Startseite Fernseher OLED Fernseher OLED schlägt RGB Mini-LED: Steht der Gewinner so eindeutig fest?

OLED schlägt RGB Mini-LED: Steht der Gewinner so eindeutig fest?

LG Display sieht sich durch eine Zertifizierung bestätigt: OLED-TVs sind RGB Mini-LEDs im Alltag laut dem Zulieferer haushoch überlegen.
LG Display sieht die Qualität seiner OLED-Panels objektiv bestätigt. Bild: LG Display

Seit RGB Mini-LED als neue Technik für LCDs aufgekommen ist, gibt es viele Diskussionen um den vermeintlichen „OLED-Killer“. Hisense etwa brach kürzlich wieder eine Lanze für die Technologie. Im Grunde handelt es sich dabei um eine weiterentwickelte Form von Mini-LED. Statt nur mit einfarbigen, arbeitet RGB Mini-LED mit mehrfarbigen Leuchtdioden für die Hintergrundbeleuchtung. Dadurch sollen entsprechende Smart-TVs eine breitere Farbraumabdeckung erhalten. Allerdings stimmt das im Alltag oft nur unter absoluten Idealbedingungen, wie Tests gezeigt haben. Und jetzt hat auch (wieder) der Zulieferer LG Display ein Wörtchen mitzureden.

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In einer auf den ersten Blick drögen Mitteilung feiert LG Display sich ausgiebig selbst dafür, eine neue Zertifizierung von Intertek erhalten zu haben. Das ist für dich sicherlich eher unspannend. Denn mit solchen Zertifizierungen, die oft exakt auf Herstellerbedürfnisse zugeschnitten worden sind, werben im Grunde alle TV-Anbieter. Spannend ist aber, wie intensiv LG Display als einer der weltgrößten OLED-Zulieferer dabei gegen RGB Mini-LED stichelt.

So spricht man etwa mehrfach ein zentrales Problem von RGB Mini-LED an: Color-Crosstalk. Das bedeutet, dass sich bei LCDs mit RGB Mini-LED nahe beieinander liegende Farben „mischen“. Liegt z. B. im Bild eine rote Rose auf einer grünen Wiese, können die Farben aufeinander abstrahlen. Am Ende wirken beide unsauber und nicht ganz korrekt. LG Display verweist darauf, dass die hauseigenen OLED-Bildschirme genau dieses Problem nicht haben. Und das habe man sich jetzt auch objektiv bescheinigen lassen.

LG OLED: Unsere Tests bestätigen die Aussagen

Jedenfalls stützt die Zertifizierung von Intertek für „perfekte Farb- und Helligkeitsgenauigkeit bis 500 Lux“ erst einmal die vollmundigen Aussagen von LG Display. Letztere betonen dabei, dass so bestätigt sei, dass die hauseigenen OLED-Bildschirme im Alltag in verschiedenen Situationen ihre Stärken ausspielen. Reine Aussagen über die maximale Farbraumabdeckung und Spitzenhelligkeit, die sich auf Idealbedingungen beziehen, würden den Kund:innen nämlich nicht weiterhelfen.

Erneut betont LG Display dabei auch, dass nur OLED-TVs die präziseste HDR-Wiedergabe erlauben. LCDs scheitern weiterhin aufgrund ihrer Hintergrundbeleuchtung an Szenarien wie einem dunklen Himmel mit kleinen, leuchtenden Sternen. Da ist Blooming weiterhin unvermeidbar. Hingegen kommen OLEDs aufgrund ihrer selbstleuchtenden Pixel gar nicht ins Schwitzen.

Wir selbst können die Aussagen von LG Display zumindest anhand unseres Tests des LG OLED G6 durchaus stützen. Schließlich haben wir beim LG-Topmodell die beste Bildnote vergeben, die es in unseren Test jemals gab. Lediglich der Samsung S95H und der S99H sind in ähnlichen Sphären unterwegs. Der G6 bietet endlich feinere Farbverläufe bei HDR-Inhalten und erreicht Spitzenhelligkeiten von mehr als 4000 Nits. Eine verbesserte Entspiegelung macht den Fernseher sogar für helle Räume tauglich.

Betonen möchten wir aber, dass auch LCDs mit RGB Mini-LED ihre Stärken haben. Denn LG Display wettert natürlich aus Eigeninteresse gegen die Konkurrenztechnik. Schließlich will man lieber seine eigenen OLED-Panels verkaufen, statt RGB Mini-LED zu einem ernsthaften Rivalen aufsteigen zu sehen.

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