Erfahrungsbericht zur HW-K950 von Blaukomma

Das Event:
Am 26.01.2017 ging es für mich als freudiges, erstes Highlight des Jahres nach Köln. Im Hyatt Regency Hotel konnten wir zu allererst unsere durchaus komfortablen Zimmer beziehen, bevor wir uns gemeinsam in Foyer des Hotels versammelten.

Neben einem Mehrköpfigen Team der Firma Samsung, standen auch noch Mitarbeiter der Agentur Faktor 3, sowie der Regisseur des Dokumentarfilms „Attention – A Life in Extreme“, ein Tonmischmeister für Dolby-Atmos und ein Mitarbeiter der Dolby Deutschland GmbH bereit, um für das Wohl der Teilnehmer zu Sorgen und für Fragen, Rede und Antwort zu stehen.

In dem großen Präsentationsraum gab es neben Fingerfood auch ausgesprochen leckere Currywurst, sodass wir nach einer kurzen Vorstellung des Produktes und leicht gestärkt mit ein paar Dokumentarfilmausschnitten beginnen konnten.

Die Soundbar hat, abgesehen von der Breite, recht schlanke Abmessungen und bringt trotzdem knapp 7 Kilo auf die Waage. Dies liegt zum einem am Metallgehäuse, aber vor allem an den insgesamt 11 verbauten Lautsprechern, von denen 2 an die Decke gerichtet sind. Diese stellen zwei der 5.1.4 Lautsprecherkanäle da, welche das neue Dolby Atmos Tonformat in die heimischen vier Wände bringen sollen. Die anderen beiden Atmos Lautsprecher sitzen in den Surround Lautsprechern und strahlen von dort aus an die Decke.

Samsung Event Köln

Für Front und Center gibt es jeweils eine Kombination aus zwei Tieftönern und einem Hochtöner. Der aktive Subwoofer ist mit 8 Zoll nicht sonderlich groß, scheint aber einiges an Membranauslenkung vertragen zu können. DasStaubschutzgitter ist fest verbaut und das Gehäuse steht qualitativ weit hinter dem der Soundbar. Das Gehäuse der Soundbar macht einen wertigen Eindruck, ist aber dadurch, dass sich auf der Oberseite auch ein Metallgitter befindet, sehr anfällig für Staub und zudem auch noch schwer zu reinigen. An der Seite befinden sich ein paar Grundlegende Bedienknöpfe, für alles weitere gibt es die Fernbedienung.

Samsung Event Köln

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Die ersten Filmszenen über die Soundbar machten deutlich, dass das Konzept der an die Decke gewinkelten Lautsprecher zu überzeugen weiß. An den Blicken der anderen Event-Teilnehmer, welche hin und wieder gegen die Zimmerdecke gerichtet waren, konnte man erahnen, dass der Eindruck, die Geräusche kämen von oben, zuverlässig auch auf den anderen Sitzplätzen erzeugt wird. Ob Adler oder Helikopter, es wurde in den Beispielaufnahmen immer ein überzeugender Höheneffekt vermittelt. Nach der etwa fünfminütigen Testphase luden die oben genannten Gäste dann zu einer interessanten Fragerunde ein, in der die Vorgehensweisen beim Dreh und späteren Abmischen von Filmen in Dolby Atmos diskutiert wurden. Während dessen gingen Listen rum, in die man sich mit seinem Wunschfilm eintragen konnte. Meine Wahl fiel auf Mad Max , da ich diesen gut kenne und auch schon mit hochwertigen System, wenn auch nicht in Dolby Atmos sehen konnte.

In Gruppen eingeteilt ging es nun zu den Filmvorführungen in die Domblick-Zimmer, von denen aus man einen herrlichen Blick über den Rhein hinweg auf den Dom genießen konnte.

Samsung Event Köln

Neben Popcorn und 4 Sorten Bier, gab es für jeden einen kleinen, gemütlichen Sessel, um vor dem 4K-Curved-TV Platz zu nehmen.

Samsung Event Köln

Samsung Event Köln

Die Soundbar wurde in ihrer Grundeinstellung ohne Veränderung präsentiert, was sich jedoch als alles andere als optimal herausstellte. Der Bass war in der Grundeinstellung in diesem Raum völlig überzogen und ziemlich undifferenziert. Das führt auch dazu, dass ein Großteil der Surround und Atmos Effekte untergegangen ist. Unabhängig vom Bass konnte mich jedoch auch die Wiedergabe von Stimmen und Geräuschen nicht überzeugen. Die extrem tiefe Stimme zu Beginn des Films offenbarte eine Schwäche des Systems. Die Soundbar wird so hoch vom Subwoofer getrennt, dass solche Stimmanteile deutlich aus dem Subwoofer zu vernehmen waren. Bei der ersten Szene in der das Wasser aus dem Berg gelassen wird und sich über die Menschenmenge ergießt, erzeugt der Film in der Regel eine richtige Stadion-Atmosphäre und man bekommt ein Gefühl für die Menschenmasse, die zwischen den Felsen steht, doch auch das habe ich etwas vermisst. Die nächste Szene auf die ich besonderes Augenmerk gelegt habe, ist die in der Max mit einem Elektroschocker gestochen wird. Das fiese elektrische Geräusch ist auf hochauflösenden Lautsprechern manchmal schon unangenehm penetrant, in diesem Fall jedoch kaum wahrnehmbar. Insgesamt war die Darbietung also Verbesserungswürdig, was aber vermutlich hauptsächlich auf die Grundeinstellung der Soundbar zurückzuführen ist, da die erste Präsentation in anderen Räumlichkeiten die Atmos-Effekte hervorragend herübergebracht hat. Auch der Bass war in der ersten Vorstellung völlig in Ordnung. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Soundbar in meinen eigenen vier Wänden schlägt, das Potential für eine ordentlich Heimkino Wiedergabe besitzt sie jedenfalls.

Der Abend dieses interessanten Tages wurde dann noch von einem vorzüglichen Essen und einer anschließenden Runde in der Hotelbar gekrönt. Nach einem umfangreichen Frühstück und bepackt mit der Samsung-Goodie Tüte, die leckeres Popcorn und 2 Blu-Rays enthielt habe ich mich dann frühzeitig auf den recht kurzen Heimweg gemacht.

Insgesamt war es aber ein klasse Tag mit sehr netten Leuten, gutem Essen und Trinken und einer schönen Vorführung! Und mal ganz unabhängig von der Soundbar, ist die Darstellung über den 4K-Fernseher echt umwerfend.

Samsung in den eigenen vier Wänden

Für den Heimtest, zu dem die Soundbar leider stark verspätet erschien, entschied ich mich, diese im Wohnzimmer meiner Eltern aufzubauen, da dort eine glatte, großflächige Decke, ein Samsung Fernseher und genug Platz zur Positionierung der Surrounds vorhanden ist.

Das Auspacken und Aufbauen ist dank Bluetooth kinderleicht, da lediglich Netzstecker und 2 HDMI Kabel eingesteckt werden müssen. Hier geht es in einem Fachwerkhaus allerdings schon mit den Problemen los. Da hinten keine Steckdosen vorhanden sind, musste die Kabeltrommel herhalten. Ein weiteres Problem ist, dass die Soundbar aufgrund ihrer Atmos Lautsprecher vor und nicht unter dem TV liegen muss, was bei einem 44cm tiefen Lowboard und einem 46“ Samsung Fernseher nicht passt, bzw. nur mit einem leichten Überhang möglich ist. Der Soundbar liegt zwar ein HDMI Kabel bei, dem Blu-Ray Player jedoch nicht, welches aber für den Anschluss notwendig ist. Nachdem ich dann noch ein zweites Kabel besorgt habe, ging es dann an die ebenfalls sehr einfache Einrichtung des Systems. Nach wenigen Klicks ist der Blu-Ray Player und die Soundbar konfiguriert. Die Beiliegende Schnellanleitung ist klar und leichtverständlich.

Da der vorhandene Samsung Fernseher zwar erst 3 Jahre alt ist, aber noch keine 4K Auflösung besitzt, entschied ich mich für die Standard Variante von „Im Herzen der See“. Nach dem Einlegen wird die BR inkl. Titel und Bild in Sekundenschnelle erkannt und der Player ist abspielbereit. Leider kam die erste Ernüchterung nach dem Drücken des Play-Knopfes. Die Verbindung zwischen Soundbar und TV unterbrach, während der Ton weiterhin problemlos ausgegeben wurde. Nach etlichen Neustarts und Suchen in den Einstellungen, verschiedenen Blu-Rays und dem verwenden von Apps, bei denen sich das gleiche Problem ergab, habe ich den Samsung Service kontaktiert. Leider konnte mir mit meinem kurzfristigen Anliegen bis zum Ablauf des Leihvertrages nicht mehr geholfen werden, weshalb ich die Soundbar ohne Test der Filmwiedergabe zurück geben musste.

Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, das System mit etwas Musik auf die Probe zu stellen. Mit Pop/Hip-Hop und Co kommt die Soundbar grundsätzlich ganz gut klar. Bei komplexerer Musik in Richtung Rock, oder hochwertigeren Aufnahmen fehlt mir jedoch die Auflösung/Räumlichkeit und das ganze klingt etwas sehr flach und dünn.

Fazit:
Auch wenn meine Testmöglichkeiten etwas unvollständig waren, möchte ich natürlich auch noch ein kleines Fazit verfassen. Wenn man auf der Suche nach einer kompakten Heimkino-Lösung ist, die einfach zu installieren ist, aber trotzdem dem aktuellen Stand der Ton- und Bildformate beinhaltet und diese nur für das persönliche Heimkino-Erlebnis verwendet, dann wird man mit der Samsung Soundbar sehr glücklich werden. In der ersten Präsentation hat die Soundbar schließlich gezeigt, wie gut Sie in der Lage ist Dolby-Atmos wiederzugeben. Für Klang-Fetischisten und Preis-Leistungs-Jäger, ist das Produkt nicht unbedingt das richtige, was aber mit sicherheit auch nicht die Zielgruppe einer solchen Plug-And-Play Lösung ist.