anderen Fernsehern, die den TV-Rahmen so weit wie irgend möglich abschaffen wollen.

Der silberne Rahmen sitzt dabei ein Stück weit hinter dem Bildschirm. Seine Ähnlichkeit mit einem Bilderrahmen passt insofern zum Konzept, als der Fernseher über die Bildergalerie-Funktion Art Mode verfügt und quasi wie ein Bild an der Wand aufgehängt werden kann.

Um das große Bild an die Wand zu hängen, bietet Samsung eine passende Halterung an, die sich in die TV-Rückwand schmiegen würde. Die sogenannte Slim-Fit-Halterung wird aber leider nicht gleich mitgeliefert, sondern muss separat gekauft werden.
Die mitgelieferten T-förmigen Standfüße aus stabilem Kunststoff leisten, was sie sollen. Sie wirken aber nicht ganz so hochwertig wie das TV-Gehäuse.

Drahtlose One-Connect-Box als Zubehör
Neu ist darüber hinaus die Wireless One Connect Box von Samsung, mit der der S99H ergänzt und um drahtlose Anschlussmöglichkeiten erweitert werden kann. Zusammen mit den Anschlüssen im TV hast du bis zu acht HDMI sowie zusätzliche TV-Tuner und USB-Ports zur Verfügung. Unser Testgerät ist darauf vorbereitet, die Box war jedoch zum Testzeitpunkt noch nicht lieferbar. Einen Test, wie es mit der externen Anschlussbox klappt, möchten wir so bald wie möglich nachholen.
Wie der S99H und andere OLED-TVs im Vergleich unserer Testergebnisse abgeschnitten haben, zeigt diese Bestenliste:
Samsung S99H: Die Bildqualität
- Erstklassige Helligkeit, Farbtreue und Kontrast
- Mattes Display verhindert Spiegelungen
- Bewegungsglättung mit einigen Artefakten
Die Bildqualität des Samsung-OLED S99H übertrifft die bisher von uns getesteten Samsung-Fernseher. Im neutralen Filmmaker-Modus gibt er Filme auf Blu-ray Disc oder HDTV-Sendungen mit einer hervorragenden Farbtreue und optimalen Kontrasten wieder. Ein weiterer Pluspunkt liegt im besonders breiten Betrachtungswinkel des QD-OLED-Panels. Obendrauf gibt es noch die matte Antireflex-Oberfläche von Samsung.

Noch besser wird es bei HDR-Bildmaterial. Filmszenen in 4K-HDR, die in dunkler Nacht oder im Weltall spielen, überzeugen mit reichen Details, tiefem Schwarz und strahlend hellen Lichtern. Dabei gibt der Samsung auch dunkle Schattierungen gut sichtbar wieder und überstrahlt nur dort, wo es auch im Film gewollt ist.

Filme und TV-Inhalte lebensecht schauen
Du möchtest Fernsehfilme, Hollywood-Streifen und Serien auf Streaming-Diensten möglichst so sehen, wie die Filmschaffenden sie gemacht haben? Dann klick einfach den Filmmaker-Modus des S99H an und schaue in Heimkino-Atmosphäre mit wenig Licht. Oder du wählst den Film-Modus, der etwas heller rüberkommt. Weitere Einstellungen sind eigentlich nicht nötig.
Unsere Farbmessungen mit den Tools von Calman ergeben für SDR-Inhalte wie HDTV, normale Blu-ray-Disks und Full-HD-Streaming eine exzellente Farbtreue, die keiner weiteren Korrektur bedurfte.

Damit rechnet der Samsung-OLED Filme in Full-HD-Auflösung per intelligentem Upscaling einwandfrei auf 4K-Ultra-HD hoch. Fast genauso gut gelingt das Upscaling von HDTV, das per Satellit oder Kabel-TV in der Auflösung 720p übertragen wird.
Auch aus stark komprimierten Streaming-Bildern wie Szenen aus Game of Thrones erzeugt der Samsung-TV ein recht angenehmes Bild, indem er Banding-Artefakte sanft glättet. Der Filmmaker-Modus bearbeitet den Farbverlauf also in diesem Aspekt behutsam, obwohl er sich eigentlich neutral verhalten sollte. Da der kleine Eingriff aber mehr nützt als schadet, ist das okay.
Bewegtbild mit dem Samsung S99H
Filme, die mit 24 Bildern pro Sekunde kinotypisch ruckeln, lässt Samsung per Zwischenbildberechnung mit der Einstellung „Bildschärfe: Auto“ flüssig laufen. Diese Funktion ist im Filmmaker-Modus aus, während im Standardmodus alle TV-Bilder nachgeschärft und entruckelt werden.
Die Samsung-Einstellung „Auto“ ist offenbar gleichbedeutend mit „hoch“. Du kannst die Berechnung der Zwischenbilder wie üblich auch manuell dosieren.

Flüssige Bewegungen gelingen mit der Standardeinstellung „Auto“ zwar gut, aber nicht in allen unseren Tests so sauber wie etwa mit einem LG G6 mit der Einstellung „Smooth Motion“. Im Vergleich zu früheren Samsung-TV-Modellen produziert der S99H nämlich einige Artefakte mehr in unseren Test-Szenen. Samsung begründet die technische Änderung damit, dass damit ein sporadisches Zucken im Bild vermieden werden kann.
Gigantisches Farbvolumen für HDR
Das OLED-Panel kommt von Samsung Display mit der typischen QD-OLED-Technik des Herstellers. Sie garantiert hohe HDR-Helligkeiten von intensiv leuchtenden Farben, einen riesigen Farbumfang und gleichzeitig ein tiefes Schwarz, wie es für OLED typisch ist. Technisch ausgedrückt: Der Samsung S99H bietet ein größeres Farbvolumen als die meisten anderen Fernseher auf dem Markt.

Die dunkelsten, fast schwarzen Farben sind vielleicht eine Spur heller, als sie im Idealfall sein sollten. Auf diese Art wird aber vermieden, dass dunkle Details in Schattenbereichen absaufen.
HDR einwandfrei – auch ohne Dolby Vision?
HDR unterstützt Samsung mit HDR10, HDR10+ adaptive und HLG. Dolby-Vision-Inhalte gibt der Samsung-OLED ohne die Dolby-Metadaten wieder, aber ist das wichtig? Die Bildverarbeitung und das intelligent geregelte Tone-Mapping schaffen im S99H eine Bildqualität, die es nach unserer Auffassung mit der Dolby-Vision-Wiedergabe von LG oder Philips aufnehmen kann, zumal das HDR-Bild der Dolby-Inhalte in einigen Szenen vom großen Farbvolumen des QD-OLED profitieren kann.
HDR im Test mit dem OLED S99H
HDR-Filme von der 4K-Blu-ray-Disc sind das Bildmaterial, mit dem der S99H seine erstklassige Bildwiedergabe am besten zeigen kann. Dabei überzeugt er im HDR-Filmmaker-Modus mit einer so exakten Bildwiedergabe, dass er bei Filmen, die mit HDR10 auf 1000 nits gemastert sind, kaum von einem Referenzmonitor zu unterscheiden ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist – neben anderen – der Musikfilm La La Land auf Ultra-HD-Blu-ray.

Aber auch HDR-Filme mit bis zu 4000 Nits beherrscht das Samsung-Topmodell. In der Schlacht um die Zauberschule Hogwarts in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (etwa Minute 47) kommt der Samsung-OLED sehr nah an die Qualität eines Referenzmonitors. Die Magie-Blitze, deren Helligkeiten teilweise an die 4000 Nits gehen, leuchten mit über 2600 Nits gleißend hell, ohne jedoch zu überstrahlen oder auszubrennen. An diesem Punkt ist der OLED-TV den Mini-LED-Fernsehern wie dem TCL C8L klar überlegen.

Eine weitere HDR-Szene, in der die OLED-Fernseher S99H und LG G6 gleichermaßen ihre Überlegenheit ausspielen können, ist die Vollmond-Nacht in Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger nach einer Stunde und elf Minuten. Wasser, Himmel, Sterne und Mond sind mit sämtlichen Schattierungen und Glanzlichtern perfekt zu sehen, während Mini-LED-TVs an dieser Stelle immer Feinheiten einbüßen.
Die wichtigsten Messwerte für den S95H von Samsung
- Spitzenhelligkeit (HDR): 2833 Nits (Modus Filmmaker, 10 %-Fenster)
- Farbtemperatur: 6511 Kelvin (Modus: Filmmaker)
- Farbraum UHDA-P3: 99,94 % (HDR10)
- Durchschnitt dE2000 (SDR): 0,98 (Calman ColorChecker)
Im Ritterdrama The Green Knight gibt es eine kritische Szene in tiefrotem Licht, in der viele Fernseher statt fließender Übergänge unschöne Abstufungen (Banding) zeigen. Auch diese Herausforderung meistert der Samsung-TV bravourös. Dass der Rot-Ton eine Spur heller als auf unserem Referenzmonitor ausfällt, ist dabei kein Problem. Grundsätzlich stellen tiefe Rot-Töne eher eine Stärke des Samsung-OLED-TV dar.
KI-Bildeinstellungen beim Samsung S99H: Wie smart sind sie wirklich?
- Film und Sport sollen automatisch erkannt werden
- Der „AI Fußballmodus Pro“ ist noch ausbaufähig
In seinen beiden Spitzen-TVs S99H und R95H führt Samsung weitere KI-gestützte Funktionen für Bild und Ton ein. Auf unsere Bewertung des Samsung S99H haben diese Funktionen (noch) keinen Einfluss. Wir finden sie dennoch so interessant, dass wir sie hier vorstellen möchten. Um sie zu nutzen, musst du tiefer in die Einstellungsmenüs unter den Erweiterten Funktionen einsteigen.
Bild und Ton mit KI-Unterstützung verbessern?
Eins vorweg: Ein gutes Bild wird auch bei Samsung durch KI-Bearbeitung nicht besser. Im Sinne von Natürlichkeit lässt du den KI-Modus am besten ausgeschaltet.
Im Menü findest du den AI-Modus und den AI-Fußballmodus Pro. Wenn du den AI-Modus einschaltest, tun sich weitere Untermenüs auf. Du hast die Wahl, ob das Bild von KI unbeeinflusst bleibt oder per KI-Automatik wiedergegeben wird. Außerdem gibt es neue, KI-gestützte Einstellungen für den Ton. Gut, dass Bild und Ton getrennt einstellbar sind!

KI-Anpassung für verschiedene Genres?
Es wäre super, wenn sich ein Fernseher automatisch darauf einstellt, welchen Typ von Inhalt er zeigt. Das versucht Samsung mit der KI-gestützten Optimierung und der KI-Anpassung.
Innerhalb der KI-Anpassung für das Bild hast du die Möglichkeit, verschiedene Grundeinstellungen für die Szenarien Film, Allgemein und Sport festzulegen. Der TV zeigt dir dabei Vorschaubilder für Kontrast, Farbe und Farbton, die danach im Bildmenü auf Automatik umgestellt sind. Eigentlich soll der Fernseher automatisch erkennen, ob ein Film, ein Sportereignis oder ein allgemeines TV-Programm läuft. In der Praxis klappt das allerdings bei weitem noch nicht so, wie von uns erwartet. Schade.
Daher lautet unser Tipp: Am besten die AI-Bildmodus-Einstellung „Aus“ wählen. Und bei Bedarf den Bildmodus manuell anpassen.

Tonspur neu abmischen mit der KI
Samsung bietet mit der Tonsteuerung Pro neue Möglichkeiten, die über Sprachverstärkung und automatische Tonanpassung hinausgehen. Sprache, Musik und Geräusche lassen sich hier erstmals automatisch filtern und getrennt in ihren Lautstärken regeln.

Das Trennen von Stimmen und Musik klappt gut und passiert ohne merkliche Verzögerung. Gewisse digitale Verzerrungen können zwar bisweilen auftreten, stören aber meist nicht. In unserem Test hat die getrennte Regelung von Musik, Effekten und Sprache gut funktioniert. Einstellungen, die ins Extreme gehen, führen dabei eher zu Verzerrungen als moderate Einstellungen.
Das ganze KI-Menü ist zwar komplex und verschachtelt, hilft aber dabei, Bild und Ton auf deinen persönlichen Bedarf anzupassen. Wir finden es ausdrücklich lobenswert, dass man die KI für die Bildwiedergabe ausschalten kann, aber für die Tonwiedergabe getrennte Regler für Sprache, Musik und Geräusche findet.
So kannst du Bild und Ton für Fußball KI-gestützt aufbereiten
- Kontrast, Farbe und Schärfe werden maximiert
- Kommentator kann ausgeblendet werden
Für Fußballfans gibt es den KI-Fußballmodus Pro. Der soll Fußballereignisse automatisch erkennen und eine darauf angepasste Bild- und Tonwiedergabe einschalten. Sofort sind alle Farben greller, und feine Strukturen sind weg.

Der Look erinnert spontan an frühere Computer-Fußball-Games. In unserem Test hat es mit einer automatischen Erkennung, ob der Inhalt Fußball oder etwas anderes ist, leider nicht geklappt, sodass dieser knallbunte Bildmodus auch dann lief, wenn Nachrichten oder ein Spielfilm kamen.
KI-Verbesserung sinnvoll einstellen
Zum Glück kann man die KI-Bildwiedergabe über manuelle Einstellungen wieder natürlicher aussehen lassen. Am spannendsten finden wir am AI-Fußballmodus Pro jedoch die Möglichkeit, Stadiongeräusche und den gesprochenen Kommentar im Fußball-Modus getrennt voneinander in der Lautstärke regeln zu können.

Die Anschlüsse: Erstmals mit drahtloser Connect-Box
Der Samsung-OLED-TV S99H verfügt über die gleichen Anschlussmöglichkeiten wie der R95H, das andere Spitzenmodell auf LCD-Basis mit RGB-Backlight. Beide Spitzenmodelle sind mit der neuen Wireless One Connect Box kombinierbar, welche die Anschlüsse im TV um einen weiteren Satz aller möglichen Verbindungen von HDMI bis TV-Tuner erweitert. Die Funkverbindung zur drahtlosen Box wird über ein Steckmodul in der TV-Rückseite hergestellt.

Insgesamt acht (!) HDMI-2.1-Ports hätte man damit, die du äußerst flexibel auf Soundbar, Spielkonsole, Blu-ray-Player, USB-Speicher und weitere Geräte verteilen kannst. Die drahtlos verbundene Box erreicht aber nur 144 Hz, weswegen anspruchsvolle PC-Gamer die Direktverbindung bevorzugen werden.
Volle Ausstattung mit USB-Recording und Twin-Tunern
In Zeiten von Streaming-Diensten und Mediatheken nimmt die Bedeutung von TV-Aufnahmefunktionen zwar ab, sie bieten aber immer noch viele Vorteile: Mit USB-Recording bist du nicht aufs Internet angewiesen, aufgenommene Sendungen verschwinden nicht so einfach, und du kannst spontan das TV-Programm vor- und zurückspulen, ohne Angst haben zu müssen, dass die App mal wieder stecken bleibt.
Der Samsung S99H unterstützt USB-Recording und zeitversetztes Fernsehen über einen Twin-Multituner für Satellit, Kabel-TV und DVB-T2HD. Der Vorteil davon ist, dass du auf beliebige TV-Programme umschalten kannst, während gleichzeitig eine bestimmte Sendung aufgezeichnet wird.

Vier vollwertige HDMI 2.1
Über die vier eingebauten HDMI-Schnittstellen unterstützt der Samsung S99H 4K-Gaming mit bis zu 165 FPS (Frames per Second). Wie mittlerweile üblich, arbeitet der TV mit ALLM (Auto Low Latency Mode), der automatischen Umschaltung auf verzögerungsfreies Spielen und einer Eingabeverzögerung, die unter zehn Millisekunden liegt. Mit der variablen Bildwiederholrate VRR (Variable Refresh Rate) kannst du Ruckler und „Zerreißen“ von Bildern vermeiden. Natürlich kannst du auch eine Soundbar oder einen AV-Receiver über den HDMI-Rückkanal eARC anschließen.
Einen Kopfhörer kannst du über Bluetooth mit dem Fernseher koppeln, der Samsung unterstützt sogar Auracast, um mehrere Auracast-taugliche Bluetooth-Geräte mit Ton zu versorgen.

Bedienung und Praxis
Die batterielose One Remote mit ihren wenigen Knöpfen ist gegenüber dem letzten Jahr praktisch unverändert. Auf der Unterseite gibt es eine kleine Wölbung und zwei Schräubchen, die wohl einen Akkuwechsel in der smarten Fernbedienung ermöglichen sollen.

Das aktuelle Samsung-Menü sitzt am Bildrand und wirkt auf den ersten Blick gut sortiert. Zuletzt aufgerufene Funktionen speichert der TV automatisch als Schnellzugriff. Praktisch ist darüber hinaus, dass sich Teile der Anzeige sortieren lassen und man das Einstell-Menü in Größe und Durchsichtigkeit verändern kann.

Samsung spart sich so manche Tasten auf der Fernbedienung, darunter die Eingangs-Wahl und die vier Farbtasten. Das ist immer noch ein Anlass zur Kritik für uns, aber es gibt auch Lichtblicke. Oben im Home Screen von Samsung befindet sich eine Kopfzeile mit einer Reihe nützlicher Schaltflächen, darunter: Verbundene Geräte, Einstellungen, Live-TV und Gaming-Hub.

Smart-TV-Funktionen des S95H
Samsung baut sein eigenes Smart-TV-System Tizen kontinuierlich aus. Zunehmend baut man zusätzliche KI-Anwendungen wie Copilot und Perplexity ein, aber vieles davon scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken.
Ausgereifter erscheint uns andererseits der Kunst-Modus, der eine reiche Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Die größte Stärke des Samsung-Smart-TV-Systems ist nach wie vor die beeindruckend große Auswahl und Verfügbarkeit von Online-Apps. Ob Gaming-, Video- oder Musik-Streaming-Dienste, hier wirst du mit ziemlicher Sicherheit fündig – einschließlich einer Steuerung für Hue-Lampen. Ansonsten bietet der Samsung-Fernseher mit Smart Things eine übersichtliche Oberfläche als Steuerzentrale für smarte Geräte in deinem vernetzten Haushalt.
Ton im Test: So gut klingt der S99H
Überraschend gut finden wir den Klang des S99H, der mit knapp drei Zentimetern Bautiefe weniger schlank als der preisgünstigere OLED S95H ist. Auf der Rückseite sehen wir keinen einzigen Lautsprecher. Im Gehäuse sind aber sechs Schallwandler versteckt, die sowohl bei Dialogen als auch bei Musik durchweg angenehm anzuhören sind. Tosend laut kann der Fernseher zwar nicht aufspielen, dafür ist er auch nicht gebaut. Bei Dolby Atmos erzeugt er sogar eine Andeutung von Raumklang.

Wie bei allen neueren Samsung-TVs hast du die Möglichkeit, eine Samsung-Soundbar mit der Funktion Q-Symphony anzukoppeln. Dann teilen die Geräte den Ton unter sich auf, sodass die TV-Lautsprecher mitspielen.
Den Klang bewerten wir mit der Note 8,2, was einer „2+“ als Schulnote entspricht. Für packende Actionfilme bist du aber immer noch gut beraten, einen AV-Receiver oder eine Soundbar mit Subwoofer einzusetzen.
Das High-End-Duell: Samsung S99H vs. LG G6
Der LG G6 und der Samsung S95H – die Nachfolger von G5 und S95F – lieferten sich bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenposition in unserer TV-Bestenliste. Mit dem S99H geht Samsung nun auf die Überholspur. In Ton und Ausstattung zieht er am LG-Topmodell vorbei, doch in der Bildqualität sind beide fast perfekt.
Der Samsung S99H trumpft bei HDR mit seinem größeren Farbvolumen auf. So kann er hellere Farben kräftiger leuchten lassen. Doch in der Glättung von Bewegtbildern überzeugt uns der LG-OLED etwas mehr als der Samsung. Am Ende erreichen beide die Bild-Bestnote 9,7 auf unserer Notenskala.
Die Bedienung und die Entspiegelung sind deutlich unterschiedlich bei Samsung und LG. Beide Fabrikate haben unterschiedliche Stärken, die du abwägen solltest, damit du für dich selbst entscheiden kannst, was dir besser gefällt: Lieber supermatt mit möglichen Einbußen beim Schwarz, oder glänzender und schwärzer? Auch die Menüs und Bedienungen und smarten Features solltest du dir vor dem Kauf ansehen, um eine gute Entscheidung zu treffen.
Fazit: Unser Testurteil zum Samsung S99H
Trommelwirbel: Der S99H von Samsung geht bis auf weiteres oben auf das Siegertreppchen unserer Bestenliste. Sein hervorragendes Bild, guter Ton und die große Ausstattung lassen für TV, Gaming und Streaming praktisch keinen Wunsch offen. Abgesehen von Dolby Vision, das Samsung grundsätzlich nicht implementiert, übertrifft der S99H mit seinen Features andere Fernseher – auch wenn es noch viel Potenzial für Verbesserungen der KI-Anwendungen gibt.
Top Angebote für den Samsung S99H findest du hier:
| Technische Daten | |
| Display | OLED |
| Panel Typ | QD-OLED |
| Auflösung | 4K (3.840 x 2.160) |
| Verfügbare Größen | 55", 65", 77", 83" |
| Getestete Größe | 77" |
| HDR-Unterstützung | HDR10, HDR 10+, HLG |
| Bildfrequenz | 100 / 120 Hz / Bis 165 Hz |
| Digitaler Tuner | 2x DVB-C, -S2, -T2HD |
| Video-Eingänge | 4 x HDMI 2.1 |
| HDMI-Funktionen | 4K@120Hz, eARC, ALLM, VRR, CEC |
| Sonstige Anschlüsse | 3 x USB, LAN, opt. Digitalausg., CI+ |
| Sprachassistenten | Amazon Alexa, Bixby |
| AirPlay 2 | Ja |
| Drahtlos | WLAN, Bluetooth |
| Smart TV | Tizen |
| Maße mit Sockel | 1783 x 1090 x 320 mm |
| Maße ohne Sockel | 1783 x 1050 x 27 mm |
| Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß | 31,7 kg / 32,2 kg |
| Durchschnittliche Leistungsaufnahme (SDR / HDR) | 139 W |
| Energieeffizienzklasse (SDR / HDR) | E / G |
| Preis (UVP/Straßenpreis) | 5799,00 Euro / um 5600 |
Hier in der Bestenliste findest du vielleicht noch eine Alternative zum S99H: