Ein Röhren-Amp mit HDMI? ELAC macht Retro fit fürs Wohnzimmer
Bild: ELACELAC feiert dieses Jahr ihr 100. Firmenjubiläum und hat im Zuge dessen bereits mehrere Neuheiten präsentiert. Doch die Meldungen reißen nicht ab. Neben einem Retro-Studiolautsprecher im Stil der 80er, stellt die Kieler HiFi-Größe jetzt auch den vermutlich ersten Röhrenverstärker mit HDMI ARC vor. Wir verraten dir, was hinter den Elac Baltic EL 100 und dem Elac Tube 100 steckt.
ELAC Tube 100 – Röhrenverstärker, auch für TV-Sound
Der Elac Tube 100 ist per se ein klassischer Röhrenverstärker: Deine Musik betritt ihn wahlweise über einen Cinch-Hochpegel- oder einen Phono-Eingang. Außerdem steht noch eine Miniklinke zur Verfügung. Daneben kannst du deine Musik aber auch kabellos via Bluetooth an den Amp schicken. Das herausstechendste Merkmal ist jedoch die HDMI-ARC-Buchse, über die du deinen Fernsehton bequem an deine HiFi-Lautsprecher schicken kannst.

Tiefere, technische Informationen gibt es bisher noch nicht. Über die genaue Röhrenkonstellation und Leistungsangaben können wir deshalb nur Mutmaßungen anstellen. Auf den Bildern sind vier kleinere Vorstufenröhren und vier größere Endstufenröhren zu erkennen. Bei letzteren könnte es sich um die beliebten EL34 handeln. Unserer Erfahrung nach solltest du keine gigantischen Leistungen von diesen Endstufen erwarten. Das sagt aber nichts über den Klang des Verstärkers aus – höchstens darüber, mit welchen Lautsprechern du deinen Amp am besten koppelst. Und falls du doch mehr Leistung benötigst, kannst du den Tube 100 auch als reinen Vorverstärker nutzen. Ein passender Ausgang für deine Endstufen ist ebenfalls vorhanden.
Statt unter einem großen, kantigen Schutzgitter versteckt zu sein, steckt jede einzelne Röhre in ihrem eigenen, hübsch geformten Käfig. Das Gehäuse scheint aus dicken, gefrästen Alusegmenten zusammengesetzt zu sein. An der Front findet sich eine große Kopfhörerklinke und ein – für Röhrenverstärker recht untypisches – Touchfeld, mit dem du zwischen den fünf Quellen wechseln kannst. Eine kleine Fernbedienung in gebürsteter Aluoptik liegt ebenfalls bei.
ELAC Baltic EL 100 – Der Geist der 80er
Inspiriert von Studiolautsprechern aus den 80er-Jahren hat ELAC die Baltic EL 100 entwickelt. Die Drei-Wege-Lautsprecher liegen mit ihrem gestauchten Gehäuse zwischen platzsparenden Regalboxen und ausgewachsenen Standlautsprechern. Sie reihen sich somit in eine Reihe anderer Retro-Lautsprecher, wie den Leak Sandwich 250, den Wharfedale Linton 85 oder den Vestlyd V15C ein. Für den Hochtonbereich setzt ELAC ausnahmsweise nicht auf den berühmten JET-Hochtöner, wie wir ihn aus Lautsprechern wie der ELAC Concentro M 807 kennen, sondern auf eine klassische Gewebekalotte.

Auch für die Mitten setzt man auf eine deutlich größere Kalotte, ähnlich jener, die wir bei der PMC Prophecy 7 bestaunen konnten. Abgerundet wird das Ganze von einem Basstreiber mit gigantischem Bassreflexrohr, das sich ebenfalls auf der Schallwand öffnet. Letztere kannst du auf Wunsch unter einer gelben Stoffbespannung verstecken. Das Gehäuse ist mit dunklem Echtholzfurnier bedeckt.
Auch hier können wir noch keine genauen Daten zu Empfindlichkeit, Frequenzbereich oder den genauen Maßen sagen. Sobald wir mehr wissen, erfährst du es hier.
Preis und Verfügbarkeit
Sowohl der Röhrenverstärker als auch das Lautsprecherpaar sollen ab Frühjahr 2027 erhältlich sein. Das Paar Elac Baltic EL 100 wird dann bei 1998 Euro liegen, während der Elac Tube 100 bei einer UVP von 2499 Euro liegen wird. Unser Testexemplar ist bereits bestellt.
Bis wir uns selbst eine Meinung zum vermutlich ersten Röhrenverstärker mit HDMI machen konnten, findest du hier alle bereits von uns getesteten Röhren-Amps im Vergleich: