Samsung HW-MS750: Klang-Innovation made in California

Guter Sound kommt heute aus dem Labor! Und er ist längst nicht mehr nur für Kopfhörer und HiFi-Anlagen wichtig. Gerade bei TVs und Soundbars ist ein sattes Klangerlebnis essentiell. Grund genug, sich die aktuellen Produkte und Innovationen mal genauer anzuschauen und zwar im Samsung Audio Lab in Kalifornien. Seit 2015 tüftelt dort ein Team von Audio-Experten, geführt von Allan Devantier, Vice President Samsung Audio R&D.

Betritt man ihr Bürogebäude in Valencia, CA, meint man für einen Moment, man stünde in einer Werkstatt: Überall liegen Prototypen aus Holz, Lötkolben und Lautsprecherbestandteile an den Arbeitsplätzen; dazwischen Unmengen Computermonitore, auf denen wild ausschlagende Messgraphen und Visualisierungen zu sehen sind. Kaum zu glauben, dass man in einem der modernsten Audio-Labore überhaupt steht. Doch hinter zwei unscheinbaren Türen verbergen sich zwei der wichtigsten Räume im ganzen Labor: eine Anechoic Chamber (ein schallreflexionsarmer Raum, in dem Schall nicht widerhallt) und eine Hemi-Anechoic Chamber (ein halber, schallreflexionsarmer Raum, der ein Wohnzimmer simuliert). Und die kompliziert aussehenden Darstellungen auf den Bildschirmen entpuppen sich als 3D-Modelle und Konzepte zur Vibrationsreduktion von Lautsprechern.

Warum das so wichtig ist, betrachtet man am besten am Beispiel der neuen Soundbar HW-MS750:

Sie ist das aktuellste Projekt des Samsung Audio Lab auf dem deutschen Markt. Und sie hat es in sich: HiFi-Fans horchen auf, wenn sie „Anti-Distortion“, also digitale Soundoptimierung, „integrierter Subwoofer“ und „32-Bit Ultra High Quality“ hören. So erzeugt die HS-MS750 beeindruckenden Klang und satten Bass auch ohne externen Subwoofer, egal wo man sitzt. Die nach oben strahlenden Lautsprecher, die für 3D-Klang sorgen, werden da fast zur Nebensache.

Revolutionär ist vor allem die Anti-Distortion-Technologie des Audio Labs. Um sie zu verstehen, muss man sich zunächst einen herkömmlichen Lautsprecher vorstellen: Spielt der Lautsprecher einen Sound, breitet sich dieser auch im Gehäuse des Lautsprechers aus. Die Verkleidung des Lautsprechers reflektiert die Schallwellen, was zu einer Klangverfälschung führt. Das ist ein zwar unerwünschtes, aber doch normales physikalisches Phänomen, an das die meisten Hörer sich gewöhnt haben. Doch vor allem Hörer mit besonderem Gespür für Klang können diese Verfälschungen wahrnehmen.

Die Experten im Audio Lab setzen genau da an. Mit ihrer eigens entwickelten Anti-Distortion-Technologie können sie die Gehäusevibrationen genau vorausberechnen, die Schwingungen kalkulieren und den ausgegebenen Klang physikalisch korrekt anpassen – quasi um den Schallwellen zuvorzukommen. Dadurch kommt das Musikstück beim Hörer letztendlich so an, wie es sich der Musiker vorgestellt hat.

Virtuelle Testverfahren ermöglichen satten Heimkino-Sound

Ein Subwoofer sorgt zwar für druckvolle Bässe, kostet aber auch Platz im Wohnzimmer – und das stört viele Nutzer. Das Audio-Team hat es geschafft, den Subwoofer in das sehr schlanke Gehäuse der Soundbar zu integrieren. Dies erforderte komplizierte Tests und stellte die Fachleute vor Herausforderungen, deren Lösung in der Vergangenheit oft viele Monate in Anspruch genommen hätte. Im Samsung Audio Lab können diese Tests mittlerweile unkompliziert und sehr viel schneller gelöst werden. Dafür werden Prototypen digital erstellt, die dann unterschiedlichste Tests virtuell simulieren – ganz ohne aufwändige Lautsprecherkonstruktion. So nimmt die Fehlersuche deutlich weniger Zeit in Anspruch und ermöglichte bei der neuen Soundbar satten Bass trotz physikalischer Einschränkungen aufgrund des kleineren Klangkörpers. Dank der neuen Samsung Soundbar ist ein separater Subwoofer nicht mehr zwingend notwendig. Alles geht von einem Klangkörper aus.

Auch den digitalen Soundprozessor (DSP) konnten die Audio-Experten erfolgreich weiterentwickeln. Die sogenannten „Wide-Range-Tweeter“ (Hochtöner mit Breitband) hatten bisher häufig den Nachteil, dass Töne bei einer Frequenz von 2.000 MHz einen physikalischen Schnittpunkt erreichen. Man kennt das: Mehrere Personen sitzen auf dem Sofa und abhängig vom Sitzplatz klingt der Spielfilm immer etwas anders. Mithilfe des neuen DSP, der auf einem Spektrum von 700 MHz arbeitet, gibt es im Hörbereich die Schall-Überschneidungen nicht mehr. Dadurch macht es kaum noch einen Unterschied, wo man im Wohnzimmer Platz nimmt: Mit der modernen Soundbar klingt es endlich überall so, wie es sein soll und Action-Kracher, geflüsterte Dialoge oder ganze Orchester kommen voll zur Geltung.

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