Erfahrungsbericht Tob8i

Nachdem ich gesehen habe, was hier teilweise schon für tolle Fotos zu sehen sind, lasse ich mal die meisten meiner Handyschnappschüsse weg, um den Thread nicht zu sehr aufzublasen.

Beyerdynamic T1 und A2

Einleitung

Wie fängt man ein Review zu solch zwei Premiumprodukten an? Erst noch einmal mit einem großen Danke an beyerdynamic und das Hifi-Forum, die diesen Test möglich gemacht haben. Der T1 der zweiten Generation hat mich sowieso schon gereizt und so hatte ich eine tolle Möglichkeit zu einem Test in aller Ruhe.

Vielleicht mal kurz zu mir bzw. meiner Erfahrung mit teuren Kopfhörern. Als ich das erste Mal den HD800 hören konnte, der damals noch für 1000 Euro relativ allein in diesem Preisbereich war, fand ich ihn schon super, aber konnte mich noch nicht durchringen, so viel Geld auszugeben. Inzwischen spielt mein Gedächtnis mir da vermutlich einen so großen Streich, dass ich besser hier keinen Vergleich wage. Da ich in den letzten Jahren wegen der Uni hauptsächlich unterwegs und gar nicht mehr so viel zu Hause Musik gehört habe, habe ich dann allerdings sowieso vor allem in In-Ears investiert. Es ergab sich aber mal eine Gelegenheit den alten T1 zu hören und einen direkten Vergleich mit einem DT880 zu machen. Da wirkte der T1 so, als hätte man dem DT880 einen Vorhang weggezogen. Von der Abstimmung her ähnlich, aber mit mehr Auflösung, Präzision und Räumlichkeit. Wenn ich mehr zu Hause gehört hätte, hätte ich mir den alten T1 wohl gekauft. So blieb er einfach als Gedanke ein wenig im Hinterkopf. Daher war ich natürlich gespannt, in wie weit der neue anders ist.

Um vielleicht einfach schon einmal ein wenig von meinem Fazit vorwegzunehmen, handelt es sich um zwei tolle Produkte, die mit tollem Klang und vielen durchdachten Details locken. Wenn also im Text an einigen Stellen Kritik steht, dann liegt es daran, dass ich bei solchen Luxusprodukten aus der absoluten Premiumklasse doch ziemliche Perfektion erwarte. Wenn die Hersteller sich mit immer teureren Produkten überbieten, um noch mehr Premium zu sein als die anderen, erwarte ich auch, dass man merkt, wie viel Entwicklungsarbeit und Sorgfalt bei der Produktion dort reingeflossen ist.

beyerdynamic T1 (2. Generation)

Verpackung und Verarbeitung

Der T1 (2. Generation, im Folgenden dann nur noch als T1 bezeichnet) wird in einem schlichten, aber sehr schicken grauen Karton mit weißem Deckel geliefert. Die Vorderseite wird durch Magneten verschlossen und lässt sich aufklappen. Innen gibt es dann einige Fotos im Zusammenhang mit der Produktion und einen kleinen Text zur Tesla Technologie. An jeder Seite wird man darauf hingewiesen, dass es sich um einen audiophilen Kopfhörer handelt, der in Deutschland gefertigt wurde. Für meinen Geschmack etwas zu viel, aber sonst wären die Seiten wohl zu leer gewesen. Ich vermute jedenfalls, dass die wenigstens Käufer eines Kopfhörers in dieser Preisklasse vollkommen uninformiert in einen Laden stolpern und ein „Made in Germany“ dann zu einer Kaufentscheidung gegen einen Audeze oder Hifiman führt.

Öffnet man nun die Verpackung oben, wird man erst mal mit einer Karte begrüßt, die zum Kauf des Kopfhörers gratuliert. Direkt darunter findet man ein ausführliches Garantieheftchen. Es gibt übrigens fünf Jahre Garantie auf den T1. Der Kopfhörer befindet sich eine weitere Pappschicht darunter in seiner gut gepolsterten Aufbewahrungstasche. Die Hartschalentasche gefällt mir ausgesprochen gut. Sie ist perfekt auf den Kopfhörer zugeschnitten. Beim T1 der ersten Generation wurde ein Köfferchen mitgeliefert, bei dem ich teilweise gelesen habe, dass es durch den Versand schon Schäden erlitten hat. Da scheint die neue Tasche ein sinnvoller Umstieg zu sein. Sie sieht ziemlich unverwüstlich aus, jedenfalls bis auf den Stoff. Außen ist sie mit einer Art schwarzem Fleece bespannt, das Staub magisch anzieht und gut sichtbar macht. Das beyerdynamic Logo außen und innen scheint auch eher ein metallisch lackiertes Plastikplättchen zu sein, das allerdings mit verschiedenen Oberflächenstrukturen aufwändiger bearbeitet ist. Weitere kleine Details sind die Reißverschlüsse mit beyerdynamic Logo und ein kleines Fach, das mit Klettverschluss im Inneren befestigt ist. Es soll vermutlich als Aufbewahrung für den Klinkenadapter dienen. Der T1 liegt perfekt in der Tasche und wackelt beim Transport kein Bisschen. Das Kabel muss allerdings abgenommen und zusammengerollt werden, um mit in die Tasche zu passen. Hier kommt auch gleich wieder ein Kritikpunkt, denn das Kabel ist bei Auslieferung ziemlich einfach und unpraktisch verpackt, wie man hoffentlich auf dem einen Foto erkennen kann. Da hätte ich mir bei einem Kopfhörer dieser Preisklasse mehr erwartet. Auch gibt es in der Tasche leider keine sinnvolle Aufbewahrungsmöglichkeit dafür.

beyerdynamic T1 und A2 beyerdynamic T1 und A2

Das Kabel ist schön stabil und die Textilummantelung fühlt sich wirklich gut an. Die Stecker sind hochwertig. Die farbliche Kennzeichnung mit weiß und rot an den Klinkensteckern hätte man sich eigentlich sparen können, da die L und R Kennzeichnungen ja sowieso vorhanden sind. Auch der Kopfhörer an sich ist wieder toll verarbeitet und wirkt so, als würde er viele Jahre überstehen. Im Vergleich zum DT880 ist natürlich die Außenabdeckung der Muscheln deutlich aufwändiger, die Aufhängung hat ein schönes Muster, die Polster fühlen sich hochwertiger und fester an und der Kopfbügel ist toll gearbeitet. Das sind viele kleine Details, die den Premiumanspruch unterstreichen. Trotzdem fällt es mir schwer, Gründe zu finden, dass der T1 so vier bis fünf Mal so teuer wie der DT880 sein soll.

Der Tragekomfort ist wirklich super und er ist noch ein wenig gemütlicher als mein DT880. Mir persönlich gefällt am meisten, dass man in der Ohrmuschel deutlich mehr Platz hat. Das Gewicht stört auf Dauer kaum. Für mich war es nur erst mal ungewohnt, wieder einen Kopfhörer auf dem Kopf zu haben und warme Ohren zu bekommen. In-Ears sind in diesem Punkt ja doch noch einmal etwas völlig anderes.

Klang

Um mal zum eigentlich Wichtigem zu kommen, dem Klang. Ich habe alle möglichen Genres durchprobiert, vor allem Rock, Metal, Songwriter und elektronische Musik. Sowohl neuere Produktionen mit wenig Dynamik und viel Lautstärke als auch ältere Dinge. Teilweise habe ich dabei auch direkt am FiiO E10 oder FiiO X1 Player gehört, weil beide den T1 locker ausreichend laut und gut betreiben können. Am A2 habe ich dann mit 0dB Verstärkung gehört und nur die Ausgangsimpedanzen verändert.

Der T1 war an allen Geräten mit geringer Ausgangsimpedanz sehr neutral abgestimmt. Der berühmte Beyerpeak ist mir nicht aufgefallen oder ich bin inzwischen abgehärtet. Da mir allerdings auch im Vergleich mit meinem StageDiver 2, der ja ziemlich neutral ist, keine besonders hervorstechenden Bereiche aufgefallen sind, scheint es der T1 wirklich nicht zu übertreiben. Für manche wird die neutrale Abstimmung wohl mal wieder zu langweilig sein und sie wünschen sich lebendigeren Klang, aber ich war wirklich zufrieden so und hatte viel Spaß beim Hören. Wobei dieses Empfinden natürlich auch immer davon abhängt, wie gut ein Stück abgemischt ist. Ein paar aktuelle elektronische Stücke haben schon relativ langweilig geklungen. Entsprechend wurden sie vermutlich schon mit relativ basslastigem Equipment produziert und klingen auf einer neutralen Wiedergabekette bassarm.

Auch wenn ich inzwischen die etwas intimere räumliche Darstellung meiner In-Ears sehr gewohnt bin, hat mir die größere Räumlichkeit beim T1 sofort gefallen. Er spannt eine kleine aber feine Bühne vor einem auf, die bei jedem Stück, das ich getestet habe, authentisch wirkte. Durch die angewinkelten Treiber scheint sich auch mehr hinter einem abzuspielen, was viele andere Kopfhörer nicht so gut vermitteln können. Habe dann auch noch mal mit meinem K701 verglichen und einige Stücke getestet, bei denen er Probleme mit der Räumlichkeit hat. Während ich beim K701 dann teilweise das Gefühl hatte, allein in einer großen Halle zu stehen und die Musiker seien 20 Meter von mir weg, hat es der T1 deutlich besser gemacht. Dort war ich dann näher vor einer kleineren Bühne und konnte die Musiker fast anfassen.

An der Auflösung habe ich nichts auszusetzen und habe auch nicht wirklich Details vermisst, die ich mit anderen Kopfhörern oder In-Ears kenne. Teilweise fallen einem bei einer kleinen Räumlichkeit schneller manche Details auf und teilweise bei einer größeren wie beim T1. Der T1 seziert die Musik auch nicht ganz so extrem, wie es manche andere Kopfhörer machen. Dadurch sind auch ältere, nicht ganz so lupenreine Aufnahmen gut erträglich.

Am meisten erstaunt hat mich die Präzision des T1. Selbst bei schnellsten Anschlägen des Schlagzeugs bei Metal bleibt der T1 sauber und verliert den Überblick nicht. Es fällt mir wirklich schwer zu beurteilen, ob meine In-Ears da noch etwas präziser sind. Das werde ich vielleicht noch einmal genauer testen. Für einen großen, dynamischen Treiber bin ich jedenfalls mit der Präzision vollkommen zufrieden.

Wie sieht es aus mit 0 Ohm gegen 100 Ohm? An 0 Ohm klingt er, wie ich es oben beschrieben habe, ziemlich neutral. Schaltet man am A2 auf 100 Ohm Ausgangsimpedanz um oder bastelt sich einen Vorwiderstand, bekommt er einen netten Bassbuckel. Vor allem der Kickbass bei rockigeren Stücken wurde gleich viel lebhafter. Auch die Höhen werden leicht gedämpft oder treten zumindest mehr in den Hintergrund. Dabei behält der T1 trotzdem seine Präzision und fängt nicht an, langsamen, matschigen Bass hervorzubringen. Von daher ist es schon erstaunlich, dass man beim neuen T1 relativ einfach zwischen neutral und leicht spaßig wechseln kann.

beyerdynamic A2

Der A2 wird in einem großen Karton mit einem Pappschuber geliefert. Natürlich ist alles im etwa gleichen Design wie beim T1 gehalten. Da wurde scheinbar ein einheitlicheres Corporate Design etabliert. Wenn ich das mit meinem DT880 und DT880 Pro vergleiche, die schon seit einigen Jahren bei mir sind, war das früher nicht der Fall. Das neue Design ist relativ schlicht und trotzdem schick.

Wie beim T1 findet man auch hier überall den Hinweis, dass der Verstärker in Deutschland gefertigt wird bzw. steht unten bei den Produkthighlights noch einmal explizit „Handmade in Germany“. Die Siegelaufkleber, die den Pappschuber mit dem eigentlichen Karton verbinden, sind durchsichtig und auch zusätzlich mit dem Aufdruck „Made in Germany“ versehen. Hat man den Pappschuber entfernt, hat man einen hochwertigen Karton, der innen sicher mit Schaumstoff gepolstert ist. Alles ist schön übersichtlich in einzelnen Aussparungen platziert, einmal der Verstärker selbst, die Fernbedienung, der anschraubbare Kopfhörerhalter (inkl. Schrauben und Inbusschlüssel) und das Stromkabel.

Fangen wir mal mit der Fernbedienung an. Auch wenn man beim Design sicher stark auf Apple geschaut hat, wirkt sie nur halb gekonnt. An den Übergängen zum Plastik ist das Aluminium nicht ganz sauber verarbeitet, das blau schimmernde Plastik an der unteren Kante ist eigentlich unnötig und der Batteriedeckel aus Plastik ist nicht ordentlich eingepasst und macht das Unibodygefühl kaputt. Das Layout der Tasten ist auch merkwürdig, weil das „Steuerrad“ nur aus zwei Tasten besteht und sich in der Mitte gar keine Taste befindet. Hier hätte man z.B. links Quelle 1, rechts Quelle 2 und in der Mitte Stummschaltung belegen können.

Der Verstärker selbst ist auf den ersten Blick super verarbeitet. Ein großer Aluminiumklotz als Gehäuse mit einer Metallplatte am Boden und einer sauber verarbeiteten Glasplatte oben drauf. Die Idee mit der Beleuchtung mit orangenen LEDs, um Röhren zu imitieren, ist cool umgesetzt. Es gibt sogar eine langsame Steigerung beim Einschalten. Das wäre alles nicht unbedingt nötig gewesen, aber es ist nicht alltäglich und daher interessant. Der Lautstärkeregler ist motorisiert, so dass er sich bei Benutzung der Fernbedienung mitdreht. Das fand ich als Kind schon immer toll. An Anschlüssen gibt es nicht viele Möglichkeiten. Man kann zwischen zwei Cinch Eingängen umschalten, hat einen Cinch Ausgang und kann gleichzeitig zwei Kopfhörer über die 6,35mm Klinkenausgänge betreiben. Dieser Kopfhörerverstärker ist wirklich aufs Wesentliche reduziert. Die Einstellmöglichkeiten sind dagegen sehr praktisch, denn es lässt sich neben der Verstärkung (-4dB, 0dB, +6dB) auch die Ausgangsimpedanz umschalten (0 Ohm, 100 Ohm)..

Im Inneren ist alles diskret aufgebaut. Die Schaltung ist also aus einzelnen Bauteilen wie Widerständen, Kondensatoren und Transistoren aufgebaut und nicht einfach nur zum großen Teil in einem Chip integriert. So kann man möglichst hochwertige Bauteile mit geringen Toleranzen passend zusammenstellen. Einen wirklich großen klanglichen Unterschied macht das nicht unbedingt aus, denn auch die fertigen Chips sind heute oft wirklich gut. So eine vergleichsweise einfache Verstärkerschaltung ist einfach alltäglich geworden und steckt in vielen Geräten. Trotzdem macht es Spaß sich die Bauteile und den sauberen Aufbau im A2 anzuschauen.

Wer meine Posts zu High-End Playern kennt, wird wissen, dass ich nichts von den ganzen blumigen Beschreibungen einiger Blogs halte, wenn es um Verstärkerklang geht. Daher möchte ich zum Klang nur sagen, dass er keinerlei Schwächen zeigt. Ein schöner neutraler Klang, der auch keine hörbaren Verzerrungen ausweist und eine gute Separation der Kanäle aufweist. Da wurde ingenieurmäßig alles richtig gemacht. RMAA Messwerte habe ich allerdings leider nicht zu bieten.

Einige Kritikpunkte habe ich doch, vor allem in Anbetracht des Preises:

- Die rote LED im Stand-By stört etwas auf dem Schreibtisch oder im Rack.
- Die Kombination aus Aluminium und schwarzen Tasten erinnert wieder an ein Design von Apple. Der silberne Alulautstärkeregler sieht dazu irgendwie nicht so ganz harmonisch aus. Ein schwarzer Regler wäre allerdings vermutlich auch zu auffällig gewesen. Dazu kommt dann noch die grüne LED für den Betrieb und die orange LED für den Eingang, die die Schlichtheit irgendwie auch stören.
- Die secheckigen Kopfhörerausgänge sind nicht exakt gerade und untereinander nicht gleich ausgerichtet. Auch der Lautstärkeregler ist nicht genau mittig. Das sind zwar nur minimale optische Makel, aber bei einem so teuren Verstärker bin ich pingelig.
-Auf der Platine scheinen noch Reste von der Produktion oder irgendwelcher Staub zu sein, der von den orangenen LEDs im Inneren beleuchtet wird. Auch nur minimal, aber durch die Beleuchtung fällt so etwas auf, wenn man von oben hineinschaut.
- Die Schalter auf der Unterseite sind nicht so toll. Dass sie auf der Unterseite sind, ist vermutlich leichter umzusetzen gewesen und so kommen die Anwender auch nicht auf die Idee im Betrieb umzuschalten. Allerdings lassen sie sich nur mit langen Fingernägeln oder einem schmalen Gegenstand bedienen. Da hätte sich vielleicht irgendein anderer Schalter finden lassen, der leicht heraussteht.
- Die Lautstärke beim Umschalten der Ausgangsimpedanz ist auf einen Kopfhörer mit 32 Ohm kalibriert. Das macht Sinn und will ich auch nicht anzweifeln. Bei einem 600 Ohm Kopfhörer ergibt das dann allerdings einen recht großen Lautstärkeunterschied, so dass man die Auswirkung der Ausgangsimpedanz eigentlich nur nach einem Pegelabgleich wirklich einschätzen könnte.

Fazit

Ich fange mal etwas anders an. Würde ich mir den T1 (2. Gen) kaufen, wenn ich gerade das Geld hätte? Dafür gibt es ein klares JA. Ob ich aber wirklich bereit wäre, den vollen Preis zu zahlen, ist wieder eine andere Frage. Wie sieht es mit dem A2 aus? Wenn ich zu viel Geld hätte, vermutlich schon, weil er ein ziemlicher Blickfang ist. Aber sonst würde ich es nicht machen, weil es einfach schon sehr gute Kopfhörerverstärker mit mehr Funktionen für deutlich weniger Geld gibt. Gerade bei einem relativ leicht anzutreibenden Kopfhörer wie dem T1 reichen meistens sogar schon portable Verstärker mit wenig Ausgangsleistung aus.

Der neue T1 gefällt mir von der Abstimmung wirklich gut und auch sonst habe ich klanglich nicht wirklich etwas auszusetzen. Auch wenn ich momentan sehr auf In-Ears trainiert bin, war es schön mal wieder zur Abwechslung mit dem T1 und meinen Kopfhörern zu hören. Die Räumlichkeit von offenen Kopfhörern ist einfach doch noch mal anders und der T1 schafft es eine glaubhafte Bühne vor einem aufzubauen. Die Auflösung ist auch auf einem tollen Niveau und bei der Präzision hatte ich eigentlich nichts auszusetzen. Ob einem die klangliche Steigerung den Aufpreis zu schon wirklich guten Modellen wie dem DT880 wert ist, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Der A2 ist ein solides Gerät zu einem sehr hohen Preis. Die Verarbeitung ist bis auf kleine Makel spitze, die variable Ausgansimpedanz ist sehr praktisch und mit dem anschraubbaren Kopfhörerständer hat man direkt einen vollständigen Hörplatz vor sich.

Als Student muss ich bei solchen Preisen natürlich erst mal schlucken, vor allem beim A2. Ich verstehe auch nicht ganz, warum beyerdynamic bei dem Rennen um immer teurere Kopfhörer mitmacht und der T1 unbedingt ein Premiummodell im Bereich Richtung 1000 Euro sein muss. Wenn der T1 zusammen mit dem T70 und T90 die hochwertigeren Versionen des DT880, DT770 und DT990 bilden und preislich vielleicht bei 500 bis 600 Euro liegen würde, wäre er vermutlich ein richtig großer Erfolg. Der A2 wäre in einer ähnlichen Preisregion um 500 Euro wohl auch eine ausgezeichnete Wahl, wenn jemand einen einfachen Verstärker mit hervorragender Verarbeitung sucht. Für die Preisempfehlung von 1500 Euro werden sich vermutlich nur wenige Käufer finden.