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LG OLED G6 im Test: Neues Panel bringt einen Riesenvorteil

Mit dem LG OLED G6 tritt der Hersteller erneut im Wettlauf um die beste Bildqualität an und hat einiges verbessert. Lies hier, wie der LG G6 im Test abschneidet.
LG OLED G6 IM TEST bei HIFIDE
Panel Typ
OLED
Auflösung
4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen
48"(G69LS), 55", 65", 77", 83", 97"
Getestete Größe
65" (65G66LS)
HDR-Unterstützung
HDR10, HLG, Dolby Vision IQ
Bildfrequenz
100 / 120 / 144 / 165Hz
Video-Eingänge
4 x HDMI 2.1
Preis (UVP/Straßenpreis)
UVP 3999 Euro (65")
In Kürze
LG OLED G6: Der beste LG-Fernseher, den wir bisher getestet haben. Mehr Helligkeit und die starke Entspiegelung machen den flachen TV noch tageslichttauglicher als seine Vorgänger. Die Bedienung ist allerdings in Teilen gewöhnungsbedürftig.
Vorteile
  • Bildqualität auf Referenzniveau
  • Sehr gute Entspiegelung und hohe Helligkeit
  • Alle Gaming-Features mit HDMI 2.1
  • Verschiede Ausführungen mit Standfuß oder Wandhalter
  • Sehr gute Ausstattung
Nachteile
  • Relativ hochpreisig
  • Bedienung teilweise umständlich
  • Nur einfache TV-Tuner
  • DTS Mehrkanalton wird nicht unterstützt

Bekannter Stil mit neuer Technik: Der OLED G6 von LG tritt mit seinem neuen „Alpha 11“-Prozessor und mit einer neuen Version des RGB-Tandem-OLED-Panels die Nachfolge des OLED G5 an. Was der LG G6 mit seiner modernisierten Technik leisten kann, erfährst du hier in unserem Testbericht. Der LG G6 steht als Flaggschiff-Modell im Wettbewerb mit Samsungs OLED S95F – und demnächst mit dem S95H. Noch vor dem Verkaufsstart haben wir einen 65 Zoll großen LG OLED 65G6 in unserem eigenen TV-Labor getestet. Auf dem Prüfstand stand die Variante mit Standfuß namens OLED G65G66LS.

Das Design des OLED G6

Der superschlanke LG OLED G6 sieht seinen Vorgänger-Modellen G5 und G4 erneut zum Verwechseln ähnlich. Wie in den vergangenen Jahren ist das Design mit geraden Umrissen auf eine dünne Bauform getrimmt, die sich mit minimalem Abstand an die Wand anschmiegen kann.

LG G6 in der Seitenansicht
Der LG OLED G6 in der Standfuß-Variante mit 65 Zoll Diagonale.

Wie zuvor gibt es wieder Modelle, bei denen ein Standfuß mitgeliefert wird, und Wandmontage-Modelle ohne Standfuß, die dafür superflache Wandhalterungen im Karton haben. Unabhängig davon kannst du ein Standfuß-Modell auch an die Wand hängen oder einen Standfuß  für ein Wandhalter-Modell nachkaufen.

Auf der Rückseite des Standfußes kannst du Kabel verdeckt installieren.

Den Unterschied, ob ein Wandhalter oder ein Standfuß mit im Karton liegt, erkennst du einfach an der Endung LS für Standfuß oder LW für Wandhalter. Die kleinste verfügbare Größe des LG G6 ist 48 Zoll, wobei sich das Design jedoch erheblich von den Größen 55 bis 83 Zoll unterscheidet. Der OLED 48G6 sieht nämlich eher aus wie eine Variante des OLED C5 oder C6 und verfügt auch nicht über das gleiche Helligkeitsniveau wie die größeren G6-OLEDs. Außerdem hat der 48G6 als einzige G6-Variante einen Kopfhörer-Anschluss und fällt damit eigentlich komplett aus dem Rahmen.

Bildtechnik: OLED-Display und Prozessor

  • RGB-Tandem-OLED mit neuer Antireflex-Schicht
  • Neuer Prozessor mit mehr Leistung

LG baut 2026 den neuen Alpha-11-Gen.3-Prozessor in den Gallery-OLED G6 und in den OLED C6H ein. Die dritte Alpha-11-Generation alias O26 ist mit mehr Rechenleistung ausgestattet und basiert auf einer neuen Transistoren-Architektur. LG spricht von einer 6-Nanometer-Halbleiter-Fertigung, die Energie sparen und die ultradünne Bauform des kommenden „Wallpaper-TV“ ermöglichen soll, der nur neun Millimeter dünn ist. Gleichzeitig soll der Alpha 11 Gen.3 mehr KI-Berechnungen direkt im Chip durchführen und die Grafik-Leistung um 70 Prozent steigern. Die höhere Leistung ist für höhere Ansprüche nötig, etwa um HD-Bilder besser auf 4K-Ultra-HD hochzurechnen und HDR-Farbverläufe fließend darzustellen. Die Geschwindigkeit der allgemeinen TV-Bedienung hat leider keinen nennenswerten Vorteil vom neuen Prozessor.

LG nennt die neueste Version seiner OLED-Technik nun „Hyper Radiant Color Tech“. Der OLED-TV hat eine neuartige Antireflex-Beschichtung, die nur noch schwach rötlich spiegelt. Mehr dazu gibt es im Abschnitt Bildqualität. Das OLED-Energiespektrum hat sich dabei nicht verändert. Dieses ist ein klares Indiz dafür, dass der WRGB-Aufbau der Pixel im Kern gleich geblieben ist.

Das OLED-Spektrum verschafft dem LG G6 einen großen Farbumfang für HDR-Bilder. | Screenshot: Calman

Geändert hat sich jedoch die Spitzenhelligkeit, die nunmehr bei neutraler Einstellung über 3300 Candela pro Quadratmeter erreichen kann. Im plakativen Bildmodus „Lebendig“ konnten wir sogar über 4000 Candela pro Quadratmeter messen. In der kleinsten G6-Variante mit 48 Zoll kommt allerdings ein anderes OLED-Panel mit geringerer Spitzenhelligkeit zum Einsatz, weshalb du unser Testergebnis nicht auf diese kleine TV-Größe beziehen kannst.

Die Bildqualität des LG OLED G6

  • Feinere Farbverläufe bei HDR-Inhalten
  • Mehr als 4000 Nits Spitzenhelligkeit sind möglich
  • Neue, verbesserte Entspiegelung

LG spielt immer wieder oben bei den Fernsehern mit der besten Bildqualität mit. Und doch gibt es noch immer Raum für gewisse Verbesserungen. Viele Menschen sind begeistert von den matten Samsung-Bildschirmen wie im OLED S95F – LG kontert jetzt mit dem OLED G6. Das neue OLED-Panel im LG G6 spiegelt nämlich sichtbar weniger als die Panel-Generation vom vergangenen Jahr, welche wiederum etwas mehr Licht reflektierte als das vorangegangene MLA-OLED. Das neueste OLED-Panel bei LG ist nicht mattiert, sodass sich kein Lichtschleier über das tiefe Schwarz legen kann, wie bei Samsungs Flaggschiff-TV. Was sich an Möbeln spiegeln könnte, ist im LG G6 kaum noch zu sehen.

Das neue OLED-Panel hat die Spiegelungen noch einmal um die Hälfte reduziert.

Im TV-Labor haben wir nur rund 0,2 Prozent nach vorne reflektiertes Licht gemessen. Eine große Verbesserung, die den OLED noch alltagstauglicher macht. Solange keine helle Lampe direkt ins Bild scheint, wird dich nichts vom Film ablenken, den du schauen möchtest.

Dazu kommt ein Gewinn an Helligkeit für die sogenannten „Specular Highlights“. LG bringt Glanzlichter und Lichtreflexe in High Dynamic Range – kurz: HDR – noch brillanter als bisher heraus. Im hellsten HDR-Modus Lebendig haben wir auf kleinen weißen Flächen sogar über 4000 Nits gemessen. Unser Standard-Testbild mit einer Zehn-Prozent-Weißfläche ist hingegen genauso hell wie im vergangenen Jahr.

HDR mit Dolby Vision

Wie bei LG üblich, unterstützen die G6-OLEDs weiterhin HDR10, Dolby Vision und HLG. Das von Samsung bevorzugte HDR10+ ist nicht dabei, was aber kein Beinbruch ist. Für Dolby-Vision-Inhalte gibt es bei LG verwirrend viele Bildmodi, wobei hinter „Kino Home“ das Konzept von Dolby Vision IQ versteckt sein dürfte. Das neutralste und „echteste“ Bild für Heimkino-Fans ergibt auch bei Dolby Vision der Filmmaker-Modus. Das von den Dolby Laboratories vorgestellte Dolby Vision 2 spielt hingegen bei LG vorerst keine Rolle. Da das Dolby-Bild des G6 unseres Erachtens schon jetzt einer Studioqualität recht nahekommt und weit und breit keine Inhalte mit Dolby Vision 2 Mastering zu sehen sind, erwähnen wir dieses Thema auch nur als Randnotiz.

Die wichtigsten Messwerte für den LG 65G6

  • Spitzenhelligkeit (HDR 10%-Fenster): 2416 Nits (Modus Filmmaker)
  • Spitzenhelligkeit (HDR 2%-Fenster: 3300 Nits (Modus Filmmaker)
  • Spitzenhelligkeit Vollbild, weiß: 441 Nits (HDR, Filmmaker)
  • Farbtemperatur: 6475 Kelvin (Modus: Filmmaker)
  • Farbraum UHDA-P3: 99,4 % (HDR10)
  • Durchschnitt dE2000 (SDR): 1,74 (Calman ColorChecker)

Mit der OLED-Panel-Generation des vergangenen Jahres erreichte LG bereits einen größeren HDR-Farbumfang, der auch bei hellen, satten Farben eine stabile Helligkeit sicherstellt. Jetzt kommt noch mal eine Schippe mehr Helligkeit für kleine, besonders helle Bildbereiche drauf.

Mehr als 3000 Nits schafft der OLED G6 im Bildmodus Filmmaker. Sehr gut ist zudem, dass das volle Weißbild gut 440 Nits hell ist. | Bild: Calman by Portrait Displays

Unser subjektiver Eindruck, dass manche HDR-Farbtöne vielleicht etwas heller ausfallen, als sie sein sollten, bestätigt sich in der Messung der EOTF, die die Referenz zu HDR-Helligkeitswerten darstellt. Zum Glück ist die Abweichung noch durchaus akzeptabel, und ohne direkten Vergleich mit einem kalibrierten Referenz-Display nicht feststellbar.

Tipps für die BildeinstellungenDeine Bildeinstellungen „merkt“ sich der LG-Fernseher einzeln für jeden Eingang. Wenn du dich also für Filmmaker oder Kino als Einstellung für Filme entschieden hast, musst du den Modus für HDMI, Streaming und TV-Empfang erst einmal einzeln von Hand einstellen. Die große Auswahl an Bildmodi bei LG-Fernsehern kann zwar verwirrend sein, aber mit Filmmaker oder Kino bekommst du Filme erstklassig zu sehen. Die TruMotion-Einstellung solltest du nach deinem eigenen Geschmack einstellen.

HDR-Messungen im Filmmaker-Modus: In der Mitte oben zeigen die Calman-Messungen einen perfekten Weißabgleich. Die Kurven rechts im Bild bestätigen zwar, dass HDR-Farben eine Spur heller als nötig ausfallen, doch die sehr niedrigen Delta-E-Werte links (mit dem Durchschnitt 1.34) beweisen, dass diese Abweichung praktisch zu vernachlässigen ist. | Screenshot: Calman

HDR-Feinschliff mit mehr Bits

Mit dem neuen Alpha-11-Prozessor führt LG eine 12-Bit-Signalverarbeitung für 10-Bit-HDR-Inhalte ein. Damit vermeidet der OLED G6 ungewollte „Stufen“ in dunklen Farbverläufen, die früher bei LG-Fernsehern bisweilen als „Banding“ sichtbar wurden. Durch bis zu 13 Bits kann der Prozessor mit mehr als 8000 Helligkeitsstufen arbeiten, die feinere Nuancen zwischen hell und dunkel ermöglichen. Kritische Szenen wie die in rotes Licht getauchte Unterwasser-Szene mitten im Ritter-Epos „The Green Knight“ zeigen so einen deutlich geschmeidigeren Farbverlauf.

Aus dem Testlabor: Rechts im Bild der LG G6, links ein vergleichbarer OLED-TV von 2025. Unten in der Mitte unser Referenzmonitor. Der neue G6 zeigt wesentlich weniger Stufen im dunkelroten Farbverlauf. Der senkrechte weiße Strich im Bild ist Licht, das durch einen schmalen Türspalt auf die Bildschirme fällt. Es ist deutlich in der Mitte, schwach auf dem TV links und rechts auf dem OLED-Panel des G6 nicht zu sehen.

Die Verbesserung betrifft allerdings nur HDR mit hoher Farbauflösung. HD-Streaming und einfache DVDs oder Blu-rays profitieren dagegen von der Funktion „Glatte Abstufung“ im Bild-Menü „Klarheit“.

LG OLED G6: Bildqualität für HDTV, Blu-ray und Streaming

Das Upscaling und die Bewegungskompensation mit „TruMotion“ arbeiten auf gewohnt hohem Niveau. TV-Inhalte wie Fernsehfilme und Serien in HD-Auflösung zeigt der G6 in erstklassiger Weise. Im Filmmaker-Modus ist die Farbwiedergabe nahezu so exakt wie auf unserem kalibrierten Studio-Monitor, sodass der mit dem Panasonic Z95B gleichzieht. Im Test hatten wir den Eindruck, dass der neue Prozessor TV-Signale von HD (720p oder 1080i) noch eine Spur besser auf Ultra HD (4K) hochskaliert als bisher.

LG G6 SDR Greyscale
Im Filmmaker-Modus ist der LG G6 bei der HDTV-Farbwiedergabe fast so präzise wie ein Referenzmonitor. | Bild: Calman by Portrait Displays

Ohne Energiesparen erreicht der LG OLED Helligkeiten bis zu 400 Nits bei absolut neutraler Farbwiedergabe, sodass du auch bei Tageslicht die Tagesschau problemlos schauen kannst. Dennoch empfehlen wir dir für Kino-Genuss immer, den Raum abzudunkeln.

Sport mit dem LG OLED

Wie alle OLED-Fernseher ist der G6 enorm reaktionsschnell im Bildaufbau. Ein Tipp für Sportsendungen kann der Standard– und der Eco-Modus sein. Die Modi sind farblich kühler abgestimmt als Kino und Filmmaker, und sie betonen die Schärfe im Bild, aber mit Maß. Außerdem glätten sie Bewegungen mit „TruMotion“, sodass Bewegungen flüssig ablaufen. Ganz ohne Artefakte und kleine „Pixelbläschen“ gelingt unserem Testgerät die Bewegungsglättung aber auch mit dem stärkeren Prozessor nicht. Insgesamt ist das Ergebnis nach unserer Auffassung besser als etwa beim Samsung S85F. Natürlich kannst du die LG „TruMotion“ nach deinem Geschmack auch im Filmmaker- oder Kino-Modus einschalten und selbst dosieren, wie stark sie ins Bild eingreift.

LG OLED G6 – die Bedienung

Der neue Prozessor soll weniger Hitze und bessere Effizienz bringen. Dass er Vorteile für die Bildverarbeitung hat, steht nach diesem ersten Test außer Frage. Der Alpha11 Gen.3 macht den TV beim Bedienen allerdings nicht schneller als seine Vorgänger. Lobenswert finden wir, dass es in diesem Jahr G6-Modelle mit einer Magic-Remote-Fernbedienung geben wird, die neben der Wedel-Mauszeiger-Funktion auch Ziffern- und Farbtasten hat. Nutzer:innen von TV-Sendern und den Mediatheken werden das zu schätzen wissen.

Die Menüs sind gut ins Deutsche übersetzt, aber nicht alle Funktionen sind dort, wo man sie vielleicht erwartet. So gibt es ein Menü, mit dem du einfach einen Grundcharakter für die Bildwiedergabe festlegen kannst, ohne dir weitere Gedanken über Bildeinstellungen zu machen. Das ist aber in den Einstellungen unter „OLED-Pflege“ und nicht unter den Bildeinstellungen zu finden.

Mit der OLED-Einstellung „Kinomodus“ in den allgemeinen Einstellungen kannst du Filme und Serien entspannt mit natürlichen Farben schauen. Die weiteren Bildeinstellungen werden automatisch blockiert, sobald du in diesem Menü etwas anderes als „Aus“ wählst. | Screenshot: LG / Rogue One – A Star Wars Story

Anschlüsse beim LG G6

  • Nur einfache TV-Tuner
  • HDMI bis 165 Hz Bildwiederholrate für Gaming
  • Bluetooth und Auracast

Die Anschlussmöglichkeiten des G6 sind im Grunde mit dem Vorgängermodell G5 deckungsgleich. Digitalen TV-Empfang gibt es im G6 nach wie vor über Satellit, Kabel und Antenne, aber nur noch mit einfachen TV-Tunern und nicht mehr mit Twin-Tunern. Das lineare Fernsehen verliert offensichtlich beim Publikum gegenüber Video-Streaming-Diensten allmählich an Bedeutung, und die TV-Hersteller reagieren auf den Trend, zumal sie so Kosten einsparen.

LG OLED G6
Die TV-Eingänge findest du auf der Unterseite, daneben zwei HDMI und USB.

Wenn du eine USB-Festplatte zum Aufnehmen von Sendungen angeschlossen hast, kannst du aber auch mit einem OLED G6 immerhin TV‑Aufnahmen machen oder auch zeitversetzt fernsehen. Nur ist die Bedienung je nach mitgelieferter Fernbedienung umständlicher als früher. Dank der vier vollwertigen HDMI-2.1-Eingänge ist die Gaming-Ausstattung erstklassig. Wer einen schnellen Gaming-PC anschließt, kann sogar Bildfrequenzen bis zu 165 FPS fürs Zocken nutzen.

Man findet bei den LG-Fernsehern zwar keinen Kopfhöreranschluss, aber dafür kannst du den Ton gleichzeitig über Bluetooth oder HDMI-eARC zusammen mit den eingebauten Lautsprechern wiedergeben. Neu ist, dass du nun auch eine Auracast-Funktion nutzen kannst, um mehrere geeignete Kopfhörer oder Hörgeräte gleichzeitig mit dem Fernseher zu verbinden.

LG Screenshot Auracast
LG unterstützt Auracast, um den Ton gleichzeitig auf mehrere Empfänger wie Auracast-fähige Kopfhörer oder Hörgeräte zu übertragen. | Screenshot: LG

Smart TV mit dem LG OLED G6

Auch das LG-eigene Smart-TV-System Tizen tritt mit vertrauten Menüs und weitgehend intuitiver Bedienung auf. Werbung und Vorschläge lassen sich bei Bedarf in den Einstellungen einstellen und verschiedene individuelle Profile für mehrere Personen erstellen, falls du den Fernseher nicht allein nutzt.

Der Smart-TV-Startbildschirm mit der zentralen App-Leiste.

Der G6 verfügt über eine Handsfree-Sprachsteuerung, aber auch über ein Mikrofon in der Fernbedienung. Beide Optionen funktionieren sehr gut, was die Spracherkennung angeht. Vieles funktioniert so schon gut. Dass manche Anfragen nach bestimmten Inhalten nur ungenau beantwortet werden, ist wohl ein generelles Problem der KI-gestützten Assistenten.

LG OLED G6: Die Tonqualität

Die superflache Bauform des G6 lässt kaum Platz für klassische Lautsprecher, und LG setzt auch nicht das OLED-Panel als Schallwandler ein, wie es Sony macht. Obwohl es spannende Neuerungen wie die KI-gestützte Dialogverstärkung gibt, bleibt der Sound in seinem Klangvolumen und der klanglichen Auflösung hinter anderen Spitzenmodellen zurück. Schade finden wir zudem, dass LG DTS-Mehrkanalton nicht unterstützt. Im Zweifelsfall musst du deinen Blu-ray- oder Mediaplayer für DTS auf Stereo-Downmix oder PCM umstellen. So heißt unser Tipp zum wiederholten Male: Es lohnt sich, dem LG G6 eine sehr gute Soundbar zur Seite zu stellen.

Fazit: Unser Testurteil für den LG G6

Der größte Vorteil der neuen OLED-Panels ist die starke Entspiegelung, die einen echten Mehrwert darstellt. Auch wenn der LG-Bildschirm nach wie vor glänzt, gilt: Für alles, was du tagsüber oder mit Licht in deiner Stube siehst, ist das kontrastreiche Display von Vorteil. Und für HDR gibt es mehr Helligkeit und noch feinere Farbübergänge. Die Bildqualität erweist sich schon in unserem frühen Testmuster als erstklassig. Weitere Feinheiten in der Bild- und Tonwiedergabe können und werden sich wahrscheinlich noch über Firmware-Updates etwas verändern, doch die grundlegenden Eigenschaften des OLED G6 sind so sicher, dass wir mit guten Gründen eine sehr gute 9,4 als HIFI.DE-Note vergeben. Dass er nicht ganz vorn auf Platz eins der Bestenliste landet, liegt unter anderem daran, dass er trotz KI-Verbesserungen nicht ganz so gut klingt wie andere Spitzenmodelle.

HIFI.DE-Testsiegel-Fernseher-LG-OLED-65G66LS-9.4

Technische Daten
Panel Typ OLED
Display OLED (WRGB)
Auflösung 4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen 48"(G69LS), 55", 65", 77", 83", 97"
Getestete Größe 65" (65G66LS)
HDR-Unterstützung HDR10, HLG, Dolby Vision IQ
Bildfrequenz 100 / 120 / 144 / 165Hz
Digitaler Tuner 1 x DVB-S/S2, -C, -T2HD
Video-Eingänge 4 x HDMI 2.1
HDMI-Funktionen 4K bis 165Hz, eARC, ALLM, VRR, CEC
Sonstige Anschlüsse 3 x USB, LAN, opt. Digitalausg., CI+
Sprachassistenten Amazon Alexa, LG ThinkQ
AirPlay 2 Ja
Drahtlos WLAN, Bluetooth
Smart-TV-System WebOS 26
Maße ohne Sockel 1441 x 826 x 243 mm
Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß 22 kg /
Durchschnittliche Leistungsaufnahme (SDR / HDR) 85 W / 256 W
Energieeffizienzklasse (SDR / HDR) E / G
Preis (UVP/Straßenpreis) UVP 3999 Euro (65")

Du möchtest dir noch einen größeren Überblick verschaffen? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste. Hier findest du die besten Fernseher, die wir getestet haben:

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