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Google gelobt bessere Handhabung privater Assistant-Aufnahmen

Nach Bekanntwerden des Auswertungsprozesses gängiger Sprachassistententen hat Google Besserung im Umgang mit privaten Aufnahmen durch den Google Assistant und zusätzliche Optionen für den Nutzer versprochen.
Quelle: Google

Sprachassistenten wie der Google Assistant finden immer öfter Platz in Audio- und TV-Produkten und damit auch im Leben der Nutzer. Entsprechend groß sind daher die Bedenken der Datenschützer mit Blick auf die Privatsphäre der Nutzer.

Und das zurecht, wie sich erst im August gezeigt hatte: Nach Bekanntwerden fragwürdiger Auswertungsverfahren hatten Apple, Google und Amazon auf laut gewordene Kritik eingehen und ihr bisheriges Prozedere zur Verbesserung ihrer Sprachassistenten beenden müssen. Nun hat Google offiziell dargelegt, wie es mit seinem hauseigenen Dienst in Zukunft weitergehen soll.

Google Assistant: Keine Datenspeicherung ohne Erlaubnis

Wie Google auf seinem offiziellen Blog darlegt, will sich das Unternehmen künftig deutlich besser um die Privatsphäre seiner Nutzer bemühen. So gesteht der Internetriese:

„In letzter Zeit gab es Bedenken, inwiefern Sprachaufnahmen, die bei der Verwendung von Google Assistant entstehen, von Sprachexperten angehört und transkribiert werden. Dieser Prozess dient der Verbesserung der Spracherkennungs-Technologie für verschiedene Sprachen. Leider sind wir in diesem Fall unseren hohen Standards nicht gerecht geworden, euch einfach verständlich zu machen, wie eure Daten verwendet werden. Dafür entschuldigen wir uns.“

Via Google Assistant angefertigte Sprachaufnahmen sollen – wie das laut Google schon zuvor der Fall war – standardmäßig nicht gespeichert werden. Aus früheren Verfehlungen will der Konzern nun aber klare Konsequenzen ziehen.

Nur wer die Funktion „Sprach- und Audioaktivitäten“ aktiviert und sich damit dazu entscheidet, seine Spracheingaben zu speichern und zur Verbesserung der Google Assistant-Spracherkennung beizutragen, muss laut Google damit rechnen, dass Audio-Schnipsel unter Umständen von menschlichem Personal ausgewertet werden.

Google will die Nutzer jetzt aber explizit auf diese Tatsache hinweisen – und wer diesen wichtigen Punkt nicht eindeutig bestätigt, soll auch nicht fürchten müssen, dass etwaige Mitschnitte ihren Weg in die Ohren Fremder finden.

Zusätzliche Datenschutzregeln und Sicherheitsmaßnahmen angekündigt

Auch wer der potenziellen Weiterverarbeitung seiner Aufnahmen zustimmt, soll sich in Zukunft aber nicht sorgen müssen. So sollen Aufnahmen etwa keinem konkreten Nutzerkonto zugewiesen werden können und (auch zur Entlastung der Google-Datenspeicher) nach gewisser Zeit gelöscht werden.

Ferner hören diese sogenannten Sprachexperten Googles offenbar nur rund 0,2 Prozent aller Nutzeraufnahmen, weitere von Google nicht näher spezifizierte Sicherheitsmaßnahmen und Filter sollen künftig zum zusätzlichen Schutz der Privatsphäre beitragen.

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Auch die versehentliche Anfertigung von Sprachaufnahmen will Google eindämmen und unbeabsichtigt aufgenommene Mitschnitte „vom menschlichen Überprüfungsprozess ausschließen“. Die Empfindlichkeit, mit der Google Assistant auf Weckphrasen wie „Ok Google“ reagiert, soll sich in Kürze ebenfalls nutzerseitig einstellen lassen.

Nutzt du Google Assistant oder ähnliche Sprachassistenten und heißt die Einführung neuer Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre willkommen? Teile deine Meinung mit uns in den Kommentaren!

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