Erfahrungsbericht zur HW-MS750 und dem SWA-W700 von -HV-

Einleitung
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich mich – wie ein kleines Kind auf den Weihnachtsmann – auf den Test mit der Soundbar und dem Subwoofer gefreut habe. Es hat auch während der Testphase immer mehr Spaß gemacht, andere Einstellungen und Ausrichtungen innerhalb der Wohnung auszuprobieren. Noch kurz zu meinem technischen Setting: Ich habe einen 47-Zoll-Fernseher von LG (Typ: LB700v), einen Receiver von Yamaha (RX-v 479) und Boxen von Klipsch (R-15M), kombiniert mit einem Subwoofer, ebenfalls von Klipsch (R-10 SW).

 

Design und Ausstattung
Die Soundbar und der Subwoofer sind auf jeden Fall echte Schmuckstücke, verstecken müssen sich beide in keinem Fernsehraum dieser Welt. Zunächst zur Soundbar: Sie wirkt schon beim Auspacken sehr edel und perfekt verarbeitet. Für Besitzer eines 47-Zoll-Fernsehers (oder kleiner) ist die Soundbar mit ihren 115 Zentimetern ein Stück zu breit, um sie direkt unter dem Fernseher zu installieren – für absolute Ästheten möglicherweise ein Problem, mich persönlich hat es nicht gestört. Es werden zwei Aufhängungen mitgeliefert. Ich habe die Soundbar einfach an meinem Fernseher mit einer geteilten Metallschiene aus dem Baumarkt, die ich zwischen Halterung und Fernseher eingeschraubt habe, montiert (kostet circa fünf Euro). So spart man sich Löcher in der Wand und das teure Montage-Kit von Samsung. Vorne an der Soundbar ist rechts ein kleines Display eingearbeitet, welches sich hinter dem Gitter befindet und nur zu sehen ist, wenn man gerade mit der Fernbedienung oder der kostenlosen Multiroom-App von Samsung umschaltet. Wenn der Abstand bis zur Soundbar sehr kurz ist, ist die Schrift etwas schwierig zu lesen, allerdings auch kein Problem bei Bedienung per App. Was mich direkt zur mitgelieferten Fernbedienung führt. Diese sieht super aus und liegt prima in der Hand und sieht mit der mattschwarzen Oberfläche schick aus. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir für die Fernbedienung das Handbuch hinzunehmen musste, da diese trotz minimalistischen Designs nicht besonders intuitiv ist. Super gefallen mir die Kippschalter für Lautstärke und Bass – coole Idee. Zum Aussehen des Subwoofers gibt es nicht viel zu sagen. Auch dieser ist minimalistisch gehalten und gibt überall ein gutes Bild ab. Persönlich fand ich die durchgehend leuchtende LED für die Verbindung in der unteren Mitte ein wenig unnötig, aber das ist Geschmacksache. Zusammenfassend: modernes, ansprechendes, minimalistisches Design, welches sicherlich in jedem Zimmer und jeder Konstellation einen super Eindruck macht!

Performance 
Ich war direkt begeistert von der Soundbar – Stecker rein und los geht’s (zumindest per Bluetooth-Verbindung)! Auch ohne den Subwoofer ist mir der gute Klang aus den neun (Center-Speaker inklusive) nach vorne gerichteten und den zwei nach oben gerichteten Lautsprechern direkt aufgefallen. Auch der Bass lässt sich sehen beziehungsweise hören und reicht für meinen Geschmack vollkommen zum Fernsehen aus. Hinzu kommen noch drei verschiedene Modi, die mit der Fernbedienung eingestellt werden können, von denen mir der Surround-Modus am besten gefallen hat. Mit dem Subwoofer gekoppelt, baut man das Ganze ziemlich einfach (wenn auch kostspielig) zu einer richtig guten Musikanlage aus, die bei Bedarf das ganze Haus mit Bass versorgen kann. Wirklich schlecht finde ich es von Samsung allerdings, dass der Subwoofer nur mit Samsung-Geräten drahtlos kompatibel ist. Eine Möglichkeit, den Subwoofer, zum Beispiel bei einem zukünftigen Wechsel der Soundbar, an einen Receiver anzuschließen, gibt es nicht. Ich würde mich da nicht für immer auf Samsung festlegen wollen und deshalb einen anderen Subwoofer kaufen, zumal der Bass aus der Soundbar mindestens für den Filmgenuss ausreicht! Cool find ich die Idee, einen Stecker für die Stromversorgung des Fernsehers mit einzubauen. Das erspart potenziell Kabelsalat auch dank der mitgelieferten Kabelhalterung. Leider ist diese Idee nicht gut umgesetzt, da dies laut Anleitung natürlich nur für Samsung-TVs „empfohlen“ wird. Genauso wird kein passendes Kabel für diesen Zweck mitgeliefert (benötigt wird 2-Pol auf 2-Pol), weshalb ich dieses mit „Cable Management“ beworbene Gadget mit meinem LG nicht getestet habe. An dieser Stelle finde ich es für den Preis auch etwas jämmerlich, dass Samsung es sich spart, ein HDMI-Kabel mitzuliefern. Das HDMI-Signal wird natürlich durch die Soundbar an den Fernseher weitergegeben und unterstützt praktischerweise sowohl 4K als auch 3D. An dieser Stelle möchte ich noch einmal zu der Multiroom-App von Samsung zurückkommen. Ich selbst benutze für meinen Receiver mit großer Freude die App von Yamaha und muss im Vergleich feststellen, dass Samsung da noch einiges aufzuholen hat. Zwar ist das Design ansprechend, aber in meinen Augen ist es ein absoluter Fehler, dass sich die Soundbar mit der App nicht anschalten lässt.

 

Fazit
Da es mir persönlich zusätzlich sehr wichtig ist, die Soundbar zum Musikhören gut über mein Handy und Spotify nutzen zu können und da die Bluetooth-Verbindung (nach circa fünf Metern war im Test die Verbindung störanfällig) und das Spotify-Streaming (funktionierte im Test nur unregelmäßig, Grund konnte ich nicht herausfinden) verbesserungswürdig sind, wäre mir der Preis letztendlich wahrscheinlich zu hoch (UVP: HW-MS750 799 Euro und SWA-W700 499 Euro). Für jeden, der damit seinem Fernseher zu einem neuen Klang für ein besseres Film- und Fernseherlebnis verhelfen möchte, ist die Soundbar absolut zu empfehlen! Insbesondere Besitzer eines kompatiblen Samsung-TVs profitieren von vielen guten Ideen im Software- und Hardware-Bereich und erhalten faszinierenden Ton und Bass auf kleinem Raum!

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