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OLED Burn-In: Samsung stichelt mit Testvideo gegen LG

Mit einem neuen Video will Samsung auf die Burn-In-Problematik der OLED-Technologie hinweisen und für seine eigene QLED-Technik werben. Wo liegt die Problematik?
Samsung Burn-In-Testvideo für OLED Quelle: Samsung

Im TV-Bereich setzt Samsung derzeit noch auf LCD- und QLED-Technologie. Konkurrent LG produziert und verbaut dagegen die vermeintlich besseren OLED-Displays in nahezu monopolistischer Stellung. Jetzt schießt Samsung mit einem Burn-In-Testvideo auf Youtube gegen LG.

Samsung-Marketing: Burn-In-Testvideo für OLED-Fernseher

Mit dem 50 Sekunden langen Video will Samsung auf die Problematik aufmerksam machen, dass die OLED-Technologie im Gegensatz zu QLED anfällig für Einbrennen ist. Dazu zeigt das Material in der Mitte für zehn Sekunden ein rotes Bild, das betroffene Stellen am Display sichtbarer machen soll.

Beim sogenannten Burn-In handelt es sich um Pixelverfärbungen, die besonders bei über einen langen Zeitraum abgebildete, statische Bilder auftreten können. Dazu zählen Elemente wie etwa Senderlogos, Ticker und Ergebnisanzeigen. Hat sich ein Element eingebrannt, bleibt nach dem Bildwechsel dauerhaft eine Art Schatten zurück.

„Für Besitzer von Samsung-QLED-Besitzern gibt es keinen Grund zur Sorge, denn QLED ist Einbrennsicher“, schreibt das koreanische Unternehmen frech unter seinem Video. Dabei ignoriert der Konzern allerdings, dass es längst diverse Maßnahmen gegen den unerwünschten Effekt gibt.

Abwehrmaßnahmen gegen Einbrennen auf OLED-TVs

Mit integrierten Funktionen versuchen Hersteller das Einbrennen zu verhindern. Standbilder bleiben längst nicht mehr stundenlang zu sehen. Stattdessen schaltet der Fernseher das Bild nach wenigen Minuten automatisch ab.

Auch ein Bildschirmschoner mit unterschiedlichen Fotos und Videos ist eine wirksame Präventivmaßnahme. Nach längerer Inaktivität wechseln gefährdete Fernseher zudem auch in den Standby-Modus.

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Zwei weitere effektive Schutzfunktionen sind die automatisch reduzierte Helligkeit von Senderlogos und Menürahmen sowie die langsame Verschiebung von dauerhaft eingeblendete Inhalten. Allerdings: Dieser Pixelshift verschiebt zwar das angezeigte Bild Pixel für Pixel horizontal und vertikal, verhindert dadurch jedoch nicht das Einbrennen selbst. Es reduziert nur die Kantenschärfe der entsprechenden Objekte.

Neuesten Berichten zufolge will Samsung in Zukunft nicht ausschließlich auf QLED setzen. Der südkoreanische Hersteller ist der Meinung, das Beste aus der OLED- und QLED-Welt in einer Technologie vereinen zu können. Bereits 2021 soll die Massenproduktion von QD-OLED starten. Während also die einen gegen die anderen sticheln, müssen sich Nutzer weiter die Fragen stellen, ob sie einen TV mit OLED oder QLED Technologie möchten.

Besitzt du einen OLED-Fernseher? Hattest du bereits mit Burn-In zu kämpfen? Teile uns deine Meinung und Erfahrungen zu dem Thema in den Kommentaren mit!

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