Apple AirPods 5 im Test: Jetzt hat auch die Basisversion ANC
- Bluetooth-Standard
- 5.3
- Akku-Laufzeit
- 4 Std., mit Ladecase bis zu 20 Std. (bei eingeschaltetem ANC)
- Schnellladefunktion
- 5 Minuten Laden für 1 Stunde Wiedergabe
- Noise Cancelling
- Ja
- Codecs
- SBC, AAC
- Preis
- 149 Euro
Auch ohne kabelloses Ladecase wissen die AirPods 5 mit starkem ANC, solidem Sound und neuen Funktionen unter iOS 27 zu überzeugen. Wer auf ein kabelloses Case, eine verbesserte Akkulaufzeit und Wischgesten zur Bedienung verzichten kann, bekommt hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller AirPods geboten.
- Hervorragender Transparenz-Modus, gutes ANC
- Kräftiger, ausgeglichener Sound
- Seit iOS 27 mit Equalizer
- Einige Features fehlen mit Android-Geräten
Die Apple AirPods 5 sind die günstigen AirPods im aktuellen Portfolio der Marke. Für knapp 150 Euro bekommst du jetzt allerdings – anders als noch in der vierten Generation – sogar aktive Geräuschunterdrückung geboten. Sind die AirPods 5 also ein absoluter Preis-Leistungs-Geheimtipp für alle Apple-Nutzer:innen? Hier ist unser Praxisest.
Hier kannst du die Apple AirPods 5 kaufen:
AirPods 5: Kurz gefasst, starker Klang
Beim Klangtest der AirPods 5 können wir uns eigentlich ganz kurz fassen. Warum? Weil die AirPods 5 soundtechnisch identisch mit den AirPods 5 mit kabellosem Ladecase arbeiten – und die haben wir zuvor schon getestet. Eine kleine Kurzzusammenfassung geben wir dir hier natürlich trotzdem, ein Blick auf den längeren Test des teureren Modells lohnt sich aber in jedem Fall.

Die AirPods 5 liefern eine beeindruckende Stereo-Abbildung, die sich sowohl in dichten Pop-Produktionen als auch in chaotisch anmutenderen, gitarrenlastigeren bezahlt macht. Auch wenn sich die neuen AirPods bei basslastigen Songs wie Don’t Look Down von Jai Wolf und Banks am wohlsten fühlen, holen sie auch aus nuancierteren Stücken wie Metronomys Whitsand Bay einiges raus.
Hier hat sich Apple in den letzten Jahren – jedenfalls im In-Ear-Sektor – zusehends vom effekthascherischen Tiefenfokus verabschiedet und liefert mittlerweile eine wirklich ausgeglichene Abmischung ab Werk, die es auch mit Konkurrenten wie den Samsung Galaxy Buds4 aufnehmen kann.

Was die AirPods 5 von den AirPods 4 unterscheidet, ist die Kontrolliertheit bei Tracks wie Rides I Came to See the Wreck oder Oasis‘ Supersonic. Wände aus Sound verkommen hier nicht länger nur zu einer ungenießbaren Geräuschkulisse, sondern klingen tatsächlich noch wie Musik. Damit gehören die AirPods 5 immerhin zu den bestklingenden In-Ears ohne Silikonaufsatz.
Die besten In-Ears auf einen Blick findest du in unserer Bestenliste zum Thema:
Bedienung: Endlich mit EQ
Auch in der Disziplin können wir zum großen Teil auf den Test der AirPods 5 mit kabellosem Ladecase verweisen. Die AirPods 5 bekommen mit iOS 27 das gleiche Software-Update ausgespielt, können jetzt auch per Drei-Band-EQ feinjustiert werden und verfügen über Funktionen wie „Konversationserkennung“ und „Personalisiertes 3D-Audio“.
Auf die ersten Unterschiede stoßen wir bei der Touch-Bedienung, wo Apple bei der günstigeren Version auf Wischgesten zur Anpassung der Lautstärke verzichtet. Diese kennst du vielleicht von den AirPods Pro 3, mit den normalen AirPods 5 wirst du sie aber nicht nutzen können. Außerdem sind im Ladecase der AirPods 5, die man natürlich auch nicht kabellos laden kann, keine Lautsprecher verbaut. Diese kommen sonst für die „Wo ist?“-Funktion zum Einsatz.
Sehr wohl an Bord sind dafür Pinch-Gesten zur Wiedergabesteuerung, Kopfgesten zur Steuerung von Anrufen und die Möglichkeit, die Touch-Befehle in den Apple-Einstellungen anzupassen. Auch der Live-Dolmetscher, der mittlerweile auch in Deutschland problemlos genutzt werden kann, wird von den AirPods 5 unterstützt, ganz egal, zu welcher Version du greifst.

Wie gewohnt müssen Android-Nutzer:innen auf zahlreiche Features und die Personalisierung in der App verzichten. Apple stellt hier bisweilen keine App für den Google Play Store bereit, das dürfte sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Im ausführlichen Ratgeber zum Thema verraten wir dir, auf welche Funktionen du mit AirPods und einem Android-Smartphone verzichten musst.
Bluetooth und Akku: auf einem Level mit den AirPods 4 ANC
Wer bei Apples AirPods nach LDAC, aptX oder anderen höherauflösenden Codecs sucht, wurde in der Vergangenheit enttäuscht und muss sich auch jetzt keine großen Hoffnungen machen. Mit SBC und AAC unterstützen die AirPods 5 quasi die kleinsten gemeinsamen Nenner. Bei der Bluetooth-Version ist immerhin 5.3 an Bord, was rein technisch für LE Audio und Auracast reichen würde.

Apple öffnet das eigene Betriebssystem aber bekanntermaßen ungern nach außen, weshalb sowohl Multipoint als auch Auracast nicht unterstützt werden. Stattdessen stehen proprietäre Lösungen parat, die jedenfalls mit Mac, iPad, iPhone, anderen AirPods und Beats-Kopfhörern kompatibel sind.
Bei der Akkuleistung musst du mit der günstigen Version der AirPods 5 wieder einen kleinen Nachteil hinnehmen. Während die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase fünf Stunden am Stück mit aktiviertem ANC spielen, kommen die AirPods 5 nur auf vier Stunden. Das entspricht der Laufzeit der Vorgänger AirPods 4 ANC, rangiert aber schon deutlich am unteren Ende des In-Ear-Sektors.
AirPods 5 im ANC‑Check: Klassenbeste
Nachdem wir uns in den letzten Abschnitten mit ganz schön vielen Unterschieden zwischen AirPods 5 und AirPods 5 mit kabellosem Ladecase beschäftigen mussten, können wir jetzt wieder einen Gang herunterschalten. Die aktive Geräuschunterdrückung der beiden Modelle unterscheidet sich im Praxistest nämlich überhaupt nicht. Beide liefern das beste ANC, das wir bisher bei halboffenen In-Ears gehört haben, und können es beim Transparenz-Modus sogar mit den ganz Großen der Branche aufnehmen.

Apple hat schon bei den AirPods Pro 3 einen Transparenz-Modus abgeliefert, der uns beizeiten vergessen ließ, dass wir überhaupt Kopfhörer im Ohr hatten. Weil die AirPods 5 – ihrer halboffenen Bauweise geschuldet – ohnehin mehr Schall durchlassen, fühlt sich der Transparenz-Modus hier noch natürlicher an. Das macht dann natürlich in Konsequenz auch die „Konversationserkennung“ noch angenehmer, da sich Gespräche hier auch mit eingelegten Buds problemlos führen lassen.
ANC und Transparenz-Modus dürften das größte Alleinstellungsmerkmal und Kaufargument der AirPods 4 sein, selbst für Android-Nutzer:innen. Für unter 150 Euro bekommst du hier im halboffenen Sektor geboten, was selbst In-Ears mit Silikonaufsatz nicht immer so gut bewältigen können. Die größte Konkurrenz im Android-Sektor, Samsungs Galaxy Buds4, performen hier zwar deutlich besser als ihre eigenen Vorgänger, müssen sich den AirPods 5 aber immer noch knapp geschlagen geben.
Design: klassischer EarPods-Look
Apple selbst führt die AirPods 5 als Open-Ear-Kopfhörer. Wir bewerten allerdings nur Kopfhörer als Open-Ears, wenn sie den Gehörgang auch wirklich freilassen. Die AirPods 5 sind lediglich halboffene In-Ears ohne Silikonaufsatz. Schließlich führt das Design der AirPods die Idee der kabelgebundenen EarPods von Apple weiter – und diese hat das Unternehmen auch selbst als In-Ear-Kopfhörer beworben.

Sehen wir vom irreführenden Label mal ab, bekommst du mit den AirPods 5 aber erneut extrem komfortable Earbuds geboten. Bei uns im Test sitzen die Buds sicher, ohne dabei unangenehm zu drücken. Natürlich kann bei dir auch das Gegenteil der Fall sein: Eine Personalisierung der Passform ist in Abwesenheit von Silikonaufsätzen nicht möglich. Wenn dir schon die AirPods 4 oder AirPods 3 gut gepasst haben, solltest du hier aber keine Probleme haben.

Im direkten Vergleich mit den teureren AirPods 5 mit kabellosem Ladecase fallen einerseits die fehlenden Lautsprecherausgänge am unteren Rand des Ladecases auf. Damit gehen den AirPods 5 natürlich „Wo ist?“-Funktionen verloren. Dafür wirkt das Case noch klarer designt. Zudem wiegt das Case knapp zweieinhalb Gramm weniger, ist also ein echtes Leichtgewicht. Die Abmessungen sind dabei aber dieselben. Passt das eine Case in deine Tasche, wird auch das andere darin Platz finden.
Unser Fazit zu den AirPods 5
Mit den AirPods 5 unterstützen erstmals auch die günstigsten AirPods auf dem Markt ANC. Und Apple hat sich dabei nicht lumpen lassen. Aktive Geräuschunterdrückung, Transparenz-Modus und Sound der AirPods 5 sind auf Augenhöhe mit den teureren AirPods 5 mit kabellosem Ladecase. Weil aber doch einzelne Features fehlen und die Akkulaufzeit schlechter ist, lohnt es sich definitiv, vor dem Kauf ganz genau hinzusehen. Manche Online-Händler listen die beiden Modelle zudem fälschlicherweise als AirPods 5 mit und ohne Case, beziehen sich damit aber eigentlich auf die beiden unterschiedlichen Versionen des Cases. Lass dich davon nicht verunsichern und wäge beim Kauf ab, welche Features dir den Aufpreis gegebenenfalls wert sind. Denn beim reinen Blick auf ANC und Sound bieten die AirPods 5 ohne kabelloses Case definitiv das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller AirPods.
Die AirPods 5 bekommst du hier bei MediaMarkt:
| Technische Daten | |
| Bluetooth-Standard | 5.3 |
| Akku-Laufzeit | 4 Std., mit Ladecase bis zu 20 Std. (bei eingeschaltetem ANC) |
| Schnellladefunktion | 5 Minuten Laden für 1 Stunde Wiedergabe |
| Noise Cancelling | Ja |
| Codecs | SBC, AAC |
| Wassergeschützt | IP57 |
| Anschlüsse des Ladecase | USB-C |
| Gewicht | AirPods: 4,3 g | Ladecase: 32,3 g |
| Maße | AirPods: 30,2x18,3x18,1 mm | Ladecase: 46,2x50,1x21,2 mm |
| Preis | 149 Euro |
Hier findest du alle In-Ear-Kopfhörer, die in unserem Testlabor von unseren Redakteur:innen getestet wurden:

