Erfahrungsbericht Madrox187

REVIEW ZUM BEYERDYNAMIC T 1 (2. GENERATION) und A 2

Hallo erst mal! 🙂

Ich hatte das Glück und wurde für die Testaktion von beyerdynamic und dem Hifi-Forum ausgelost, um den beyerdynamic T 1 (2. Generation) sowie den Kopfhörerverstärker beyerdynamic A 2 zu testen und darüber ein Review zu schreiben.

Kurz zu mir: Ich bin 27 Jahre alt und bereits seit längerer Zeit im Besitz des beyerdynamic T 1 (1. Generation), welchen ich über eine Asus Xonar Essence One betreibe. Somit möchte ich hier auf die Unterschiede der beiden Generationen eingehen. Zum Testen verwende ich die Xonar Essence One als DAC und verbinde diese über Cinch-Kabel direkt mit dem A 2.

Ich höre Musik ausschließlich am PC, benutze das Abspielprogramm „Foobar“ mit ASIO-Treibern und meine Musikdateien liegen fast ausschließlich im Lossless-Format (hauptsächlich FLAC) vor. Ein paar wenige MP3-Files habe ich auch noch, diese sind dann aber zumindest immer in 320 Kilobits pro Sekunde gerippt. Den Kopfhörer verwende ich außerdem hin und wieder zum Filmgenuss (ebenfalls am PC) und sehr häufig in Online-Spielen – hauptsächlich Counter Strike: Global Offensive. Ich spiele diesen Shooter im höchsten Rang und jeder, der das Spiel kennt, weiß wohl, wie wichtig der Sound zur Ortung des Gegners ist. Somit werde ich in meinem Review auch etwas auf die Performance in Online-Spielen eingehen. Mein Musikgeschmack umfasst so ziemlich alle Genres quer durch, ausgenommen Techno und Volksmusik.

Damit’s hier etwas übersichtlicher bleibt, werde ich die Produkte wie folgt bezeichnen:

T 1 (1. Gen.)
T 2 (2. Gen.)
A 2
Xonar Essence One

Zum Kopfhörer – beyerdynamic T 1 (2. Generation):

Verpackung:

Der Kopfhörer kommt ähnlich wie der T 1 (1. Gen.) in einer Umverpackung aus Karton. An Papiermaterial findet man ein Garantieheftchen und ein „T 1-Certificate“. Im Karton befindet sich dann der Kopfhörer im dazugehörenden Travel-Case. Dieses ist schwarz, besteht aus Kunststoff mit einer Art Stoffüberzug, ist sehr gut verarbeitet und wirkt sehr stabil. Ob einem der Aluminiumkoffer, der beim T 1 (1. Gen.) dabei ist, mehr zusagt, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Meiner Meinung nach ist der Aluminiumkoffer sicher edler, aber aufgrund seiner Größe und seines Gewichts weniger praktisch, um den Kopfhörer beispielsweise auf Reisen mitzunehmen. Da ich persönlich den Kopfhörer nie mitnehme, spielt dies für mich aber keine große Rolle und somit gefällt mir der Aluminiumkoffer etwas besser. Im Travel-Case befinden sich dann der Kopfhörer und das etwa drei Meter lange Kabel.

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Verarbeitung/Design/Ausstattung/Features:

Der T 1 (1. Gen.) war bereits sehr gut verarbeitet und hatte meiner Meinung nach nur einen kleineren Schwachpunkt, nämlich die Höhenverstellung der Ohrmuscheln. Die Rasterung ist zumindest bei meinem Modell auf der rechten Seite zu schwach und somit verstellt sich der Kopfhörer regelmäßig mehr oder weniger von selbst. Ich bin mir sicher, dass nicht alle Modelle der 1. Generation von diesem Problem betroffen sind, aber sicherlich einige, denn davon liest man ja auch hier im Hifi-Forum immer wieder. Zum Glück wurde dieser Fehler von beyerdynamic behoben und ich kann nun sagen, dass der T 1 (2. Gen.) bombenfest einrastet und sich nicht unabsichtlich oder von selbst verstellt. Das Design des Kopfhörers ist natürlich reine Geschmacksache. Mir gefällt es sehr gut, weil es sehr edel und dabei doch recht schlicht und überhaupt nicht protzig wirkt. Außerdem finde ich die champagnerähnliche Farbe, kombiniert mit den schwarzen Akzenten, sehr gelungen. Die restliche Verarbeitung zwischen beiden Generationen ist weitgehend ident und auf sehr hohem Niveau. Das Kopfband bestand beim T 1 (1. Gen.) ja bekanntlich aus Echtleder, und ist nun beim Nachfolger einem Kopfband aus Kunstleder gewichen. Theoretisch könnte man wohl argumentieren, dass dies ein Rückschritt wäre, da Echtleder ja wohl besser als Kunstleder ist, aber in diesem Fall merkt man im täglichen Gebrauch einfach keinen Unterschied. Es fühlt sich praktisch gleich an, und der Tragekomfort ist bei beiden Generationen absolut ebenbürtig, sprich auf sehr hohem Niveau.

Optisch unterscheiden sich die beiden dann wohl nur noch beim Kabel, und bei den Ohrpölstern. Bekanntlich ist das Kabel nun abnehmbar, was ein großer Pluspunkt ist. Das Kabel hat eine Art Textilüberzug und ist nun um einiges dünner, und dadurch auch wesentlich flexibler. Der Anschluss erfolgt entweder via 3,5 mm Klinke oder über den aufschraubbaren 6,25 mm Adapter, welcher beiliegt. Dies war ja bei der 1. Generation nicht der Fall, denn hier hatte das Kabel ausschließlich einen 6,25 mm Anschluss, und man musste sich einen 3,5 mm Adapter separat kaufen, falls man diesen benötigte. An den beiden Kopfhörerseiten erfolgt der Anschluss via 3,5 mm Klinken, welche für die jeweilige Seite gekennzeichnet sind, und sehr stabil sitzen. Mir ist nie aufgefallen, dass hier irgendetwas locker wäre, wackeln würde, oder herauszufallen drohte, auch nicht bei leichtem Zug. Zu den Ohrpölstern kann ich sagen, dass diese für mich sehr bequem sind, aber ich persönlich keinen großen Unterschied zu den Ohrpölstern der 1. Generation bemerke. Die neuen Ohrpölster haben laut Beyerdynamic ja nun eine Schicht aus Memory-Foam, aber ich kenne andere Kopfhörer, bei denen man diesen typischen Effekt des Memory-Foams wesentlich besser bemerkt und die Anpassung an den Kopf dadurch besser funktioniert. Dies ändert aber nichts daran, dass der Kopfhörer äußerst bequem sitzt – dies gilt für beide Generationen.

Zur restlichen Verarbeitung fasse ich ganz kurz zusammen: Die Verarbeitung ist tip top. Nichts wackelt, fühlt sich minderwertig an, knarzt bei Berührung oder Druck, oder gibt auch sonst irgendwie Anlass zur Kritik. Außerdem sei hier erwähnt, dass Beyerdynamic wie bei der 1. Generation auch hier wieder 5 Jahre Herstellergarantie auf den Kopfhörer gewährt, was ich super finde und wohl die Ausnahme im Hifi-Sektor ist. Interessantes Detail: den T1 (2. Gen.) muss ich eine Stufe größer stellen (5 Punkte auf der Rasterung der Ohrmuschelhalterung) im Vergleich zum Kopfhörer der 1. Generation. Ich bin mir nicht sicher, ob Beyerdynamic die Rasterungsmarkierung etwas geändert hat, oder ob dies daran liegt, dass das neue Kopfband etwas dicker ist und deshalb weniger nachgibt.

Klang:

Ich habe über die letzten Jahre sehr viele Kopfhörer getestet, darunter die meisten bekannten von Beyerdynamic und AKG, welche ich aber alle wieder losgeworden bin, und zur Zeit besitze ich nur noch den T1 (1. Gen.) und einen Audio Technica ATH-M50. Laut Beyerdynamic spielt die 2. Generation einen „Hauch wärmer und dynamischer“. Dies kann man wörtlich nehmen, denn es handelt sich hierbei wirklich nur um einen Hauch. Die Unterschiede zwischen den beiden Kopfhörern sind wirklich nur marginal. Der T1 (2. Gen.) ist weiterhin ein Kopfhörer mit sehr hoher Auflösung, was zur Folge hat, dass man selbst kleinste Details in der Musik hören kann. Viele sind der Meinung, dass diese Auflösung mit dem (typischen) Höhenpeak „erkauft“ wird. Eines ist mir gleich aufgefallen: Ein Höhenpeak ist immer noch vorhanden. Nur gehöre ich zu den Leuten, welchen dieser Peak des T1 (meistens) nichts ausmacht. Der Kopfhörer neigt weiterhin zum leichten „Zischeln“ bei „S-Lauten“, was meiner Meinung nach aber vielfach an der Musik selbst liegt und mit dem Mastering bzw. der Produktion zu tun hat.

Die Abstimmung des Kopfhörers würde ich weiterhin als „luftig“ und sehr detailliert bezeichnen. Damit meine ich, dass sich die Bühne sehr schön in der Breite und besonders auch in der Tiefe staffelt, und sich einzelne Instrumente sehr gut separieren lassen, sofern die Aufnahme dies hergibt. Aus diesem Grund ist der Kopfhörer auch sehr gut für Klassik/Orchester/Kammermusik geeignet. Gerade hierbei eröffnet sich einem ein großer, offener Raum, und besonders wenn man die Augen schließt lassen sich die einzelnen Instrumente gut lokalisieren. So lassen sich dann auch leicht bestimmte Inhalte heraushören, die es eigentlich eher unabsichtlich auf die jeweilige Aufnahme geschafft haben, z.B. wenn der Geigenspieler mit dem Streichbogen an der Geige ankommt und es dann leise „klappert“ usw.

Der Kopfhörer entlarvt schlecht produzierte Musik übrigens gnadenlos, und kann dahingehen fast schon als "Soundlupe" bezeichnet werden. Ich bin auch ein großer Rap/Hip-Hop Fan, und bekanntlich sind in diesem Genre vor allem im "Underground"-Bereich sehr viele Aufnahmen verfügbar, bei denen die Soundqualität sehr zu wünschen übrig lässt. Solche Alben sind mit dem T1 beider Generationen teilweise fast nicht zum aushalten, weil Produktionsfehler hervorgehoben werden, Rauschen stark hörbar wird und man auch auf allerlei sonstige, produktionstechnische Fehler aufmerksam wird.

Der T1 war nie ein „Bassmonster“, und dies gilt auch für die 2. Generation. Der Kopfhörer kann Bass präzise darstellen, sofern er auf der Aufnahme vorhanden ist, es wird aber gar nichts künstlich erhöht oder überzeichnet. Es handelt sich somit sicherlich um keinen Kopfhörer für Bassfreaks. Die Bassmenge ist bei der 2. Generation minimal höher, die Qualität ist aber auf demselben Level. Der Bass ist weiterhin sehr trocken und knackig. Ich habe eine CD von Chesky Records, mit Demoaufnahmen zum Testen von Kopfhörern oder Hifi-Anlagen. Hiermit zeigt der T1 (2. Gen.) wie tief der Bass tatsächlich gehen kann und dass die Bassmenge auf keinen Fall niedrig ist. Wie gesagt, die Aufnahme muss es nur hergeben, dann benötigt man die künstliche Anhebung der Tiefen, z.B. mit einem Equalizer sicherlich nicht.

Die Mitten waren meiner Meinung nach schon die größte Stärke des T1 (1. Gen.), und auch dies gilt unverändert für die 2. Generation. Ich kann hier keinerlei Unterschiede oder Verbesserungen feststellen, somit bleibt das extrem hohe Niveau unverändert. Männliche Stimmen klingen extrem kraftvoll und authentisch. Hier merkt man die lineare Abstimmung des Kopfhörers, bei dem kein „Badewannen-Feeling“ aufkommt, und die Mitten zwischen den Tiefen und Höhen eben nicht untergehen, sondern geradezu herausstechen. Dies hat zur Folge, dass sich viele Aufnahmen einfach „echt“ anfühlen. Man hört so viele Details der Musik, nichts geht unter und die richtigen Aufnahmen erzeugen einfach eine sehr dichte Atmosphäre. Vor allem bei Live-Aufnahmen fühlt man sich mittendrin. Außerdem ist die Durchörbarkeit ausgezeichnet - nichts klingt vermatscht oder geht in einer Art "Soundbrei" unter.

Nochmals zu den Höhen, genau genommen der einzige kleine Schwachpunkt des T1 beider Generationen: Meiner Erfahrung nach war der T1 (1. Gen.) schon der Kopfhörer von Beyerdynamic mit dem am wenigsten ausgeprägten Peak. Dieser Peak wurde bei der 2. Generation minimal verringert, aber nicht komplett neutralisiert. Somit bedeutet dies unverändert, dass Frauenstimmen in bestimmten Aufnahmen immer noch zum leichten „Zischeln“ neigen. Wer wirklich sehr höhenempfindlich ist, sollte vermutlich Abstand nehmen. Ich würde mich aber selbst auch als höhenempfindlich bezeichnen, und wie bereits erwähnt, stören mich die Höhen des T1 beider Generationen in 99 % aller Fälle kein bisschen. Hier kann man jedem Interessenten nur empfehlen, den Kopfhörer irgendwo Probe zu hören, um sich selbst ein Bild zu machen.

Der richtige Sitz des Kopfhörers ist übrigens ebenfalls sehr wichtig, da er vor allem auf den Bass teils massive Auswirkungen hat. Durch die angewinkelten Treiber entfaltet der Kopfhörer nur mit dem richtigen Sitz sein volles Klangfeld - dies muss jeder für sich selbst feststellen.

Der T1 beider Generationen lässt sich übrigens trotz seiner Impedanz von 600 Ohm erstaunlich leicht antreiben. Selbst am Smartphone (Samsung Galaxy S4) lassen sich ausreichend hohe Lautstärkepegel erzielen. Vor allem die Präzision der Bässe leidet aber meiner Meinung nach im Betrieb ohne vernünftigen Kopfhörerverstärker erheblich.

Zur Performance in Computerspielen:

Wie oben erwähnt spiele ich regelmäßig Online-Shooter, bei welchen die genaue Ortung von Gegnern und gegnerischen Schüssen sehr wichtig sind. Für diesen Einsatzzweck eignet sich der T1 beider Generationen hervorragend. Durch die große Bühne fühlt man sich auch hier mittendrin im Geschehen und sämtliche Geräusche lassen sich sehr gut lokalisieren. Ich würde behaupten, dass man mit einem derartigen Highend-Kopfhörer in Online-Spielen gegenüber den meisten Gegnern einen handfesten Vorteil genießt, denn die typischen Gaming-Kopfhörer sind einem T1 natürlich meilenweit unterlegen. Anmerkung zur Verwendung des T1 (2. Gen.) am A2 mit 100 Ohm Ausgangsimpedanz im Spiel Counter Strike – Global Offensive: Aus irgendeinem Grund ist hier die 100 Ohm-Einstellung nicht empfehlenswert, da ausschließlich in diesem Spiel damit ein paar wichtige Details des Soundgeschehens untergehen. Ich kann leider nicht genau sagen woran das liegt, möchte es aber erwähnen.

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Zum Kopfhörerverstärker – Beyerdynamic A2, und der Verwendung mit dem T1 (2. Gen.):

Verpackung:

Der A2 wird sehr edel in einer weißen Kartonverpackung präsentiert. Darin findet man den Kopfhörerverstärker, das Kabel, die Fernbedienung, den anschraubbaren Kopfhörerständer (inkl. Schrauben), sowie etwas Papiermaterial (Garantieheftchen, Beschreibung usw.).

Verarbeitung/Design/Ausstattung/Features:

Auf der Vorderseite des A2 findet sich der An- u. Ausschalter, zwei 6,25 mm Klinkenanschlüsse, zwei Knöpfe zur Auswahl des 1. und 2. Input, sowie der Potentiometer (Lautstärkeregler). Dieser Potentiometer ist elektronisch motorisiert, und kann somit auch über die Fernbedienung gesteuert werden. Über die beiden vorderseitigen Kopfhöreranschlüsse kann man 2 Kopfhörer gleichzeitig betreiben, und so z.B. auch zu zweit Musik hören. Die rechte und linke Seite des A2 ist blank, und auf der Rückseite findet man den Anschluss für das Netzkabel, einen Schalter um die benötigte Spannung auszuwählen, sowie die Cinch-Anschlüsse für den Input und Output. Die Oberseite besteht aus einer Glasplatte und ist darunter grau gehalten. Das Beyerdynamic-Logo wurde ausgeschnitten und gewährt einen Blick auf die darunterliegende Platine. Bei Verwendung des Kopfhörerverstärkers leuchtet die Platine orange, und sorgt somit für einen schönen Lichteffekt. Auf der Unterseite befindet sich der Gain-Switch (0 DB, -4 DB, +6 DB) sowie der Schalter zur Regelung der Ausgangsimpedanz (0 Ohm oder 100 Ohm). Das Gerät verfügt über einen sehr hochwertigen Aluminiumrahmen. Der anschraubbare Kopfhörerständer ist ebenfalls aus Aluminium und wirkt sehr stabil.

Die Verarbeitung kann man nur als perfekt bezeichnen. Es gibt einfach nichts an diesem Gerät, das nicht perfekt verarbeitet wäre. Die Fernbedienung ist ebenfalls sehr gut verarbeitet und die Tasten haben einen perfekten Druckpunkt. Der Potentiometer lässt sich händisch ebenfalls super bedienen, und hat einen sehr angenehmen Widerstand. Er fühlt sich auch wesentlich hochwertiger an als der Lautstärkeregler der Xonar Essence One.

Klang:

Hier wird’s interessant, denn ich bin der Meinung, dass es im 0-Ohm-Modus des A2 keinen wirklichen klanglichen Unterschied zur Xonar Essence One gibt. Dies meine ich im positiven Sinn, denn bekanntlich ist das Asus-Gerät ja auch ein Preis-Leistungs-Knaller, und bietet Klangqualität auf Highend-Niveau. Unterschiede merkt man erst nach der Umstellung der Ausgangsimpedanz auf 100 Ohm. Dies beeinflusst den Frequenzgang in eine wärmere Richtung, sodass die Tiefen etwas angehoben, und die Höhen leicht gesenkt/entschärft werden. Ich verfüge nicht über die notwendigen technischen Mittel, um die Frequenzen genau auszumessen, aber ich kann folgendes bestätigen: Beim T1 (1. Gen.) hatte ich die Tiefen mit dem Foobar-Equalizer immer manuell um ca. 2 db erhöht. Der T1 (2. Gen.) spielt am A2 mit 100 Ohm Ausgangsimpedanz ohne diese manuelle Erhöhung sehr ähnlich. Ich denke viel mehr als 1-2 db Erhöhung der Tiefen erreicht man mit der 100 Ohm Ausgangsimpedanz nicht. Dennoch könnte dies den entscheidenden Unterschied machen für Leute, welche den Kopfhörer normalerweise als „zu kalt“ empfinden. Die „Entschärfung“ der Höhen ist ebenfalls nur minimal, so dass „zischelnde“ Aufnahmen auch weiterhin „zischeln“. Dennoch, in Verbindung mit dem T1 beider Generationen würde ich das Gerät immer auf 100 Ohm einstellen, da dies ausschließlich (kleine) Vorteile bringt, aber keine Nachteile.

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Fazit zum Kopfhörer:

Der T1 der 2. Generation macht gegenüber seinem Vorgänger ein paar Sachen besser, aber das allermeiste bleibt auf unverändert hohem Niveau. Besitzer der 1. Generation müssen sich wohl gut überlegen, ob sich ein Umstieg lohnt. Meiner Meinung nach sind die klanglichen Unterschiede dafür zu gering. Das abnehmbare Kabel ist aber schon wirklich angenehm, und meiner Meinung nach sollte auch wirklich kein Highend-Kopfhörer ein festes Kabel haben. Leuten, die den Vorgänger nicht besitzen, kann ich den Kopfhörer jedoch zweifelsfrei empfehlen, sofern eine lineare Abstimmung ohne sogenanntes „Badewannen-Feeling“ gewünscht wird, und mehr Wert auf ein detailliertes Klangbild gelegt wird, anstatt z.B. auf übertriebene, künstlich angehobene Bässe usw. Interessenten von Highend-Kopfhörern sollten sich auch bewusst sein, dass solche Kopfhörer nicht ohne weiteres an irgendeinen billigen MP3-Player angeschlossen werden sollten, sondern jedenfalls auch ein vernünftiger DAC/Kopfhörerverstärker notwendig ist, um dann wirklich den bestmöglichen Klang zu erhalten.

Fazit zum Kopfhörerverstärker:

Der A2 ist meiner Meinung nach, schlicht gesagt einfach der Hammer. Das Gerät hat keinen Makel, und tut das, was es tun soll, perfekt. Die Verarbeitung ist wie bereits geschildert ausgezeichnet, und man hat den Eindruck, als ob einem dieses Gerät bis zum Lebensende begleiten könnte. Dies ist auch gar nicht so abwegig, schließlich werden sich die Cinch-Anschlüsse in absehbarer Zeit auch nicht ändern, und somit ist die Kompatibilität auf lange Zeit gesichert. Wer aus seinem Kopfhörer das absolute Maximum – 100 % - herausholen möchte, wird mit dem A2 sehr zufrieden sein. Dies gilt im Übrigen zweifellos auch für Highend-Kopfhörer anderer Hersteller, welche natürlich am A2 auch hervorragend funktionieren werden. Mein Problem an der Sache ist nur, dass meine Xonar Essence One auch gefühlte 97 % aus dem Kopfhörer herausholt, und mir persönlich der hohe Aufpreis dies nicht wert wäre. Diese Entscheidung kann nur jeder für sich selbst treffen.

Somit bleibt mir nur noch, mich sehr herzlich bei Beyerdynamic und den Verantwortlichen des Hifi-Forums für die Bereitstellung und Organisation dieses Produkttests zu bedanken, und ich hoffe, dass Euch mein Review gefällt, und für den einen oder anderen hilfreich ist.

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