OLED-Zahlen: LG und Samsung behalten die Krone – was ist mit Micro-LED?
Bild: SamsungIn den vergangenen Jahren sind OLED-TVs auch in Deutschland weiterhin immer beliebter geworden. 2025 erreichten sie hierzulande etwa ein Wachstum von satten 9,4 Prozent und kamen auf rund 821.000 verkaufte TV-Geräte. LCDs dominieren mit rund vier Millionen verkauften Smart-TVs im vergangenen Jahr zwar weiterhin, das liegt aber vor allem daran, dass es in der Einstiegs- und Mittelklasse keine OLED-Pendants gibt. Im Premium-Bereich entscheiden sich immer mehr Haushalte für Flaggschiffe wie den LG G5 oder den Samsung S95F. Das dürfte dann auch 2026 für die Nachfolgemodelle gelten. Doch gibt es einen klaren König in jenem Marktsegment?
Sowohl LG als auch Samsung verzeichneten laut den Marktforscher:innen von Omdia Research 2025 die höchsten Wachstumsraten und auch Umsätze im Markt für OLED-TVs. LG konnte etwa im vergangenen Jahr demnach rund 3,22 Mio. OLED-Fernsehgeräte absetzen und belegt die Spitzenposition. Auf Rang zwei befindet sich Samsung mit rund zwei Millionen Einheiten. Doch Samsung erzielte ein besonders massives Wachstum von 38,1 Prozent im Vergleich mit 2024. Dabei liegt man deutlich über dem Gesamtwachstum des Marktes, das „nur“ bei sechs Prozent gelegen hat.

Insgesamt konnten alle Hersteller gemeinsam im vergangenen Jahr etwa 6,43 Mio. OLED-TVs ausliefern. Auf Rang drei, also hinter LG und Samsung, finden wir dabei Sony wieder – mit 560.000 verkauften Geräten. Allerdings ging es bei den Japaner:innen gegenüber dem Vorjahr abwärts, nämlich um deutliche 15,5 Prozent. Hier wird es spannend sein, wie sich die Zukunft entwickelt. Denn Sony lagert ja seine TV-Sparte in ein Joint-Venture mit TCL aus.
OLED-Erfolg: Samsung profitiert vom Fokus auf Premium-Fernseher
Samsung hat dabei mit seinen QD-OLED-TVs von einem Fokus auf die Premium-Modelle im Marketing profitiert. Damit konnte man also zahlreiche Menschen für sich gewinnen. Auch das erweiterte Sortiment, zu dem inzwischen auch WOLED-Modelle mit Panels von LG Display gehören, hat sich ausgezahlt. Deswegen rechnet man dann auch damit, dass Samsung 2026 noch weiter nach vorn rücken könnte (via ETNews).
Doch vielleicht fragst du dich auch: „OLED ist ja gut und schön, aber was ist eigentlich aus der Technik Micro-LED geworden?“ Schließlich bewirbt auch Samsung diese bereits seit fast zehn Jahren als „Next Big Thing“. Auch in jenen Bereich hat Omdia einen Blick geworfen – mit eher pessimistischen Prognosen für das TV-Segment. Denn da erwartet man trotz reifender Herstellungsprozesse ein eher überschaubares Wachstum. Insgesamt sieht es für Micro-LED aber rosiger aus – dank eines völlig anderen Marktsegments.

So kommt Micro-LED vor allem in den Bereichen Augmented Reality (AR), Mixed Reality (MR) und Virtual Reality (VR) in Fahrt. Das geschieht auch dank neuer Fertigungsprozesse. Hier spielt etwa die Technik LEDoS (Micro LED on Silicon) eine Rolle, die in ähnlicher Form auch für Micro-OLED-Displays Verwendung findet. Dabei bringt man die Micro-LED-Chips direkt auf ein Schaltkreis-Substrat auf. Die Fertigung ähnelt deswegen eher der von Computerchips als der traditioneller Display-Panels. Bedauerlicherweise funktioniert dies aber nur mit sehr kleinen Bildschirmen und eignet sich also nicht für Smart-TVs.
Im Ergebnis wird Micro-LED also wohl auch in den nächsten Jahren im Bereich für Fernsehgeräte eine Nische bleiben. OLED wird demnach im Premium-Bereich wohl das höchste der Gefühle bleiben – gefolgt von RGB Mini-LED.
Auf der Suche nach den besten OLED-Fernsehern am Markt? Das hier ist unsere Bestenliste: