exim – Erfahrungsbericht zur DALI OPTICON 6

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Einleitung

„Danish Dynamite“ oder eher die kühle Schwarze aus dem hohen Norden? Rund vier Wochen hatte ich Zeit, die DALI OPTICON 6 kennenzulernen und mir selbst ein Bild von diesem Standlautsprecher und seinem Hybrid-Hochtöner zu machen.

Kurz zu mir: Ich bin vor allem im Stereo-Bereich zu Hause und versuche seit ein paar Jahren, den Klang meiner Anlage immer weiter zu optimieren. Ich schätze gute Aufnahmen und habe dadurch im Lauf der Jahre auch Spaß an anderen Arten von Musik gefunden, wie zum Beispiel an Jazz und Klassik.

Meine Anlage besteht aus Vollverstärker, CD- und SACD-Playern, einem DAC und einer Squeezebox Touch von Logitech, über die ich Musik vom NAS-Server streame. Mein Hörraum ist das Wohnzimmer mit Steinboden und nur wenig Dämpfung. Als Lautsprecher ist bei mir normalerweise die Heco Celan XT 901 im Einsatz, die ein gutes Stück größer als die DALI ist und mit 41 Kilogramm mehr als das Doppelte auf die Waage bringt. Trotz der Möglichkeit, ihre Höhen um drei Dezibel zu verstärken, ist die Heco obenherum etwas zurückhaltend. Umso gespannter war ich auf den Hybrid-Hochtöner, der wohl etwas Besonderes darstellt. Schau mer mal.

Der Hersteller

Dänemark ist nicht nur die Heimat des Smørrebrød, sondern auch einiger bekannter Hi-Fi-Hersteller, wie zum Beispiel Bang & Olufsen, Lyngdorf, Ortofon und Gryphon. Mit Dynaudio, Jamo, Peak Consult, DALI und anderen hat das Land dazu noch eine Reihe von Boxenbauern hervorgebracht, die von Musikfreunden weltweit geschätzt werden. Respektabel für ein Land, dessen Einwohnerzahl kleiner als die von Hessen ist.

Nachdem ich mit DALI-Produkten bisher noch nichts zu tun hatte, habe ich mich erst mal ein wenig über den Hersteller informiert. Ich möchte einfach immer wissen, wer hinter dem Namen steckt, welche Philosophie die Macher verfolgen und ob mir die Marke generell sympathisch ist.

DALI steht für „Danish Audiophile Loudspeaker Industry“. Das Unternehmen ist in Nord-Jütland zu Hause, genauer: in Nørager, einem kleinen Ort fünfzig Kilometer südlich von Aalborg. Laut Homepage [www.dali-speakers.com] entstand DALI 1983 aus Skandinaviens führender Audio-Einzelhandelskette, um das zu liefern, was Kunden wollten, die traditionellen Hersteller aber nicht bieten konnten: einen überzeugenden Mix aus Größe, Design, Leistungsfähigkeit, Klangentwicklung und Preis. Einer der DALI-Gründer war übrigens Peter Lyngdorf, einer der führenden Entwickler hochwertiger Hi-Fi-Bausteine, der einigen bekannten Unternehmen seinen Stempel aufgedrückt hat.

DALI beschäftigt heute mehr als hundert Mitarbeiter und entwickelt all seine Lautsprecher selbst. Auch die Produktion erfolgt offenbar bis auf wenige Ausnahmen in Dänemark. DALI-Lautsprecher findet man heute in 65 Ländern der Welt.

Für DALI ist nach eigenen Angaben die Leidenschaft für Musik [Wahlspruch des Unternehmens: „In admiration of music“] die zentrale Motivation bei der Entwicklung ihrer Produkte, die sich auch in umfangreicher Forschung und zahlreichen Neuentwicklungen spiegelt.

Das Sortiment umfasst aktuell verschiedene Lautsprechertypen, von kabellosen Bluetooth-Lautsprechern über stylishe Aktivlautsprecher, Soundbars und Surround-Systeme inklusive diverser Subwoofer bis hin zu den fünf Hi-Fi-Lautsprecherlinien SPEKTOR, ZENSOR, OPTICON, RUBICON und EPICON (preislich und qualitativ in aufsteigender Reihenfolge genannt). Alle fünf Linien beinhalten verschieden große Lautsprecher, von der kleinen Regalbox bis hin zur ausgewachsenen Standbox. Dazwischen gibt es noch einige zusätzliche Produktlinien, wie die FAZON, zu der auch die ungewöhnlich designte FAZON F5 zählt, die einige vielleicht kennen werden.

Die Auflistung des Programms soll zeigen, wo die OPTICON 6 bei DALI einzuordnen ist: nämlich mittendrin zwischen ZENSOR und RUBICON.

Technische Daten, Design und Verarbeitung

Die OPTICON 6 ist ein Standlautsprecher mit zwei Bassreflex-Öffnungen auf der Rückseite. Sie ist 18,9 Kilogramm schwer, ohne Spikes genau einen Meter hoch, 19,5 Zentimeter schmal und 33 Zentimeter tief. Für meinen Geschmack lässt sie sich damit sehr gut in ein durchschnittlich großes Wohnzimmer integrieren. Farblich stehen drei verschiedene Gehäuseausführungen zur Wahl: Esche schwarz, Walnuss und Weiß seidenmatt. Mit einem hohen Wirkungsgrad von 89 Dezibel stellt sie nur geringe Anforderungen an den Verstärker, ihre Impedanz liegt bei vier Ohm, ihr Preis bei rund 1.700 Euro pro Paar.

Befreit man die DALI von Karton, Styropor, ihrem weißen Schutzanzug und den werksseitig montierten „Frontschürzen“, zeigt sie ein für meinen Geschmack ausgesprochen hübsches Gesicht. „Die würde ich mir auch ins Wohnzimmer stellen“, meinte eine Freundin meiner Frau beim Anblick der OPTICON spontan.

Zu den beiden Tiefmitteltönern aus rotbraunen Holzfasermembranen kommt frontseitig ein Hybrid-Hochton-Modul, das aus zwei Elementen besteht: aus einer Gewebekalotte und einem 17 mal 45 Millimeter großen Bändchen.

Der Hybrid-Hochtöner, über den erst die Lautsprecher der OPTICON-Reihe und höher verfügen, ist offenbar eines der Markenzeichen von DALI. Es verteilt den Hochtonbereich auf zwei Tweeter und soll besonders fein auflösen. Darüber hinaus ermöglicht diese Lösung wohl einen gleichmäßigeren Übergang vom Mitten- auf den Hochtonbereich und das Darstellen eines ungewöhnlich weiten Frequenzspektrums. Der untere Hochtöner mit Kalotte übernimmt schon bei circa 2.000 Hertz und reicht bis 20.000 Hertz. Sein darüber platziertes Pendant mit Bändchen deckt seinerseits den Bereich von 10.000 bis 30.000 Hertz ab. Zusätzlicher Vorteil: Diese Konstruktion soll den Sweet Spot verbreitern.

Aber auch die beiden großen Kalotten („Tief-, Mittel- und Mitteltieftöner“) haben es in sich: Unerwünschte Resonanzen und Wirbelströme sollen durch ein Polstück aus Soft Magnetic Compound (SMC), das im Ferrit-Ring als Antagonist platziert ist, spürbar reduziert werden. Bei SMC handelt es sich um ein spezielles Granulat mit hoher magnetischer und niedriger elektrischer Leitfähigkeit.

Die Gehäuse selbst bestehen aus 25 Millimeter starken MDF-Holzfaserplatten. Bei den Verstrebungen innen wurde außer auf Stabilität auch darauf geachtet, dass das Volumen nicht unnötig verkleinert und der Luftstrom möglichst wenig gebremst wird. Ausführliche und interessante Details zur Konstruktion der OPTICONs finden sich auf der DALI-Homepage im OPTICON-Whitepaper.

Der rückseitige Anschlussterminal ist Bi-Wiring- und Bi-Amping-fähig und besitzt standardmäßig sehr solide Brücken – ich denke, dass sie vergoldet sind, zumindest sehen sie so aus. Kein Vergleich zu den einfachen Blechbrücken meiner Hecos. Insgesamt wirkt die Ausführung ausgesprochen wertig, wozu nicht zuletzt auch die kronenartig geformten Schrauben der Anschlussklemmen beitragen.

Ich habe die schwarze Variante der OPTICON 6 getestet. Der Korpus selbst ist hierbei in Esche schwarz foliert, die Front in schwarzem Klavierlack ausgeführt. Erst bei genauem Hinsehen bemerkt man kleine, charmante Details wie zum Beispiel den eingravierten Schriftzug „DALI OPTICON SERIES“, der nur bei einem bestimmten Lichteinfall sichtbar wird.

Der Aufbau wird mit Hilfe des beigefügten Werkzeugs zur leichten Übung. Zur Montage der Spikes (für Steinboden) oder der Gummifüße müssen die Box auf den Kopf gestellt und die Metall-Spikes in die dafür vorgesehenen Gewinde im Alu-Sockel der Box geschraubt werden. Schrauben und Muttern sind in einem kleinen Karton verpackt und in einem Schaumstoffblock fixiert, dabei trotzdem leicht herausnehmbar. Schön, da hat jemand mitgedacht.

Der Klang

Zum Glück kamen die DALIs schon eingespielt bei mir an, sodass es mit dem Hörtest gleich losgehen konnte. Ich war wirklich gespannt auf die Lautsprecher, denn oft genug habe ich es erlebt, dass man im Laden Lautsprecher hört und bei weit mehr als der Hälfte der Modelle denkt: *schulterzuck*... Jo, da kommt jetzt zwar Musik raus, aber irgendwie macht die nix mit mir. Schnell weiterschalten… Ob’s bei den DALIs anders wird?

Nachdem ich meine Hecos einrichtungsbedingt nicht ganz optimal aufstellen kann, habe ich die DALIs mitten in den Raum und wie vom Hersteller empfohlen nicht eingewinkelt aufgestellt. So hat sich ein kompaktes gleichseitiges Dreieck von zwei Metern Kantenlänge ergeben.

Als guter Gastgeber habe ich mit einer Landsfrau der DALIs angefangen und Hanne Boel aufgelegt. Ihre Version von „Mad World“, im Original von Tears for Fears, kenne ich aus dem Effeff. Es ist eines meiner typischen Testlieder. Oha, schon bei den ersten Klängen fällt auf, dass die DALIs im Hochton angenehm offen klingen. Das Geraschel im Hintergrund ist gut hörbar und auch der Knackser bei Sekunde zehn ist etwas präsenter als ich es kenne. Das Klavier klingt natürlich und null verfärbt, was ebenfalls sehr erfreulich ist. Die sonore Stimme von Hanne Boel kommt sehr ausgewogen und plastisch, sie hebt sich gut vom Hintergrund ab und steht gefühlt einen halben Meter vor der Boxenlinie.

Noch plastischer arbeiten die DALIs Richard Hawleys Stimme auf „Soldier on“ von der CD Truelove’s Gutter heraus. Nach dem Instrumental-Einstieg steht er bei Sekunde dreißig fast schon in 3D vor mir. Die DALIs präsentieren seine Stimme extrem sauber und kräftig, ohne jede Rauigkeit.

Es wird deutlich: Die OPTICON 6 schafft in dieser Aufstellung eine sehr intime Hörsituation, Details werden glasklar herausgearbeitet, die Musik löst sich extrem gut vom Lautsprecher, Stimmen und Instrumente stehen so platziert im Raum, wie es der Toningenieur vorgesehen hat. Während man sich bei anderen Lautsprechern auch gern einmal auf Details konzentrieren muss, kann man sich hier entspannt zurücklehnen, denn die DALIs servieren sie auf dem Silbertablett. Erst recht, wenn man den Regler etwas über Zimmerlautstärke dreht, dann kommen zur Klarheit noch mehr Druck, Dynamik und noch ein Plus an Plastizität.

Gut, ich gebe zu: Ich zappe meine Testlieder gerne durch, zackzackzack. Nicht so mit den DALIs. Ich ertappe mich dabei, wie ich fast schon andächtig konzentriert vor den Lautsprechern sitze, fasziniert von ihrer Klarheit und Räumlichkeit, gespannt auf den nächsten Ton. Und ja: Ich stehe auf Präzision jeder Art. Ob es das feine Glas eines Zeiss- oder Leica-Objektivs ist, der Sekundenzeiger einer Uhr, der die zwölf wirklich ganz genau mittig trifft oder eben ein Lautsprecher, der alles scheinbar ungefiltert weitergibt, was er geliefert bekommt: reine Musik eben. „So muss es klingen.“ und „Es klingt so richtig.“ waren Sätze, die mir in den vier Hörtestwochen mehrfach durch den Kopf huschten.

An der OPTICON 6 gefällt mir auch, dass sie auf Effekthascherei verzichtet. Sie überlässt die Bühne ganz der Aufnahme und der Musik. Ich habe den Eindruck, dass sie nichts hinzufügt, was nicht dazugehört und auch nichts wegnimmt, was da ist. Ob der Hochtöner auf Dauer nicht nervt? Nein, weil er nicht für überbetonte Höhen sorgt, im Gegenteil: Er schafft eine große und ganz entspannte Transparenz frei von jeglicher Schärfe beziehungsweise Härte. Die Musik atmet, man schaut wie durch eine blitzblank geputzte Scheibe auf die Bühne, man sieht, wer wo ist, und erfährt noch genauer, was der Interpret mit dem Lied gemeint hat.

Man kann fast sagen: Musik fühlt sich mit den DALIs grundsätzlich zwei Stufen besser, interessanter, intensiver an, erst recht in so einer Nahfeldmonitoraufstellung wie bei mir jetzt. Auch die kleinen Soundschweinereien bringt sie charmant und lockerleicht ans Licht. Da murmelt nichts irgendwo im hinteren Teil der Box, nein, was nach vorne muss, das schieben die DALIs gnadenlos ins Rampenlicht und schaffen es dabei, ganz neutral zu bleiben.

Gut, „I remember you“ von Diana Krall wirkt relativ unspektakulär, aber sehr wahrscheinlich deshalb, weil es so abgemischt ist. Und doch klingen die drei Triangelklänge von rechts am Anfang des Stücks sehr sauber und unverzerrt. Auf die achte ich bei dem Stück am meisten.

Naturgemäß müssen die Dänen aufgrund ihrer Größe bei den ganz tiefen Bässen passen. Aber Moment: Stimmt gar nicht – wo kommt denn auf einmal die tiefe Bassdrum im „Mühlrad“ auf Michael Wollnys CD Weltentraum her? Oder der fast schon greifbare Kontrabass in „Der Elefant“ von Loriots Karneval der Tiere? Gut möglich, dass andere Lautsprecher im Bassbereich etwas zu viel des Guten tun und die DALIs sauber und präzise nur dort die Bässe zeigen, wo es auch Bässe gibt. Sicher ein Grund dafür, warum sie beim ersten Hinhören untenrum eher schlank klingen.

Zwischendurch habe ich sie deshalb auch mit meinem alten Yamaha AV-Receiver an einen Subwoofer angeschlossen, einfach um per 2.1 noch in den Genuss der allertiefsten Bässe zu kommen. Aber ich muss sagen, dass damit auch ein Teil der Faszination verlorengegangen ist. Anders gesagt: Die OPTICON 6 braucht das nicht.

Sprachverständlichkeit ist eine ihrer weiteren Stärken, die sich aus der klaren und extrem sauberen Präsenz ihrer Darstellung ergibt. Ich teste das am liebsten bei Operngesang oder mit „The Grid“ vom TRON-LEGACY-Soundtrack von Daft Punk, das von Jeff Bridges gesprochen wird. Auch hier trennen die DALIs Sprache und Musik sehr klar voneinander und sorgen für sehr gute Verständlichkeit ohne Rauigkeit. Letztere kann ja auch mal schön sein. Dass sie andere Boxen einer Stimme auch andichten können, zeigen die DALIs deutlich.

Logisch, dass auch die Musik des Norwegers Tord Gustavsen von den Stärken der DALIs profitiert. Ob „Vicar Street“, „Vesper“, „Around you“ oder ein anderes der Stücke auf Being there, einer meiner absoluten Lieblings-CDs: Klavier, Bass und Schlagzeug werden mit den hübschen Dänen zum großen Genuss, erst recht in High-Res 96/24. Wie ein großes Gemälde zeichnen sie Instrumente und Klänge punktgenau in den Raum, bei faszinierenden Becken und polternden Snares halte ich fast den Atem an, so dreidimensional präsent und präzise klingt das.

Dabei sind ja eigentlich Stimmen die ganz große Stärke der DALIs. Schnell mal „Oceans of time“ von Axel Rudi Pell rausgefischt, als mich die Stimme von Johnny Gioeli gleich am Anfang fast vom Stuhl bläst. Einfach nur brutal genial. Ich kann’s nicht anders sagen. Da hört man aufnahmetechnische Unterschiede schon sehr genau heraus.

Und klar, audiophile Klassiker, wie „Spanish Harlem“ von Rebecca Pidgeon oder „Aqua Marine“ von Isao Suzuki sind Steilvorlagen für die OPTICON 6, die sie sicher verwandelt. Ob das Schnaufen von Hans Theessink in „Six Strings Down“, das Glockenspiel in Supertramps „No inbetween“ auf „Brother where you bound“ oder das Plattenknistern im Klassiker „Mistadobalina“: Die DALIs zeigen Details in 3D.

Und auch klassische Musik bietet viel Raum, um bekannte Stücke neu zu entdecken. Schön zu erleben in Vivaldis Sommer mit Marijke Blankestijn. Mehr Information im Ton führt auch hier zu einem besseren Klangbild und einem intensiveren Musikerlebnis.

Und was gut aufgenommen ist, das wird von den DALIs auch gut wiedergegeben. So auch der Titelsong vom Club der roten Bänder: „Hurricane“ von MSMR. Erstaunlich, wie druckvoll die Dänen das Schlagzeug fast wie Quader in den Raum meißeln.

„Feel it still“ von Portugal The Man beweist, dass auch Chartstürmer gut produziert sein können. Räumlich, sehr dynamisch und supersauber winken die DALIs den Titel in der Highres-Version durch. Mit einem Zeigestock könnte ich die einzelnen Instrumente im Raum antippen, so präzise sind sie platziert. Kopfnicken und Fußwippen inklusive.

Fazit

Sorry, dass mein Review vielleicht etwas schwärmerisch geraten ist. Aber wenn ein Lautsprecher Begeisterung auslöst, dann darf man das dem Text auch anmerken, finde ich. Und was diese Lautsprecher abliefern, das ist für mich schon faszinierend: Sie präsentieren Musik klar wie ein Gebirgsbach am Morgen, sehr transparent, sehr räumlich, sehr ausgewogen und dabei emotional und niemals nervig. Natürlich profitieren sie auch von einer optimalen Aufstellung – ich persönlich kann die Aufstellung mitten im Raum und ein gleichseitiges Hör-dreieck von zwei Metern Kantenlänge wärmstens empfehlen. Und natürlich spielt auch die Kette davor eine Rolle: Was da an Qualität verlorengeht, kann kein Lautsprecher wieder reinholen.

Die DALI OPTICON 6 ist für mich eine echte Voice Machine, die Stimmen wunderbar herausarbeitet. Sie eignet sich ganz besonders für sehr gut aufgenommene Musik, wie zum Beispiel vom ECM-Label oder anderen. Es gelingt ihr, das DALI-Credo „In admiration of music“ glaubwürdig zu belegen. Für mich ist das ein Lautsprecher für Feinschmecker, die Musik ganz bewusst und intensiv genießen möchten.

Bestimmt macht sich die OPTICON 6 mit ihrer Dynamik und ihrer Klarheit auch sehr gut im Heimkino in einem 5.1.-Surround-System. Anspruchsvolle Stereo-Hörer sollten sich diese DALIkatesse auf jeden Fall anhören. Vielleicht sogar ganz leicht eingewinkelt, weil sich dadurch die Raumwirkung sogar noch ein bisschen steigern lässt.

Ich habe die teureren Varianten von DALI noch nicht gehört. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass sie noch viel besser klingen als die OPTICON 6. Die RUBICON 6 werde ich demnächst jedenfalls hören können. Denn mein Freund Uwe, der mich vor ein paar Tagen mit seinem Super-Verstärker Symphonic Line RG10 Reference HD Master besucht hat, hat sich nach der Hörsession mit den DALIs spontan die RUBICON 6 bestellt, so fasziniert war er speziell vom Hochtonbereich der DALIs.

Danke Euch fürs Lesen und vielen Dank an HIFI.DE und an DALI, dass ich diesen Lautsprecher zu Hause hören und testen durfte.

Ich bin gespannt, wie die anderen Rezensenten die DALIs erlebt haben.

Gehört habe ich mit

  • Verstärker: Unison Unico, TEAC AI-2000, Symphonic Line RG10 Reference HD Master
  • DAC: m2Tech Young
  • Streamer: Logitech Squeezebox Touch
  • CD-Player: music hall 25.2

Schöne Grüße

EXIM

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