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Werden OLED-TVs bald günstiger? LG Display hat ein Ass im Ärmel

LG Display hat eine neue Technik für OLED-TVs vorgestellt. Die Kosten könnten sinken und die Qualität dennoch steigen.
LG Display will OLED-TVs besser und zugleich günstiger machen. Bild: LG

Man muss nicht viel um den heißen Brei herumreden: Wenn du technisch die beste Qualität in deinem Heimkino wünschst, führt im Grunde nichts an einem OLED-TV vorbei. LCD-Fernseher holen zwar in diesem Jahr dank RGB Mini-LED auf, doch gerade bei Kontrast- und Schwarzwerten, Bewegungsdarstellung und präzisem HDR liegen die OLED-Modelle technologiebedingt weiterhin vorn.

Nicht nur LG kann OLEDs, sondern auch Samsung. Das hier sind aktuell die besten Angebote:

Und: In den vergangenen Jahren sind die Preise für gute OLEDs recht stark gefallen. Aber bald noch weiter? Genau daran arbeitet der Fertiger LG Display aktuell – mit einem Kniff.

So hat das Tochterunternehmen von LG Electronics im Rahmen des K-Display Business Forum in Südkorea eine neue Herangehensweise an die Fertigung vorgestellt. Dank technischer Durchbrüche bei den verwendeten Materialien und technischer Finesse hat man es geschafft, von einem Design mit drei Emissionsschichten auf nur noch zwei umzustellen. Als Erklärung: Jede OLED-Schicht kostet natürlich in der Herstellung Geld. Einstiegs- und Mittelklasse-OLED-TVs, wie z. B. die C6-Serie, setzen auf drei Schichten. Für Flaggschiffe wie z. B. die G6-Modelle, kommen Panels mit vier Schichten zum Einsatz. Samsung geht sogar noch weiter. QD-OLEDs wie der beeindruckende S99H verwenden sogar fünf Layer.

LG Display hat aus Qualitätsgründen auch nicht den Wunsch, bei den Premium-Panels auf zwei Stacks zu reduzieren. Doch in der Mittelklasse hält man das für gangbar, ohne dass die Qualität leidet. Da zudem bei der Reduzierung von drei auf zwei Schichten weniger Spannung benötigt wird, kann Strom gespart werden. Langfristig könnte die neue 2-Stack-Architektur also den bisherigen Aufbau in Einstiegs- und Mittelklasse ablösen. Die Folge wären sinkende Herstellungskosten bei möglicherweise sogar Verbesserungen bei der Bildqualität und mehr Effizienz.

LG Display hat noch keinen konkreten Zeitplan für OLED-TVs mit zwei Stacks

LG Display hat zudem die Platzierung der OLED-Schichten optimiert, was dazu beitragen soll, die Blickwinkelstabilität zu erhöhen (via UBI Research). Letztendlich klingt das natürlich toll: womöglich höhere Bildqualität, weniger Strombedarf – und beides auch noch zu einem günstigeren Preis. Zumindest sollte Letzteres gelten, wenn LG Display und dessen Partner die Kostenvorteile auch an dich weitergeben. Das ist aber durchaus wahrscheinlich. Schließlich könnte man auf diese Weise dann aggressiver LCD-TVs angreifen. Letztere profitieren aktuell vor allem von ihren niedrigeren Preisen.

Sollen OLED-TVs die breite Masse erobern, dann wird das eben langfristig nur über Preissenkungen funktionieren. Denn die meisten Haushalte schauen, so ehrlich muss man sein, zuerst auf das Preisschild und erst danach auf die Qualität. Bedauerlicherweise hat LG Display aber noch keinen klaren Zeitplan für die Einführung der 2-Stack-Panels genannt. Da heißt es also abwarten und Tee trinken.

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