TCL – Ein Kind der Achtziger

Das 1981 unter dem Namen TTK Home Appliances gegründete Unternehmen TCL Corporation gehört zu den ersten dreizehn Joint Ventures in China. Die aus einer Magnetstreifenfabrik hervorgegangene Unternehmensgruppe produziert heute eine breite Palette an Elektronikerzeugnissen, darunter TVs, LDC-Panels, Mobiltelefone, Elektrokleingeräte (z.B. Bluray Player) sowie klassische Weißware und Klimaanlagen. Bezogen auf die TV-Herstellung finden alle Etappen der Fertigung vom eigenen LED-Panel über die Hintergrundbeleuchtung und Modulherstellung bis hin zur Montage der Geräte direkt unter dem Dach der Marke statt. 

Zahlen und Fakten

Als börsennotiertes Unternehmen setzt sich der Konzern aus TCL Multimedia, TCL Communication, TCL Display und Tonly Electronics zusammen. Mit insgesamt rund 75.000 Mitarbeitern, die sich auf dreiundzwanzig Forschungszentren, einundzwanzig Werke sowie vierzig Filialen verteilen, ist TCL auf mehr als hundertsechzig Märkten weltweit vertreten. Damit zählt das Unternehmen inzwischen zu den Hauptakteuren auf dem internationalen Markt für Massenelektronik, was diverse Kennzahlen unterstreichen. So erwirtschaftete die Gruppe 2015 einen Umsatz von über fünfzehn Milliarden US-Dollar sowie einen Markenwert von fast elf Milliarden US-Dollar und steht damit an der Spitze der Fernsehermarken in China. Weltweit nimmt der Konzern Rang drei der internationalen LCD-TV-Hersteller sowie Rang fünf der internationalen Smartphone-Hersteller und Rang sechs der LCD-Bildschirmhersteller ein. 

Zusammenschluss mit Thomson

Im Jahr 2004 schloss sich TCL mit Thomson zusammen und gründete die Joint Venture TTE Europe, um Fernsehgeräte unter dem Namen Thomson auf dem europäischen Markt zu vertreiben. 2007 unterzeichnete man einen Lizenzvertrag für die Marke Thomson und startete zwei Jahre später den Vertrieb von Thomson-TV-Geräten unter dem TCL-Brand in Europa. Heute richten sich beide Marken an zwei unterschiedliche Zielgruppen. Thomson bedient ein eher familiäres Umfeld, TCL dagegen jüngere, technikaffine Verbraucher. Seit der Markteinführung 2009 ist die Marke TCL auf dem europäischen Kontinent stetig gewachsen. Derzeit werden TCL-Fernseher in mehr als zwanzig europäischen Ländern verkauft. In Frankreich, dem größten europäischen Markt, hält TCL gemeinsam mit Thomson einen Marktanteil von beinahe neun Prozent. In Europa ist TCL der größte chinesische TV-Hersteller gemessen am Verkaufsvolumen.

Am Anfang des Hollywood Walk of Fame

2013 erlangte TCL die Namensrechte für Hollywoods Chinese Theatre. Das weltbekannte historische Gebäude, ausgestattet mit einer original roten chinesischen Pagode sowie einem neun Meter hohen chinesischen Drachen, symbolisiert eindrucksvoll die Verknüpfung zwischen östlicher und westlicher Kultur. Rund vier Millionen Besucher strömen jährlich in die circa vierzig Filmaufführungen. Vor dem Eingang des Gebäudes, der direkt am Startpunkt des Hollywood Walk of Fame liegt, verewigten sich bereits etliche Prominente mit Händen und Füßen. Als weltweit größtes IMAX-Kino ist das Chinese Theatre nun mit hochmoderner TCL-Technik ausgestattet – darunter LED-Leinwände und digitale Beschilderungen.

TCL auf dem Weg nach Europa

Um das Image und den Bekanntheitsgrad der Marke zu fördern, führt TCL Multimedia Europe – die europäische Tochtergesellschaft des Konzerns mit Sitz in Frankreich – nun kontinuierlich Mid- und High-End-Produkte unter der Marke TCL in Europa ein. Dieses Geschäftsmodell ist auch für den nordamerikanischen und mexikanischen Markt sowie für die Wachstumsmärkte Indien, Russland und die Nahostgebiete geplant. 2016 startete TCL zudem die sogenannte „Double +“-  und „Double Wheel“-Strategie, ein wirtschaftlicher Ansatz, welcher das Globalisierungsbestreben des Unternehmens auf die Veränderungen der gesamten Branche abstimmen soll.

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