Überraschung bei IFA 2026: Samsung kehrt Messegelände den Rücken
Bild: SamsungIm September 2026 findet natürlich wieder die IFA in Berlin statt. Früher ist das Event als „Internationale Funkausstellung“ legendär gewesen. Inzwischen steht IFA aber, um internationaler zu wirken, für „Innovation For All“. Auf der Messe trifft sich jedenfalls jährlich das „Who is Who“ aus dem Bereich Unterhaltungselektronik bzw. Technik. Freilich werden auch die Südkoreaner:innen von Samsung wieder vor Ort sein. Doch in diesem Jahr hat sich der Hersteller einen unerwarteten Twist einfallen lassen.
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So verlegt Samsung nämlich seine B2B-Präsenz für Geschäftskund:innen vom Messegelände in die Stadt. Einen traditionellen Stand in der gewohnten Form wird der Hersteller also in diesem Jahr nicht auf dem Messegelände haben. Eine Begründung dafür liegt offiziell nicht vor, aber man muss wohl nicht lange spekulieren, um die Ursache zu erkennen. Dem Unternehmen dürfte ein riesiger Stand direkt auf der Leitmesse schlichtweg zu kostspielig gewesen sein. Denn dafür fließen Millionenbeträge.
Komplett fehlen wird Samsung aber auf dem Messegelände auch wieder nicht. Denn man tritt in diesem Jahr immerhin noch als Hauptsponsor des IFA Creator Hubs auf. Dort will man mit interaktiven Formaten rund um Content Creation „Möglichkeiten für kreativen Austausch schaffen“, so der Hersteller (via Elektro Markt). So dient der Hub als Plattform für Influencer:innen, Livestreamer:innen und weitere Content Creator:innen.
Samsung bleibt der IFA treu – auf seine eigene Weise
Doch Fachbesucher:innen, also auch Händler und Journalist:innen, wird es dann eher ins Humboldt Carré in der Innenstadt ziehen. Dort veranstaltet Samsung dann eben ein selbst ins Leben gerufenes Eventformat. Auch wenn dieses nicht direkt auf dem Messegelände stattfindet, ist es allerdings offizieller Teil der IFA 2026. Für den Zugang müssen Interessierte dann auch einen Fachbesucher:innenausweis parat haben.
Die Vorgehensweise hat natürlich für alle Beteiligten Vor- und Nachteile. Wir gehen davon aus, dass Samsung so schlichtweg seine Kosten senken kann. Gleichzeitig kann man einen Teil der IFA 2026 direkt in die Stadt bringen. Die Veranstalter:innen dürften zudem den südkoreanischen Hersteller lieber in diesem Rahmen begrüßen, als komplett auf dessen Präsenz zu verzichten. Der Nachteil ist natürlich, dass sich das Messegeschehen so weiter versprengt.
So müssen Fachbesucher:innen auf der Messe in aller Regel ohnehin strikte Terminpläne einhalten, um möglichst viele Hersteller zu würdigen. Der Weg zu einer ausgelagerten Präsenz, wie bei Samsung, kostet viel Zeit. Komplett überraschend ist dieser Schritt jedoch nicht: Ähnlich läuft es etwa ja auch auf der CES in Las Vegas. Auch dort bieten viele Hersteller außerhalb des eigentlichen Messegeländes in diversen Hotels eigene Stände und Showrooms an.
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