Edg3 – DALI OBERON On-Wall

User-Profil

Zum Hintergrund

Da sich vor kurzem die Entscheidung entwickelte ein neues Surround System aufzubauen, welches dieses Mal eben nicht von der Stange ist, fiel die Wahl schlussendlich auf die neue Oberon Serie von Dali. Die Zensor waren mir ein Begriff und daher sollte der legitime Nachfolger in Form der Oberon Serie sicher ebenso abliefern. Durch den Einsatz der SMC Technologie versprach ich mir ein zusätzliches Plus akustischer Feinheiten. Die Oberon 1 befinden sich bereits bei mir im Wohnzimmer und laufen sich derzeit warm. Gutes Timing und eine Portion Glück bescherten mir dann die Teilnahme am Usertest für die neue Oberon Serie. Meine Wahl fiel auf die neuen On-Wall, da ich sie ohnehin gerne Probe hören wollte und als Rear etwas gesucht habe, das über Reserven verfügt.

Das Setup

Unser Wohnzimmer ist knappe 30m2 groß und halbwegs günstig geschnitten. An der Front spielen, wie bereits erwähnt, die Dali Oberon 1 auf. Sie werden aktuell noch von einem Canton Movie Center plus Canton Movie Subwoofer unterstützt. Vernünftige Platzierung und Audyssey sei Dank, kann ich die Canton Komponenten so noch übergangsweise nutzen. Die Dali On-Wall nutze ich zum vervollständigen des 5.1 Setups als Rear Lautsprecher. Der knappe Abstand der Couch zur Rückwand und der breite Abstrahlwinkel der Dali LS sollten in meinem Kopf ein gutes Klangbild erzeugen. Befeuert wird das ganze Setup von einem Denon AVR x1300w.

Die Fakten

Frequenzbereich (+/- 3 dB) [Hz] 55 - 26.000
Empfindlichkeit (2,83V/1m) [dB] 86,5
Nennimpedanz [Ω] 6
Maximaler Schalldruckpegel [dB] 107
Empfohlene Verstärkerleistung [W] 25 - 100
Übergangsfrequenzen [Hz] 2.100
Frequenzweichenprinzip 2-Wege
Hochtöner / Anzahl 1 x 29 mm ø
Hochtöner, Art der Membran Gewebekalotte
Tiefmitteltöner / Anzahl 1 x 130 mm (5 1/4") ø
Tiefmitteltöner, Art der Membran Holzfasermembran
Gehäusetyp Bassreflex
Bassreflex-Abstimmfrequenz [Hz] 50
Eingänge zwei Schraubklemmen
Empfohlene Aufstellung An der Wand
Empfohlener Wandabstand [cm] 0 - 10
Maximale Abmessungen mit Basis und Abdeckung (HxBxT) [mm] 385 x 245 x 120
Gewicht [kg] 4,9
Trooper approved

Verarbeitung und Design

Dali typisch sind auch die On-Wall minimalistisch gestaltet. Meine Exemplare kamen in der angegebenen Wunschfarbe Weiß. Die Abdeckung ist ein Grobmaschiger, grauer Stoffbezug, der praktischerweise super mit dem Rest unserer Einrichtung harmoniert. Allerdings werde ich die On-Wall wohl später ohne Abdeckung nutze, da ich vor allem das Design der Holzfasermembran mag. Übrigens DAS typische Dali Designmerkmal. Leichte Abstriche gibt es für mich am Übergang von MDF Gehäuse zur Front. Hier sind die Kanten nicht lackiert, sondern in Schwarz gehalten. Im Gesamtbild zieht sich dadurch ein feiner, schwarzer Strich zwischen Gehäuse und Front. Meckern auf sehr hohem Niveau, aber irgendwie empfinde ich es als kleinen Einschnitt im sonst nahezu perfekten Gesamtbild.

Die Rückseite der On-Wall wird durch die Kunststoffabdeckung dominiert, welche unter anderem das hervorragende Anschlussterminal beherbergt. Mittig oben und unten befinden sich zusätzlich zwei Schlüssellochöffnungen, um die LS an der Wand zu montieren. An den Ecken finden sich insgesamt vier Abstandhalter und schlussendlich die nach unten gerichtete Bassreflexöffnung.

Die feine Struktur der Blende lässt die On Wall hochwertig wirken. Dank neutraler Farbgebung dürfte sie sich sehr gut in unterschiedliche Wohnstile einfügen lassen.

Positionierung und Einmessung

Da ich, wie wohl viele andere Menschen auch, das „Problem“ habe, dass meine Couch nicht so viel Abstand zur Rückwand hat wie sie in der Theorie haben sollte, ist die Positionierung und die Wahl der passende LS natürlich nicht unerheblich. Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich viel herumexperimentiert habe, sondern mich natürlich auch aus optischen Gründen für eine Ausrichtung entschieden habe, die sich an der Couch orientiert. So ist der linke LS knappe 50 cm vom Fenster entfernt und rechte knappe 2 m zur nächsten Trennwand. Betrachtet man das Ganze nun von oben, bzw. skizziert es klassisch auf Papier, ergibt sich ein recht genaues Trapez. Da die vordere Bühne bereits akustisch sehr zu überzeugen wusste, machte ich mir auch nicht wirklich Gedanken darum, dass es Probleme geben konnte. Beide On-Wall hängen auf einer Höhe von 1.65 m und passen ganz nebenbei optisch herrlich zum Wandbild.

Die finale Einstellung überließ ich Audyssey und dem Denon AV. Ich habe insgesamt 4 Positionen zum Ermitteln genutzt, was in meinen Augen völlig ausreichend ist. Alle bewegen sich mehr oder weniger zentral auf der Couch mit einer ungefähren Kopfhöhe als Messpunkt. Die Einmessung erfolgte gewohnt schnell und unkompliziert. Die von Audyssey vorgenommen Einstellungen deckten sich überwiegend mit dem, was ich per Hand gemessen hatte. Oberon 1 und On-Wall werden übrigens als „large“ Speaker erkannt, was sicher am breiten Frequenzgang liegt. Meine Empfehlung ist, die LS allerdings auf „Small“ zu setzen, um je nach eigenem Geschmack die Trennfrequenz einstellen zu können. Ich trenne alle 4 Oberon LS bei 60 Hz, um den doch eher kleinen Canton Sub etwas zu unterstützen.

Kleine Randnotiz. Die mitgelieferten Gummipuffer sollten auf jeden Fall an der Rückseite der On-Wall angebracht werden, sofern diese an der Wand montiert werden. Das dürfte wohl in 95% der Fälle so sein. Diese sorgen zum einen für das reduzieren eventuell auftretender Vibrationen an der Wand und zum anderen bringen sie genau das Plus an zusätzlichem Abstand, um das Anschlussterminal mit Bananensteckern zu nutzen. Sind die kleinen Puffer nicht angebracht, läuft man Gefahr mit den Steckern an der Wand anzustoßen, da sie einen Tick zu weit herausragen. Das ist in beiden möglichen Positionen der Fall.

 

Das Wesentliche!

Kommen wir nach der ganzen Theorie auf den Punkt, bzw. zu dem, was wichtig ist. Der Sound des Setups. Grundsätzlich habe ich im Testzeitraum einiges an Serien, Filmen und Live Konzerten über das Oberon Setup laufen lassen. Meine persönliche Referenz besteht aber aus folgenden BluRay´s.

  • Hans Zimmer Live
  • Metallica – Through the Never
  • Nora Jones Live
  • Der Hobbit – Smaugs Einöde
  • Pacific Rim

Diese Referenzen habe ich auch genutzt, um dem Bass noch etwas Feintuning zu verpassen. Generell macht der Denon seine Sache aber nach dem Einmessen sehr gut. Ebenfalls habe ich auch mit den Trennfrequenzen gespielt, bin allerdings am Ende wieder bei besagten 60 Hz gelandet. Wenn im Frühjahr der neue Subwoofer kommt, wird sich das aber evtl. noch ändern. Begonnen habe ich mit Metallica´s Reise durch die eigene Geschichte der Alben. „Through the Never“ ist mehr als eine simple Live Aufnahme von einem Konzert. Es ist eine teils spezielle Erzählung einer Suche mit etlichen Anspielungen an die Alben der Band. Stetig untermalt vom bekannten Metallica Sound, der recht basslastig aufgenommen wurde. Eigentlich eher untypisch für diese Art von Musik, aber es passt m.M. nach ausgesprochen gut.

Die BluRay beginnt relativ ruhig und lässt den Zuschauer langsam eintauchen. Hier kann man bereits deutlich hören, welche Möglichkeiten das Oberon Setup bietet. Diverse Feinheiten kommen sehr klar rüber und gehen nicht unter. Die Geräusche die man orten soll, kann man auch orten. Ich war verdutzt wieviel Spaß es machen kann, dem Rollen eines Skateboardes auf dem Asphalt zu lauschen. Nachdem man seicht angefangen hat, geht es recht schnell zur Sache. Spätestens mit „Creeping Death“ wird klar, was die On-Wall leisten können und wollen. Da die Kameras oft kreisen und die Positionen wechseln, ist auch das Klangbild entsprechend dynamisch. Selbst bei hohen Pegeln sind alle mir bekannten Details hörbar. Selbst einzelne Fanrufe aus dem Off werden gekonnt von den hinteren LS in Szene gesetzt. Bei „Ride the Lightning“ ist der Blitz der Bühnenshow buchstäblich im Wohnzimmer. Das komplette Setup vermittelt das Gefühl von Raum und Fülle ohne dabei irgendwann aufdringlich zu werden. Wer jetzt meint ich schreibe etwas zu euphorisch, der könnte recht haben und man möge mir bitte verzeihen. Ich habe jahrelang ein Canton Movie Set genutzt, da es eben gereicht hat. Das war für Filme völlig in Ordnung. Das Oberon Setup, welches auch mangels Center und Sub noch nicht vollständig ist, stellt für mich allerdings einen akustischen Quantensprung dar. Bass, Gitarre, Stimmen, Applaus, alles ist einfach fühlbarer, näher, authentischer. Der unweigerliche Drang zum Kühlschrank zu gehen, um sich ein kaltes Bier zu holen machte sich breit. Zeit in etwas ruhigere Gefilde zu wechseln.

Nora Jones hat mit ihrer Live BluRay ein wunderbares unplugged Konzert im Portfolio. Früher absolut nicht meine Musik, wurde ich hier ganz klar von meiner Frau auf den Geschmack gebracht. Ruhige Songs, etwas Soul, viel Emotion und Gefühl kombiniert mit einer Stimme, die auch sicher ohne jedes weitere Instrument zu überzeugen weiß. Und auch hier steckt Liebe im Detail, allerdings mit deutlich weniger Wucht als bei Metallica. Die feinen Anschläge des Flügels, sämtliche Nuancen der Stimme und die leisen akustischen Bewunderungen des Publikums werden hier warm und passend aufgespielt. Wenn man nach einem stressigen Tag einfach mal abschalten möchte, dann ist diese BluRay auf jeden Fall eine gute Idee. Oder eine Runde Paintball, aber das ist eine andere Sache…

Abgeschlossen habe ich den musikalischen Ausflug mit Hans Zimmer Live, den ich leider letztes Jahr in Frankfurt nicht sehen konnte. Wem der Name nichts sagt, das ist der Mann, der unter anderem die Filmmusik zu „Supermann“, „Gladiator“, der „Batman“ Trilogie und „Fluch der Karibik“ gemacht hat. Völlig unabhängig was man von den Filmen halten mag, sollte man das m.M. nach auf jeden Fall einmal erlebt haben. Der Vorteil hier ist ein komplettes Orchester mit Chor für den Background. Es gibt also einiges zu tun und wenn man wissen möchte ob die „Bühne“ zuhause richtig eingestellt ist, dann ist das ein wunderbares Testobjekt. Der Aufbau der Stücke ist grundsätzlich ähnlich mit einem leichten Einstieg durch ein Instrument, welches dann immer weiter unterstützt wird, um dann im Finale die volle Wucht auf den Zuschauer los zu lassen. „Fluch der Karibik“ dürfte vielen bekannt sein, denn das Teil kann ein garstiger Ohrwurm sein. Begonnen wird mit einem Einstieg aus Geige und E-Bass. Vor allem die Geige wird unglaublich in Szene gesetzt. Das finale Stück kommt mit gefühlt 100 Instrumenten daher und ist in meinen Augen perfekt um gute von sehr guten LS zu unterscheiden. Alle Instrumente sind klar zu unterscheiden und hörbar. Kein Gefühl von akustischem Brei oder zu viel Höhe oder Tiefe. In einem kurzen Moment kommt der überwiegend männliche Chor akustisch aus dem hinteren Bereich. Hier zeigt sich welche Klanggewalt die On-Wall entwickeln können. In der Filmmusik von „Illuminati“, die sich ebenfalls auf der BluRay befindet, ist diese Passage noch deutlich ausgeprägter und erzeugt unweigerlich Gänsehaut. Für mich vielleicht sogar der Moment, in dem ich final verstanden habe was Räumlichkeit bei einem 5.1 System wirklich bedeutet.

Musik ist mir wichtig und ich erlebe sie mit diesem System in einer neuen Dimension. Allerdings nutze ich mein 5.1 System primär für Filme und Serien. In Zeiten von Netflix und Amazon Prime kommen immer weitere Highlights mit passenden Tonspuren in die digitale Videothek. Als bekennender Fan der Welt von Mittelerde, wollte ich nun anhand des Hobbits wissen, wie sich denn der bekannte Dialog am Ende von „Smaugs Einöde“ zwischen Bilbo und Smaug darstellt. Die Szene beginnt damit, das Bilbo in der Schatzkammer der Zwerge nach dem Arkenstein sucht. Auf seiner Suche fällt immer wieder auf, wie fein die Bewegungen der Goldmünzen, die sich langsam über den Hang bewegen, von den On-wall dargestellt werden. Der Hall in den großen Hallen tut sein Übriges und schafft ein beeindruckendes Gesamtbild der Szene. Als Smaug schließlich langsam erwacht, kommt mehr Bewegung in die unendlichen Hügel aus Gold, Edelsteinen und Geschmeide. Der Klang umgibt den Zuhörer und rauscht um die Ohren. Smaugs Stimme ist in der OV Version extrem tief, basslastig und erfüllt die ganze Halle. Da er ständig die Position wechselt wird das Ganze durch Flügelschläge und seinen Atem gekonnt durch die hinteren LS in Szene gesetzt. Der akustische Hintergrund, wenn Bilbo den Ring anzieht und im Schatten verschwindet, ist buchstäblich überall. Wenn man sich überlegt das die Szenen eigentlich überwiegend aus den Stimmen von Smaug und Bilbo bestehen, war es faszinierend für mich, was ich vor allem im hinteren Bereich geboten bekam. Teilweise ungekannte Details trafen auf meine Ohren.

Das krasse Gegenteil dazu ist „Pacific Rim“. Ein herrlich hirnbefreites CGI-Gekloppe zwischen riesigen Robotern, den sog. Jaegern und Monstern (kaiiju), die Teil einer Invasionsflotte sind um die gute, alte Erde zu übernehmen. Unnötig zu sagen das es hier ordentlich was auf die Ohren gibt. Der Film beginnt mit einem Kampf zwischen einem der Jaeger (Gipsy Danger) und einem Kaiiju. Diese treffen dabei vor der Küste auf besagtes Ungetüm und fangen in kürzester Zeit an sich gegenseitig heftig zu zerlegen. Ständig untermalt von den Geräuschen des schäumenden Meeres, einem Krabbenkutter der ganz nebenbei noch gerettet wird und berstendem Metall. All das kommt buchstäblich von allen Seiten und lässt einen den Kampf mit einem leichten Grinsen verfolgen. Feinstes Popcorn Kino mit astreiner HD Tonspur in 4k. Starke, laute Einschläge meistern die On-Wall hier genauso gut wie die feinen Töne der unzähligen Kurzschlüsse im Cockpit, als der Jaeger schließlich dem Kaiiju unterliegt.

Bei einem direkten Vergleich mit den alten Canton Movie Satelliten ist es unnötig zu erwähnen, dass diese alleine schon wegen des Frequenzganges hoffnungslos unterlegen sind. Ich wollte aber einfach noch einen kleinen Vergleich für mich selbst anstellen. Alles andere als auf Augenhöhe, aber eben eines dieser Aha-Erlebnisse der akustischen Art.

Einsatz an der Front

Nun mag es vielleicht den ein oder anderen geben, der nicht grundlos der Meinung ist, dass der Einsatz der On-Wall als Effekt Lautsprecher unter Umständen Verschwendung sei. Denn die flachen Oberon können natürlich deutlich mehr, ich habe sie allerdings bewusst für diesen Einsatz gewählt. Dank des bereits erwähnten sehr breiten Abstrahlverhaltens, sind sie für mein Setup in meinen Augen so ideal. Zusätzlich sehen sie auch noch sehr ansprechend an. Ein Punkt der nicht grade unerheblich ist, wenn die eigene Frau ein Wort mit zu reden hat. Man möchte Sound hören, aber nicht zwingend sehen. Mit der Einstellung hat sie mich mittlerweile übrigens auch überzeugt. Um ein Gesamtbild zu liefern, habe ich die On-Wall allerdings auch zum Test an der Front aufgestellt. Im direkten Vergleich würde ich behaupten das für meine Ohren identisch zu den Oberon 1 sind. Wenn ich wirklich Unterschiede beschreiben müsste, dann wäre es etwas weniger Fülle der On-Wall. Hier kommt den Oberon 1 wohl die Bauform zugute, obwohl das Volumen ähnlich ist. Wer also wenig Platz für die Front hat, oder einfach keine Regallautsprecher möchte, der findet hier eine sehr gute Alternative die sich gut integrieren lässt.

Die Sache mit SMC

SMC ist eine von Dali entwickelte Technik, welche bisher nur in den absoluten High-End LS der Firma eingesetzt wurde.

Zitat Dali Webseite:

„Der Einsatz von SMC im Magnetsystem reduziert durch Hysterese und Wirbelströme verursachte mechanische Verzerrungen deutlich. In Kombination reduzieren diese Verbesserungen des Magnetantriebs Verzerrungen dritter Ordnung erheblich, weshalb die Lautsprecher der OBERON Serie ein längeres entspanntes Hörerlebnis mit unaufdringlichen Mitten und einem in dieser Klasse erstaunlichen Detailreichtum ermöglichen.

Der Antrieb besteht aus einem großen Ferritmagneten, der ein Polstück aus der einzigartigen Kombination von Eisen und SMC umschließt. SMC ist ein magnetisches Pulver, das es möglich macht, starke Magnete zu formen, die nicht elektrisch leiten. Da das Ferriteisen nur die Basis des Polstücks bildet, werden die negativen Effekte des Eisens minimiert, während die 10 mm starke SMC-Scheibe oben auf dem Polstück genau mittig im Hauptarbeitsbereich der vierlagigen Schwingspule platziert ist. Hierdurch ist der maximale Effekt des SMC auf die Schwingspulenumgebung garantiert, was zu einem stark verbesserten konstanten Flussfeld führt.“

Ich persönlich gehe davon aus, dass sich die Kosten der Entwicklung mittlerweile amortisiert haben, und man das Ganze in solchen Stückzahlen produzieren kann, dass es sich auch für die günstigeren LS von Dali rechnet.

In der Praxis zeigt sich im direkten Vergleich zu den Zensor 1 ein etwas fülligeres Gesamtbild. Die Oberon 1 und die On-Wall klingen für mich gefühlt detailreicher und noch etwas klarer. Obwohl die Zensor 1 schon sehr gute LS sind. Messwerte kann ich dazu leider nicht liefern, da ich weder über das passende Equipment verfüge, noch über das Knowhow um die gesammelten Daten später vernünftig auszuwerten. Es bleibt also am Ende mein völlig subjektives Testorgan in Form meiner Ohren übrig. Diese funktionieren aber nach wie vor hervorragend, was mich schlussendlich zu der Aussage führt, das SMC auf jeden Fall eine hörbare Verbesserung bringt.

Fazit

Die Oberon On-Wall kommen zusammen auf einen UVP Preis von 498 Euro. Wirklich viel günstiger findet man sie auch kaum im Netz, da die Modelle brandneu sind. Das ist eine nicht unerhebliche Menge Geld, wenn man bedenkt das man sich „nur“ besseren Sound ins heimische Wohnzimmer holt. Sinn oder Unsinn lässt sich beim Hobby Heimkino aber ohnehin nicht wirklich rational erklären. Nach der Testdauer kann ich für mich persönlich sagen, dass ich auf jeden Fall geneigt wäre diesen Preis zu zahlen, denn das mir gebotene aus Design und Akustik hat mich komplett überzeugt. Die On-Wall fügen sich harmonisch in das akustische Gesamtbild und bilden ein für mich nahezu perfektes System in Kombination mit den Oberon 1 an der Front. Jetzt hoffe ich weiter auf mein Glück, denn die guten Stücke würde ich wirklich äußerst ungern wieder aus der Hand geben.

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